Tell him, I'm coming!
Vordergründig ein Rachethriller, mehr aber noch eine Reflexion über ein verpfuschtes Leben und der daraus resultierende Verlust der Tochter. Spannend ist weniger die Geschichte an sich, sondern vor allem die formalen Aspekte, die die innere Zerrissenheit des Protagonisten greifbar machen. Nichtlineare Erzählstruktur, viele Rückblenden, ständige Wiederholung verschiedener Szenen aus der Vergangenheit, etc. Stilmittel, die Soderbergh häufig anwendet, in ganz ähnlicher Form auch im einige Jahre später entstandenen Solaris, zu dem The Limey auch inhaltliche Parallelen aufweist. Die Besetzung ist insofern bemerkenswert als hier einige Helden vergangener Tage zum Zug kommen wie Peter Fonda, Barry Newman und natürlich Terence Stamp. Das führt dann zu so selbstironischen Szenen wie die, in der Peter Fonda seiner jungen Freundin von seinen wilden Tage mit der Harley erzählt, Easy Rider lässt grüßen. Auch toll die Idee, Szenen aus Stamps 67er Film Poor Cow zu recyclen, um Wilson als jungen Mann zu zeigen und die Anfänge seiner Beziehung mit der Mutter seiner Tochter. Die Rückblenden sind nicht immer richtig zuzuordnen. So dachte ich die ganze Zeit über, die immer wieder gezeigten Szenen, in denen Wilson nachdenklich im Flugzeug sitzt, würden seine Anreise in die USA zeigen. Erst am Ende wird klar, dass es der Rückflug nach England ist und dass die Bilder einen Mann zeigen, der von der Erkenntnis desillusioniert ist, dass er eine nicht unerhebliche Mitschuld am Tod seiner Tochter hat. So richtig bewusst wird ihm dies in dem Moment, in dem Valentine ihm erzählt, wie sie gestorben ist, und dies ist auch der Grund, warum er Valentine am Leben lässt.
The Limey ist ein ganz großartiger Film und einer der besten im Wirken Soderberghs.
Steven Soderbergh
Vordergründig ein Rachethriller, mehr aber noch eine Reflexion über ein verpfuschtes Leben und der daraus resultierende Verlust der Tochter. Spannend ist weniger die Geschichte an sich, sondern vor allem die formalen Aspekte, die die innere Zerrissenheit des Protagonisten greifbar machen. Nichtlineare Erzählstruktur, viele Rückblenden, ständige Wiederholung verschiedener Szenen aus der Vergangenheit, etc. Stilmittel, die Soderbergh häufig anwendet, in ganz ähnlicher Form auch im einige Jahre später entstandenen Solaris, zu dem The Limey auch inhaltliche Parallelen aufweist. Die Besetzung ist insofern bemerkenswert als hier einige Helden vergangener Tage zum Zug kommen wie Peter Fonda, Barry Newman und natürlich Terence Stamp. Das führt dann zu so selbstironischen Szenen wie die, in der Peter Fonda seiner jungen Freundin von seinen wilden Tage mit der Harley erzählt, Easy Rider lässt grüßen. Auch toll die Idee, Szenen aus Stamps 67er Film Poor Cow zu recyclen, um Wilson als jungen Mann zu zeigen und die Anfänge seiner Beziehung mit der Mutter seiner Tochter. Die Rückblenden sind nicht immer richtig zuzuordnen. So dachte ich die ganze Zeit über, die immer wieder gezeigten Szenen, in denen Wilson nachdenklich im Flugzeug sitzt, würden seine Anreise in die USA zeigen. Erst am Ende wird klar, dass es der Rückflug nach England ist und dass die Bilder einen Mann zeigen, der von der Erkenntnis desillusioniert ist, dass er eine nicht unerhebliche Mitschuld am Tod seiner Tochter hat. So richtig bewusst wird ihm dies in dem Moment, in dem Valentine ihm erzählt, wie sie gestorben ist, und dies ist auch der Grund, warum er Valentine am Leben lässt.
The Limey ist ein ganz großartiger Film und einer der besten im Wirken Soderberghs.
Steven Soderbergh
Zitat
Vollste Zustimmung! Würde sogar sagen: Der Beste
http://www.filmforen...post__p__472894