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Cine-Phil schreibt Filmgeschichte

Ein historischer FIlmtageblog




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DRÁCULA



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DRÁCULA
(dt. Titel: DRÁCULA)
USA/Spanien 1931
Universal Pictures
Regie: George Melford, Enrique Tovar Ávalos
Produktion: Carl Laemmle Jr.
Buch: Baltasar Fernández Cué, nach dem Theaterstück Dracula von Garrett Fort und dem Roman Dracula von Bram Stoker
Kamera: George Robinson
Schnitt: Arthur Tavares
Darsteller: Carlos Villarias (Graf Dracula), Lupita Tovar (Eva Seward), Barry Norton (Juan Harker), Pablo Álvarez Rubio (Renfield), Eduardo Arozamena (Prof. Van Helsing), José Soriano Viosca (Doctor Seward), Carmen Guerrero (Lucia Weston), Amelia Senisterra (Marta), Manuel Arbó (Martin)
Erstaufführung: 11. März 1931

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Filmszene


Inhalt: Der transylvanische Graf Dracula (Carlos Villarias) ist ein stinkreicher Charmebolzen, hat aber nur einen kleinen Haken: er ist ein Vampir. Er kauft sich beschauliches Gemäuer in London und wirft ein Auge auf die hübsche Eva (Lupita Tovar). Der in unerklärlichen Phänomenen bewanderte Professor Van Helsing (Eduardo Arozamena) ist der Einzige, der Lunte riecht und legt sich auf die Lauer gegen den Fürsten der Nacht.


Olé! Parallel zu Tod Brownings DRACULA entstand in denselben Kulissen eine spanischsprachige Version des Films. Während Browning und sein Team tagsüber am Werk waren, arbeiteten die Colegas des nachts an ihrer Fassung. Es wurden teils ganze Szenen aus dem US-Film wiederverwendet. Dennoch gelingt es dem Film sehr gut, seinen eigenen Charme zu entwickeln. Manche Szenen weichen von der Machart weit vom Original ab, während manche doch überraschend ähnlich wirken.

Für viele ist die spanische Version des Films gar die Bessere. Ich mag mich da nicht festlegen, mir fehlt etwas Bela Lugosi, obwohl Carlos Villarias, der optisch einige Ähnlichkeit mit Lugosi hat, seine Sache außerordentlich gut macht. Überhaupt spielen hier die Schauspieler etwas befreiter auf, wogegen manche darstellerische Leistung in der US-Version doch etwas hölzern wirkte. Man muss aber auch ehrlich sagen, dass hier manche arg an der Grenze zur Übertreibung agieren. Auffallend ist auch die Freizügigkeit in den Kostümen. Wo die Amerikaner eher hochgeschlossen und prüde wirkten, zeigen die spanischen Damen deutlich mehr Haut.

Viva la muerte loco!




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