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Cine-Phil schreibt Filmgeschichte

Ein historischer FIlmtageblog




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THE MOST DANGEROUS GAME (GRAF ZAROFF - GENIE DES BÖSEN)



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THE MOST DANGEROUS GAME
(dt. Titel: GRAF ZAROFF – GENIE DES BÖSEN)
USA, 1932
RKO Radio Pictures
Regie: Irving Pichel, Ernest B. Schoedsack
Produktion: David O. Selznick, Merian C. Cooper
Buch: James Ashmore Creelman, nach der Kurzgeschichte The Most Dangerous Game von Richard Connell
Kamera: Henry W. Gerrard
Schnitt: Archie Marshek
Musik: Max Steiner
Darsteller: Joel McCrea (Bob Rainsford), Fay Wray (Eve Trowbridge), Leslie Banks (Graf Zaroff), Robert Armstrong (Martin Trowbridge), Noble Johnson (Ivan), Steve Clemente (Diener), Oscar 'Dutch' Hendrian (Diener), William B. Davidson (Kapitän), Buster Crabbe (Seemann), James Flavin (Steuermann), Arnold Gray (Passagier), Hale Hamilton (Bill, Yachtbesitzer), Landers Stevens ('Doc'), Phil Tead (Passagier)
Erstaufführuung: 16. September 1932

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Filmszene


Inhalt: Nicht wirklich zufällig landet der international bekannte Jagdexperte Bob Rainsford (Joel McCrea) als Schiffbrüchiger auf einer kleinen Insel. Die Insel gehört nämlich dem mysteriösen russischen Grafen Zaroff (Leslie Banks), der dort seiner fürchterlichen Passion nachgeht – der Jagd auf Menschen. In Rainsford als Jagdobjekt sieht Zaroff eine neue Herausforderung.


Als „der meist verbotene Horrorfilm in der Geschichte des Kinos“ wurde THE MOST DANGEROUS GAME einst beworben. Und das scheint gar nicht mal so abwegig, wenn man am eigenen Leibe spürt mit welcher Härte der 1932 entstandene Film zur Sache geht. Hier setzt es Schockmomente, die man in einem Film dieses Jahrgangs nicht erwarten würde, die natürlich entsprechende Kontroversen auslösten.

Nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Richard Connell, die im Januar 1924 erstmals in der „Collier's Weekly“ abgedruckt wurde, entfesseln die Macher eine morbide Menschenjagd, die nicht ohne Einfluss bleiben sollte. Der kurze und schmerzvolle Film zog eine Schlange von Remakes und Variationen nach sich, die bis heute reichen. Kein Film, der sich des zentralen Themas annimmt, kann bis heute ohne Rückgriffe auf diesen innovativen Low-Budget-Horrorfilm auskommen.

Noch heute findet der kaum angestaubte Film immer wieder neue Anhänger und er hat seinen Platz in der Geschichte des Films, insbesondere des Horrorkinos sicher. Dabei ermöglichte er noch die Entstehung eines Films, der zu den größten Klassikern der Filmkunst gehört: KING KONG. Gedreht wurde KING KONG mit den Gewinnen, die THE MOST DANGEROUS GAME einspielte, in den selben Kulissen. Regie führte wie hier Ernest B. Schoedsack, diesmal aber an der Seite von Merian C. Cooper (bei GAME noch Co-Produzent), anstatt Irving Pichel. Auch Fay Wray, schon mit THE MOST DANGEROUS GAME zum (Genre-)Star avanciert, spielt in KING KONG wieder die weibliche Hauptrolle – und wurde damit unsterblich. Aber KING KONG werde ich mir selbstverständlich auch noch ausführlich widmen.




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