Während sich Terry Gilliam noch mit den Weinstein Brüdern um den letzten Schliff für die "Brothers Grimm" kloppte, entstand für wenig Geld (was man dem Endergebnis aber absolut nicht ansieht) dieses filmische Juwel um ein kleines Mädchen (sensationell: die damals erst 10jährige Jodelle Ferland!), das nach dem Drogentod seiner Eltern auf ganz besondere Weise mit seiner hoffnungslosen Situation umgeht.
Das ist wohl einer der ganz wenigen Filme des Monty-Python-Mitbegründers Gilliam, bei denen er tatsächlich praktisch gänzlich freie Hand hatte, der bittere Preis dafür war wohl das teilweise "Nichtstattfinden" des Films auf dem internationalen Filmmarkt, da "Tideland" schlicht das Budget für die dafür notwendige Kampagne fehlte. Ein Armutszeugnis, dass der Film zudem auch hierzulande keinen Verleih fand. Umso lobenswerter dagegen, das zumindest das deutsche Label Concorde soviel Gespür hatte und dem Film sogar eine der weltweit besten Veröffentlichungen spendierte.
"Tideland" macht es dem eher unbedarften Zuschauer wirklich nicht ganz leicht, viele Szenen sind nur schwer zu "konsumieren" und letztlich nur dann zu ertragen und zu würdigen, wenn man sich immer wieder die Grundidee des Films vergegenwärtigt, nämlich diese Geschichte konsequent aus der naiven und im wahrsten Sinne des Wortes "reinen" Sicht eines Kindes zu erzählen.
Schafft man das, so bietet sich allerdings eines der faszinierndsten Filmerlebnisse der sogenannten "00er" Jahre.
10/10
Jeff Bridges Jodelle Ferland Tideland Terry Gilliam
Das ist wohl einer der ganz wenigen Filme des Monty-Python-Mitbegründers Gilliam, bei denen er tatsächlich praktisch gänzlich freie Hand hatte, der bittere Preis dafür war wohl das teilweise "Nichtstattfinden" des Films auf dem internationalen Filmmarkt, da "Tideland" schlicht das Budget für die dafür notwendige Kampagne fehlte. Ein Armutszeugnis, dass der Film zudem auch hierzulande keinen Verleih fand. Umso lobenswerter dagegen, das zumindest das deutsche Label Concorde soviel Gespür hatte und dem Film sogar eine der weltweit besten Veröffentlichungen spendierte.
"Tideland" macht es dem eher unbedarften Zuschauer wirklich nicht ganz leicht, viele Szenen sind nur schwer zu "konsumieren" und letztlich nur dann zu ertragen und zu würdigen, wenn man sich immer wieder die Grundidee des Films vergegenwärtigt, nämlich diese Geschichte konsequent aus der naiven und im wahrsten Sinne des Wortes "reinen" Sicht eines Kindes zu erzählen.
Schafft man das, so bietet sich allerdings eines der faszinierndsten Filmerlebnisse der sogenannten "00er" Jahre.
10/10
Jeff Bridges Jodelle Ferland Tideland Terry Gilliam