
(OT: Black Dynamite | USA 2009 | Regie: Scott Sanders)
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Als Black Dynamite (Michael Jai White) erfährt, dass sein Bruder von Gangstern erschossen wurde räumt er gnadenlos in der Unterwelt seines Viertels auf…
Nun also endlich die Sichtung von Black Dynamite, der von mir mit viel Vorfreude entgegengefieberten Hommage an das Blaxploitation-Kino. Und der Streifen ist tatsächlich ein absoluter Volltreffer. Das fängt schon beim ganzen Look des Films an. Wüsste ich es nicht besser, ich würde wohl mein halbes Vermögen darauf verwetten, dass Black Dynamite in den 70er Jahren entstanden ist und bis heute unentdeckt in irgendeinem Keller geschlummert hat. Regisseur Scott Sanders hat da eine wirklich nahezu perfekte Liebeserklärung an das damalige Genrekino gedreht, eine grandiose Hommage an die schwarzen Helden der 70er Jahre. Dem Film merkt man zu jeder Zeit an, dass hier verdammt viel Herzblut aller Beteiligten eingeflossen ist. Die mit viel Liebe zum Detail ausgestatteten Settings, die Dialoge, der ganze Plot - hier passt wirklich alles wie die Faust aufs Auge. Black Dynamite ist nicht nur ein echtes Highlight des modernen Exploitation-Films, sondern darüber hinaus auch eine einfach nur von der ersten bis zur letzten Minute extrem unterhaltsame Actionkomödie geworden, die wohl auch den Zuschauern gefallen dürfte, die mit den zitierten Vorbildern nicht wirklich vertraut sind. Ich ziehe meinen imaginären Hut!
TRAILER:
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Ja, der Film ist grandios. Eigentlich schon fast eine Gemeinheit, dass der nicht sofort Kult à la Austin Powers wurde. Oder sagen wir mal, einfach nicht so viele Leute erreicht hat. Denn wie du bereits geschrieben hast, der Film funktioniert auch gegenüber dem Genre unbewanderten Leuten (wovon ich mich nicht völlig ausnehme, in Richtung Blaxploitation mehr Reenactments als Originale gesehen), wie ich schon mehrmals feststellen durfte; immer wieder ein Brüller und Garantie für kollektive Lachkrämpfe.