

James-Bond-Serie #10: THE SPY WHO LOVED ME (Lewis Gilbert, 1977)
von Tommy The Cat ·
07 Oktober 2007
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Bond Nr. 10 hatte ich als den besten mit Moore in Erinnerung. Die gestrige Sichtung war leider etwas ernüchternd. Eigentlich nur ein guter, solider Bond, aber nichts Herausragendes. Auf der einen Seite gibt es mit Curd Jürgens als Stromberg einen der besten Gegenspieler Bonds der ganzen Serie. Jürgens hat eine geradezu diabolische Ausstrahlung, die jede Szene mit ihm zu einem Genuss werden lässt. Auch sein versenkbares Unterwasserquartier ist eine Wucht. Und natürlich Jaws, eine der originellsten Figuren der Serie. Auf der anderen Seite sind die Actionszenen ziemlich mau, die Verfolgungsjagd mit dem Lotus ist beinahe langweilig (zumal dieser dem Aston Martin aus Goldfinger sowieso nicht das Wasser reichen kann) und auch der große Shoot-Out in dem Dampfer konnte mich nicht vollends begeistern. Hinzu kommt, dass Bonds Gespielin für meinen Geschmack viel zu viel Raum gewährt wird, sie wirkt beinahe wie ein schlechter Sidekick. Wie auch schon beim Vorgänger ist sie zudem alles andere als hübsch, überhaupt sind die Bondgirls in den Moore-Filmen bisher ziemliche Tröten. Die Story bietet auch nichts Neues. In Thunderball wurde ein Kampfjet mit Nuklearwaffen gestohlen, in You only live twice Spaceshuttles, nun also U-Boote. Naja. Sicher kein schlechter Film, ich fühlte mich immer noch gut unterhalten, aber irgendwie hatte ich den besser in Erinnerung.
James Bond
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