Zum Inhalt wechseln


Camelback Cinema

Tommy The Cats filmische Sternstunden




Foto

James-Bond-Serie #14: A VIEW TO A KILL (John Glen, 1985)



Die Abschiedsvorstellungen der Bond-Darsteller haben es ja traditionsgemäß schwer bei den Fans. Konnte ich dies schon bei Diamonds are forever nicht nachvollziehen, ist es mir bei A view to a Kill noch unverständlicher, denn Moores Letzter hat wirklich alles, was einen guten Bond ausmacht. Die Story ist fesselnd, wird spannend erzählt und legt den Schwerpunkt endlich mal wieder auf das Spionage-Element, die Action ist wohldosiert und im Vergleich zu dem stellenweise beinahe albernen Octopussy geht es hier wieder deutlich ernster zur Sache. Es gibt ein paar tolle Verfolgungsjagden (zu Beginn in Paris und später mit dem Feuerwehrauto durch an San Francisco) und ein spektakuläres Finale auf der Golden-Gate-Bridge. Ein besonderes Lob verdient sich Produktionsdesigner Peter Lamont, Zorins Bergwerk ist sicherlich der imposanteste Bühnenbau bisher in einem Bondfilm. Den Titelsong von Duran Duran kann man mögen oder auch nicht – ich bin mit dieser Musik aufgewachsen und mag ihn.

Der größte Pluspunkt aber sind die hervorragenden Darsteller. Christopher Walken mimt den psychopathischen Großindustriellen sehr überzeugend (seine blondierten Haare... naja, Deutsche müssen bei Bond halt blond sein ;)) und hebt sich damit wohltuend von der Schwuchtel aus dem Vorgängerfilm ab. Zudem schafft er es, mit wenigen Gesten und Blicken Zorins Größenwahn glaubwürdig rüberzubringen, ohne der Gefahr des Overactings zu erliegen (ganz groß sein irres Lachen, bevor er am Ende in die Tiefe stürzt). Grace Jones entspricht sicher nicht dem gängigen Schönheitsideal, mir jedoch gefällt sie in dieser Rolle ausgesprochen gut. Von ihrer unheimlichen, dämonischen Ausstrahlung können Langweiler wie Maud Adams (Octopussy) und Konsorten nur träumen und ihre heisere Stimme unterstreicht dies perfekt. Tany Roberts ist zwar langweilig, sieht aber zumindest ganz nett aus, obwohl ihr ständiges Gejammer mir ziemlich auf den Keks ging.

A view to a Kill ist für mich einer der besten Moore-Bonds und ein rundum gelungener Abgang für Sir Roger. Und jetzt freue ich mich auf Timothy Dalton, von dem ich bisher noch gar keinen Film gesehen habe.

James Bond



geiles Ding. Endlich mal einer, der den Film mag. ;)
  • Melden

Filmtagebuch von...

Tommy The Cat
  • Senior-Member
  • PIPPIPPIP
  • 299 Beiträge

Neuste Kommentare

Letzte Besucher

Filmtagebuch durchsuchen