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In meiner Wut wieg' ich vier Zentner (bzw. Kung Fu im Wilden Westen, 1975)
von Rolando ·
14 Februar 2010
Aufrufe: 724
http://www.imdb.com/title/tt0071784/
Hierbei handelt es sich - trotz der beiden außergewöhnlich dämlichen Filmtitel - um eines der ganz großen Highlights im filmischen Schaffen des Herrn Antonio Margheriti (gedreht wurde das Meisterwerk anno 1975), ein hervorragender Mix aus Western und Eastern, und mit Lee Van Cleef und Lo Lieh kommen hier zwei Superstars dieser beiden Genres erstmals (und auch zum einzigen Mal) in einem Film zusammen. Immerhin produziert vom Hollywood-Riesen Columbia Pictures in Zusammenarbeit mit der legendären Eastern-Schmiede Shaw Brothers ...
Und genau so muss gute Unterhaltung aussehen: Lee Van Cleef spielt einen Kleinganoven, welcher in eine Bank einbricht, wobei durch einen Unfall ein reicher Chinese stirbt. Dieser hat von einem mächtigen chinesischen Clan Unmengen von Geld erhalten, welches nun spurlos verschwunden ist. Deshalb wird sein Neffe, verkörpert von Lo Lieh, von ebendiesem Clan unter Druck gesetzt, das Geld wieder zu beschaffen, und wird zu diesem Zweck in den Wilden Westen geschickt. Dort befreit er Lee Van Cleef, dessen Hinrichtung bevorsteht, aus dem Gefängnis, um mit ihm gemeinsam das Geld zu finden. Was nicht leicht ist, denn der reiche Onkel hat eine Art Schatzkarte auf die Hinterteile von vier verschiedenen Frauen (u. a. dargestellt von Femi Benussi und Erika Blanc) tätowiert. Und eine der Frauen ist verheiratet mit einem Herrn namens Yancey Hobbitt, welcher ein berüchtigter Ex-Bandit ist, der nun als christlich-fundamentalistischer Prediger sein Unwesen treibt und Sünder erschießt. Und als er von dem Schatz erfährt, ist er den Protagonisten auch auf den Fersen ...
Und Antonio Margheriti hat mit seinen Filmen sogar bei Quentin Tarantino einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sodass er in "Inglorious Basterds" kurz erwähnt wird. Und wenn man sich diesen Film ansieht, dann kann man das auch wirklich sehr gut nachvollziehen, denn Antonio zieht hier wirklich alle Register seines inszenatorischen Könnens. Der irre religiöse Fundamentalist ist wirklich einer der besten Western-Bösewichte, die ich jemals gesehen habe. Gemimt wird er von einem Spanier namens Julián Ugarte, mittlerweile leider verstorben und leider nie zu der ihm eigentlich gebührenden Berühmtheit gelangt. Was wirklich sehr bedauerlich ist, denn er spielt diese Rolle so derart brillant, das hätte außer ihm höchstens Klaus Kinski in dieser Form geschafft. Für Shaw-Brothers-Verhältnisse geht es hier (trotz der FSK-18-Freigabe) relativ unblutig zu, was vermutlich an den koproduzierenden Columbia Pictures liegt. Und Pasolini-Darstellerin Femi Benussi sowie Exploitation-Legende Erika Blanc sind optisch auch nicht zu verachten ...
Kurz zusammengefasst: Dieser Film bietet exzellente Action-Unterhaltung und ist wirklich ein Muss!
Hierbei handelt es sich - trotz der beiden außergewöhnlich dämlichen Filmtitel - um eines der ganz großen Highlights im filmischen Schaffen des Herrn Antonio Margheriti (gedreht wurde das Meisterwerk anno 1975), ein hervorragender Mix aus Western und Eastern, und mit Lee Van Cleef und Lo Lieh kommen hier zwei Superstars dieser beiden Genres erstmals (und auch zum einzigen Mal) in einem Film zusammen. Immerhin produziert vom Hollywood-Riesen Columbia Pictures in Zusammenarbeit mit der legendären Eastern-Schmiede Shaw Brothers ...
Und genau so muss gute Unterhaltung aussehen: Lee Van Cleef spielt einen Kleinganoven, welcher in eine Bank einbricht, wobei durch einen Unfall ein reicher Chinese stirbt. Dieser hat von einem mächtigen chinesischen Clan Unmengen von Geld erhalten, welches nun spurlos verschwunden ist. Deshalb wird sein Neffe, verkörpert von Lo Lieh, von ebendiesem Clan unter Druck gesetzt, das Geld wieder zu beschaffen, und wird zu diesem Zweck in den Wilden Westen geschickt. Dort befreit er Lee Van Cleef, dessen Hinrichtung bevorsteht, aus dem Gefängnis, um mit ihm gemeinsam das Geld zu finden. Was nicht leicht ist, denn der reiche Onkel hat eine Art Schatzkarte auf die Hinterteile von vier verschiedenen Frauen (u. a. dargestellt von Femi Benussi und Erika Blanc) tätowiert. Und eine der Frauen ist verheiratet mit einem Herrn namens Yancey Hobbitt, welcher ein berüchtigter Ex-Bandit ist, der nun als christlich-fundamentalistischer Prediger sein Unwesen treibt und Sünder erschießt. Und als er von dem Schatz erfährt, ist er den Protagonisten auch auf den Fersen ...
Und Antonio Margheriti hat mit seinen Filmen sogar bei Quentin Tarantino einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sodass er in "Inglorious Basterds" kurz erwähnt wird. Und wenn man sich diesen Film ansieht, dann kann man das auch wirklich sehr gut nachvollziehen, denn Antonio zieht hier wirklich alle Register seines inszenatorischen Könnens. Der irre religiöse Fundamentalist ist wirklich einer der besten Western-Bösewichte, die ich jemals gesehen habe. Gemimt wird er von einem Spanier namens Julián Ugarte, mittlerweile leider verstorben und leider nie zu der ihm eigentlich gebührenden Berühmtheit gelangt. Was wirklich sehr bedauerlich ist, denn er spielt diese Rolle so derart brillant, das hätte außer ihm höchstens Klaus Kinski in dieser Form geschafft. Für Shaw-Brothers-Verhältnisse geht es hier (trotz der FSK-18-Freigabe) relativ unblutig zu, was vermutlich an den koproduzierenden Columbia Pictures liegt. Und Pasolini-Darstellerin Femi Benussi sowie Exploitation-Legende Erika Blanc sind optisch auch nicht zu verachten ...
Kurz zusammengefasst: Dieser Film bietet exzellente Action-Unterhaltung und ist wirklich ein Muss!
Als weitere Exemplare einer exzellenten Eastern-Western-Mischung wären zum Beispiel Kiru! und Rivalen unter roter Sonne zu nennen.