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Meine Reise durch die unendlichen Weiten der Filmgeschichte





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General Custers letzte Schlacht (1991)



General Custers letzte Schlacht (1991)

Dieser amerikanische TV-Zweiteiler schildert die militärische Karriere von General Custer (hier dargestellt von Gary Cole): Kriegsheld im US-Bürgerkrieg, rücksichtsloses Verhalten gegenüber seinen Soldaten, Massaker unter den Indianern, und schließlich das bittere Ende anno 1876 am Little Big Horn, als Custer mit 200 Soldaten einer Übermacht von 3000 Indianern gegenübersteht.

General Custer war über Jahrzehnte hinweg Thema vieler Hollywood-Western, unter anderem Robert Siodmaks unfassbar dummes und unkritisches Machwerk "Ein Tag zum Kämpfen" oder Michael Curtiz' "Sein letzter Ritt" mit Errol Flynn (den habe ich noch nicht gesehen, nur den Trailer). Und der TV-Zweiteiler ist sicherlich kein großer Meilenstein in der Geschichte des Westerns, aber zweifellos gut gemacht. Und auch wenn die Besetzung kaum mit großen Namen aufwarten kann, machen die Schauspieler ihre Arbeit durch die Bank gut: Rosanna Arquette als Custers Frau ist hier besonders hervorzuheben. Und Dean Stockwell spielt einen gewissen General Sheridan, welcher aber keinen allzu großen Platz in der Custer-Geschichte einnimmt.
Abschließend bleibt zu sagen, dass dies der wohl objektivste aller Custer-Filme ist, und bei einem derart emotionalen Thema Objektivität walten zu lassen, ist eine ganz große inszenatorische Leistung, die nicht jeder beherrscht. Und der Film sieht relativ aufwendig aus, auch wenn er die Opulenz von "Sein letzter Ritt" und "Ein Tag zum Kämpfen" nicht erreicht. (Diese beiden Filme wurden aber auch für die Leinwand produziert und nicht fürs TV.) Obwohl der Film insgesamt keinen bleibenden Eindruck hinerlässt, ist er inhaltlich der beste aller Custer-Filme, und man macht nicht viel falsch, wenn man einmal einen Blick darauf wirft.




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