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Watch Those Candles - Part 2


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Dog Day Afternoon


Dog Day Afternoon (Sidney Lumet/USA/1975)


Und gleich der nächste Film von Sidney Lumet und das wieder mal mit, dem auch hier genialen, Al Pacino. Sidney Lumet fackelt nicht lange und wirft uns, nach ein paar Aufnahmen von Stadt und Leuten, direkt ins Geschehen. Ich hatte den Film vor ein paar Jahren schon mal gesehen und fand ihn gut aber etwas langatmig. Dieses Mal hatte ich einen komplett anderen Eindruck! Sidney Lumet hält die Spannung bis zum Schluss und ich fand keine Minute unnötig oder zu lange. Auch dieses Mal, ich wiederhole mich da gerne, ist es vor allem Al Pacino der einem permanent vorm Bildschirm hält und mal wieder ne faszinierende Vorstellung gibt. Damit will ich keinesfalls den Rest des Films schmälern, denn meiner Meinung nach stimmt auch beim Rest alles. Ich bin halt nur immer wieder begeistert von Al Pacino und bin mittlerweile etwas schockiert über seine Anzahl an Oscars (was natürlich im Endeffekt nichts über seine Qualität aussagt, da gibt's ja auch genügend andere Darsteller die oft genug übergangen wurde).

Egal jetzt, jedenfalls hat Sidney Lumet alles richtig gemacht. Der Film ist wenn man Länge, Ausführung und Situation betrachtet sehr dynamisch und zudem emotional und spannend und auch nicht ganz frei von Humor. Wenn ich ihn jetzt z.B. mit dem gestern gesehenen "Serpico" vergleichen müsste (soweit das möglich ist) würde ich "Dog Day Afternoon" sogar noch bevorzugen!


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Serpico


Serpico (Sidney Lumet/USA/1973)

Mit "Serpico" hat Sidney Lumet für viele Leuten einen der besten Cop-Filme ever gedreht, der Film gilt als großer Klassiker. Zum Glück konnte ich mich dem Streifen relativ unbefangen nähern, denn Aushängeschilder wie "großer Klassiker" sagen mir nicht viel und interessieren mich auch mittlerweile relativ wenig. Trotzdem würde ich der allgemeinen Meinung über "Serpico" zustimmen! So ist Sidney Lumet nich nur ein toller Cop-Film gelungen sondern auch eine fesselnde Charakterstudie, vorgetragen von einem, mal wieder, grandiosen Al Pacino!
Der Film nimmt sich viel Zeit für seine Geschichte und vor allem für seinen Charakter. Manche finden das etwas ermüdend, was ich zwar nachvollziehen kann aber nicht so empfinde. Ich finde den Film zu jeder Zeit fesselnd und interessant, was wirklich auch zu einem beachtlichen Teil an Al Pacino liegt, man klebt einfach völlig an ihm!
Ein weiteres Highlight ist die tolle Atmosphäre die durch die Schauplätze und das ganze 70er Flair aufkommt. In der Hinsicht ist "Serpico" ziemlich herausragend! Nicht zu vergessen Al Pacino's Look, mit Jesus-Frisur und Hippie-Look!


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The Chamber


The Chamber (James Foley/USA/1996)


Ich muss ja sagen das ich eigentlich ein ziemlich großer Fan von John Grisham Verfilmungen bin. Dazu muss ich sagen das ich keines seiner Bücher bisher gelesen habe, kann also schlecht über gute oder schlechte Umsetzungen reden.
Sicherlich sind auch nicht alle Verfilmungen auf allen Ebenen meisterlich aber sie haben mir bisher doch immer gut, sehr solide und spannende Unterhaltung geliefert, außerdem spielt meistens Gene Hackman mit. So natürlich auch in "The Chamber, wo er mir besonders gut gefallen hat. Man kann diesen Charakter sicherlich verteufeln aber Gene Hackmans Darstellung ist perfekt und geht ans Herz. Sowieso lässt sich bei diesem Film darstellerisch nichts bemängeln.

Weiterhin lässt sich feststellen das "The Chamber" ruhiger und weniger reißerisch als andere Grisham Verfilmungen oder Filme mit ähnlicher Thematik daherkommt. Auch wenn sich der Film jetzt vielleicht nicht ganz klar positioniert so wird das Ende wohl einige Leute mit einem unwohlen Gefühl zurückgelassen haben! Weiter will ich auf den Inhalt auch nicht eingehen!

Insgesamt also wieder ein, spannender und sehr solider Film mit tollen Darstellern!


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Jab Tak Hai Jaan (Solange Ich Lebe)


Jab Tak Hai Jaan (Yash Chopra/Indien/2012)

Dann sag noch jemand das man Märchen über die Liebe heute nicht mehr drehen kann. Yash Chopra hat es mal wieder geschafft, zu meinem tiefen bedauern leider zum letzten mal, denn er ist kurz nach den Dreharbeiten verstorben.
Ich hatte ja zuerst meine bedenken, denn auch Yash Chopra kommt um ein moderneres Szenario nicht mehr herum und ich gehöre zu denen die das immer bedauern. Versteh mich keiner falsch, ich meine damit nicht die Offenheit was Sex oder moderne Beziehungen betrifft, in der Hinsicht hat mich der film auch Überrascht. Im allgemeinen kann ich halt z.B. nur nicht allzu viel mit dieser ach so hippen Modernität und Coolness anfangen die vor allem in indischen Filmen immer noch aufgesetzt und lächerlich wirkt und alles andere als cool ist aber trotzdem exzessiv zelebriert wird. Egal, denn so sehr ich mich auch über manche Dinge auslassen und meckern könnte,so einfach fegt Yash Chopra das alles mit seinen großen Gefühlen weg. Manchmal frage ich mich wie er das trotz allem immer wieder schafft. Er spart nicht an Kitsch und Drama und theoretisch kann man vieles als arg konstruiert ansehen aber verdammt noch mal, es haut rein und ist einfach unwiderstehlich. Und das ist dann auch im Moment alles was ich zu sagen habe. Im Endeffekt ist es ihm wieder mal geglückt, "Solange ich Lebe" ist ein wunderbarer und würdiger letzter Film eines großen Regiesseurs, dem ich allein schon wegen "Veer und Zaara" ewig dankbar sein werden. Ich sehe in Indien kaum jemanden der ähnliche Liebesepen derart realisieren könnte.


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12 Monkeys + Filme der letzten Wochen


12 Monkeys (Terry Gilliam/USA/1995)

Ich kann mich nicht mit allen von Gilliam's Werken anfreunden, auch wenn ich da in nächster Zeit mal wieder nachhaken werde. "12 Monkeys" ist allerdings ein Film der mich schon immer fasziniert hat und diese Faszination ist auch weiterhin ungebrochen. Wenn man von all den zu entdeckenden Details mal absieht so ist es vor allem Dinge wie der Look und die geniale Atmosphäre, die aus Gilliam's Stil heraus entstehen, die mich immer wieder begeistern. Wenn dies dann alles noch mit einer spannenden und gleichsam faszinierenden Endzeit/Zeitreise-Geschichte verbunden wird dann geht es eigentlich nicht mehr besser. Bei all dem Lob das Willis hier verdient hat sind es auch immer wieder Madeleine Stowe und vor allem Brad Pitt die mich begeistern. In "12 Monkeys" zeigt Brad Pitt für mich eine seiner interessantesten und besten Darstellungen seiner bisherigen Karriere. Wie dem auch sei, "12 Monkeys" ist trotz vertrauter Elemente ein ganz einzigartiger und genialer Film, was eben eindeutig Terry Gilliam zu verdanken ist. Ob man seinen Stil jetzt mag oder nicht ist Geschmacksache, ich bin wiegesagt i Zwiespalt aber hier hat er alles richtig gemacht!


Jetzt was Anderes
Konnte in letzter Zeit zwar wieder viele Filme sehen, bin aber mit Einträgen und Geschreibe nicht mehr hinterher gekommen. Deshalb trage ich auch einfach mal ein paar Sachen nach, einfach nur mit Punktwertung und fertig. Hoffe das ich in Zukunft wieder etwas besser hinterher komme, sehen ist aber immer noch wichtiger als schreiben :D.


Brubaker (Stuart Rosenberg/1980) 9/10
The Shawshank Redemption (Frank Darabont/1994) 10/10
The Game Plan (Andy Fickman/2007) 6,5/10
Gridiron Gang (Phil Joanou/2006) 6/10
The Help (Tate Taylor/USA/2011) 9/10
Welcome To The Jungle (Peter Berg/USA/2003) 7,5/10
Poltergeist (Tobe Hooper/USA/1982) 8,5/10
On Golden Pond (Mark Rydell/USA/1981) 8,5/10
Here Comes The Boom (Frank Coraci/USA/2012) 8/10
The Waterboy (Frank Coraci/USA/1998) 7/10
That’s My Boy (Sean Anders/USA/2012) 8/10
Dark Shadows (Tim Burton/USA/2012) 7/10
American Gangster (Ridley Scott/USA/2007) 9/10
The Hurricane (Norman Jewison/USA/1999) 8/10
John Q (Nick Cassavetes/USA/2002) 5,5/10
What Lies Beneath (Robert Zemeckis/USA/2000) 6,5/10
Life Of Pi (Ang Lee/China/USA/2012) 9/10
Under Suspicion (Stephen Hopkins/USA/FR/2000) 6/10
Seven Years In Tibet (Jean-Jaques Annaud/USA/1997) 7,5/10
Frankenstein (James Whale/USA/1931) 7/10
The Birds (Alfred Hitchcock/USA/1963) 8/10
Witness (Peter Weir/USA/1985) 8/10
Amistad (Steven Spielberg/USA/1997) 8/10
The Guard (John Michael McDonagh/Irland/2011) 7/10
Prometheus (Ridley Scott/USA/2012) 8,5/10
The Last Stand (Kim Ji-woon/USA/2013) 6,5/10
Black Swan (Darren Aronofsky/USA/2010) 8,5/10
Desk Set (Walter Lang/USA/1957) 8/10


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Filme der letzten Wochen Part 2


The Golden Child (Michael Ritchie/USA/1986)

Auch so ein Film den ich als Kind sehr oft gesehen habe. Damals hat er noch die verschiedensten Gefühle in mir ausgelöst. Auch heute halte ich "The Golden Child" immer noch für einen merkwürdigen Genre-Mix, den man in der Art sicher selten zu sehen bekommt. Im Endeffekt ist das Alles aber auch nur eine große Bühne für Eddie Murphy's Scherze und sonstige Eskapaden. Insgesamt sicher nich Murphy's bester Streifen aber ich finde ihn weiterhin recht unterhaltsam. Alle Jahre wieder!


The Rock (Michael Bay/USA/1996)

Für mich mittlerweile schon ein moderner Action-Klassiker. Egal was man jetzt von Michael Bay oder auch speziell dieser Story hält, "The Rock" geht von Anfang bis Ende einfach nur ab. Man bekommt quasi kaum ne Atempause und wenn doch, dann hat der Film ja immer noch seine guten Darsteller die auch noch allesamt sehr gut aufgelegt sind. Viel mehr gibts nicht zu sagen, "The Rock" ist einfach ein geiler Streifen!


The Descendants (Alexander Payne/USA/2011)

Ganz wunderbarer Film der dazu auch noch einen ganz wunderbaren Schauplatz bietet. Wenn man dem Film böse will so kann man behaupten das er schon irgendwie ein typischer Publikums -bzw. Kritikerliebling ist. Mehr vielleicht noch als etwa "About Schmidt". Andererseits ist das auch völlig egal, denn für mich funktioniert er einfach hervorragend und das auf der vollen Bandbreite. Ich war ergriffen, glücklich und konnte auch lachen. Alexander Payne hat hier also, trotz einiger Klischees, alles richtig gemacht! Grosses Lob auch für die Darsteller, die haben mir allesamt sehr viel Spass gemacht, selbes gilt auch für die Musik! Einer der besten Filme die ich dieses Jahr gesehen habe.


Police Story 2 (Jackie Chan/HK/1988)

Auch ein Film den ich mir schon oft angesehen habe und immer wieder mal gerne schaue. Dennoch muss ich sagen das er fast ne Liga unter "Police Story" spielt. Klar, auch hier gibt es herausragende Szenen, ich denke da z.b. an die Fights auf dem Spielplatz oder im Restaurant. Auch das Finale muss natürlich genannt werden, wenn es dann mal zur Sache geht dann richtig! Insgesamt ist dieser zweite Teil auch etwas düsterer und nicht mehr ganz so witzig wie sein Vorgänger. Ja, irgendwie zündet das alles nicht so gut wie im Vorgänger und irgendwie hab ich das Gefühl das alles nicht so richtig in die Gänge kommt. Trotzdem, es gibt einiges zum staunen und gut ansehen kann man sich den Film auf jeden Fall!


Lawless (John Hillcoat/USA/2012)


Diesen Film hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm und bin eher zufällig darüber gestolpert (obwohl John Hillcoat mir mittlerweile bekannt sein sollte). Umso überraschter und begeisterter bin ich von diesem tollen Gangster-Film! "Lawless" ist jetzt nicht sonderlich innovativ oder gar schwer vorhersehbar aber er funktioniert hervorragend. Das liegt sicherlich zu einem ganz grossen Teil an den tollen Darstellern die allesamt sehr markant sind und ihre Sache toll machen. Ganz besonders wird einem sicherlich Guy
Pearce als "super-ekliger" Deputy in Erinnerung bleiben, tolle Vorstellung! Der Film ist auch unheimlich atmosphärisch, spannend und auch noch nett anzusehen. Hinzu kommt noch das er, auch gemessen an seiner Freigabe, einfach knüppelhart ist. Tja, einfach ein geiler Streifen!



Psycho (Alfred Hitchcock/USA/1969)

In letzter Zeit habe ich wieder mehrere Hitchcockfilme gesehen und ich finde "Psycho", so hoch er auch angesehen ist, ist einer der schlechter gealterten Filme des Meisters. Ich will hier nicht gegen den Strom schwimmen oder so aber den Eindruck kann ich einfach nicht abschütteln. Sicherlich hat Hitchcock den Film wieder einmal perfekt inszeniert und überlässt nichts dem Zufall, alles andere ist mir aber etwas zu "simpel" und teilweise auch uninteressant. Trotztdem hat der Film natürlich seine Momente, am beeindruckendsten ist immer noch die Szene im Keller. Wie dem auch sei, nach mehrmaligem Ansehen gehört er nicht ganz zu meinen Hitchcock-Favoriten.


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Filme der letzten Wochen Part 1


Immortals (Tarsem Singh/USA/2011)


Tarsem Singh gehört auf jeden Fall zu den Regiesseuren die ihren eigenen Stil haben. Besonders für das Auge gibt es immer wieder Erstaunliches und Schönes zu sehen, wenn man darauf steht. Für mich hing jedoch der Inhalt immer ein Stück hinterher, ob nun bei "The Cell" oder auch "The Fall". Diese Filme sind ohne Zweifel faszinierend und auf ihre Weise auch schön aber für mich auch irgendwie steril und inhaltlich dünn. All dies trifft auch auf "Immortals" zu, er sieht faszinierend aus und bietet einige erstaunliche Szenen, aber hinter der dünnen Geschichte und den tollen Kostümen steckt auch nicht viel mehr als hinter einem "300" oder ähnlichen Filmen. Das soll nicht heißen das er nicht unterhält, denn Spass hat er mir ohne Zweifel gemacht. Die Story ist zwar simpel aber zweckdienlich und die Action ist doch sehr, sehr blutig. Highlights sind in der Hinsicht Ares mit seinem Hammer und der Kampf an dem alle Götter beteiligt sind. Wie dem auch sei, im Endeffekt ist "Immortals" und solider Film der gut aussieht, nicht weniger aber leider auch nicht mehr.


The Thing (John Carpenter/USA/1982)

Ich weis auch nicht so recht, mit "The Thing" werde ich einfach nicht richtig warm. Ich will hier keine heilige Kuh schlachten aber Carpenter's Film hat mir noch nie ganz zugesagt. Ich mag zwar die Atmosphäre und auch die Effekte sind immer noch super aber er ist mir im Endeffekt immer etwas zu langweilig. Inhaltlich mag er tiefer greifen als spätere Filme von Carpenter, aber mir ist das alles zu behäbig. Ist aber egal, ich erkenne seine Klasse natürlich trotzdem an und er hat definitiv seine Momente, es gibt aber einfach Filme mit denen man nicht warm wird und "The Thing" ist so ein Fall bei mir.

Star Trek (J.J.Abrams/USA/D/USA)

Ich war schon ziemlich beeindruckt und glaube das sich JJ Abrams noch zu nem ganz großen mausern wird. Jedenfalls ist "Star Trek" ein sehr gelungener Neuanfang für die beliebte Serie. Es wird ein wenig mehr auf spektakuläre Action gesetzt, das schadet dem Ganzen aber überhaupt nicht. JJ Abrams und sein Team haben in der Hinsicht ein paar beeindruckende Momente kreiert. Auch die "neue" Crew war mir sofort sympathisch und ich hab mitgefiebert. Zudem macht der Film auch Lust auf die alten Filme, besser gehts also nicht. Für mich wird hier alt und neu sehr gut miteinander Verbunden und ich freu mich auf Teil 2.


The Descent (Neil Marshall/GB/2005)

Das war jetzt schon meine dritte Sichtung und ich meine immer noch das Neil Marshall hier einen der besten und spannendsten Horrorfilme der letzten Jahre gedreht hat. Sicherlich hat auch "The Descent" teilweise seine Probleme bei Realismus und Logik, wenn man das bei einem Film wirklich immer alles braucht. Die Story ist auch dünn aber so wichtig ist sie bei diesem Szenario auch nicht. Denn der wirkliche Star des Films ist nämlich sein absolut unheimlicher und im wahrsten Sinne des Wortes beklemmender Schauplatz. Vor allem vom Feeling wurde das alles unfassbar gut umgesetzt und ich behaupte ja immer noch das ich fast auf die Monster verzichten könnte, so spannend und unheimlich ist dieses Szenario. Viele Horror-Filme verwechseln ja heute Horror und Spannung mit Brutalität, "The Descent" hat alles und auch reichlich davon. Trotz nerviger Frauengruppe und dem ein oder anderen kleinen Problem ist der Film ziemlich toll!


The Descent 2 (John Harris/GB/2009)

Der Film fängt da an wo der Erste aufgehört hat und im Prinzip passiert wieder das Gleiche, nur ist der zweite Teil vielleicht noch etwas blutiger. Zu meinem erstaunen ist aber auch dieser zweite Teil sehr gut gelungen und das Szenario funktioniert nochmals hervorragend. Einzig das Ende ist ein wenig doof, im Prinzip ist alles in Ordnung bis dann dieser Twist kommt. Ich weis ja nicht ob ein dritter Teil geplant war, aber ohne diese Intention ist das Ganze unnötig. Im Endeffekt passt es aber irgendwo zum gnadenlosen Ton der beiden Filme.


Copland (Director's Cut) (James Mangold/USA/1997)

Zählt für mich immer noch zu den besten Filmen mit Stallone. Keine Ahnung was ich gross sagen soll, die Story ist zwar alles andere als innovativ aber die genialen Darsteller bringen einfach verdammt viel Spannung rein und machen das alles zu etwas Besonderem. Auch Stallone's Figur hat mir verdammt gut gefallen! Ja, manche Filme mag man eben, fertig ;).


Payback (Brian Helgeland/USA/1999)

Auch ein Film den ich mir immer wieder gerne mal ansehe. Er ist noch nicht ganz so ausgeflippt und blutig wie einige der heutigen Rache-Filme aber das geht schon klar. Mel Gibson ist hier mal wieder besonders hart und cool und es macht einfach Spass zu sehen wie er die Lage im Griff hat, jedenfalls fast immer! Immer wieder unterhaltsam!


Army Of Darkness (Sam Raimi/USA/1992)

Ich werde mit dem Film wohl nie richtig warm werden, ähnlich wie auch bei "The Evil Dead". Ich mag zwar die Effekte aber alles Andere, sowie auch der Unterhaltungswert, ist für mich ziemlich dürftig. Kann seinen Kultstatus zwar durchaus nachvollziehen, ich werd aber wiegesagt nicht richtig warm mit dem Zeug und dem großen Teil von Raimi's anderen Werken!


Police Story (Jackie Chan/HK/1985)

Bin immer noch jedes Mal begeistert wenn ich "Police Story" sehe! Was für ein geiler Film! Das war die goldene Zeit von Jackie Chan, einem grossen Held meiner Jugend den ich wohl immer lieben werde. "Police Story" entstammt wie schon gesagt einem goldenen Zeitalter(sowohl was Jackie als auch das HK-Kino betrifft) und gehört ohne Zweifel zu Jackie's besten Filmen und Regiearbeiten. Auch die Action ist immer noch erstaunlich und hat nichts von ihrer Kraft verloren. Allein wenn ich schon an das Finale im Kaufhaus denke werde ich ganz euphorisch und bin sofort zurück in den guten alten Zeiten. Auch der massenhaft vorkommende Humor trifft genau meinen Geschmack und all das macht "Police Story" zu einem meiner Lieblingsfilme!


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Filme der letzten Tage Part 3


Summertime (David Lean/USA/GB/1955)


Endlich ein weiterer Film von David Lean den ich entdecken konnte. Nachdem ich seine "grossen" Werke ja nun alle gesehen habe war "Summertime" nun der erste kleinere Film den ich von Lean gesehen habe. Wo soll ich anfangen?? Der Film sieht mal wieder prächtig aus, Venedig bietet sich zwar für wunderbare Bilder geradezu an, aber die tolle Kamerarbeit zieht sich durch alle mir bekannten Lean-Filme. Jedenfalls ist das Ganze wunderbar anzusehen. Das nächste Plus ist Katharine Hepburn, ich bin ja grosser Fan von ihr und mag sie eigentlich viel mehr als ihre Schwester Audrey. Audrey mag objektiv gesehen ne ausergewöhnliche Schönheit sein aber ich finde Katharine einfach viel interessanter und das auch optisch. Naja, hier ist sie ja dann auch schon etwas älter und entsprechend gut ist ihre Darstellung. Sie gibt dem Film jedenfalls das gewisse Etwas.
Zudem ist die Geschichte auch relativ offenherzig und wohl auch brisant für die damalige Zeit. Das muss man ihm jetzt nicht unbedingt als positiv anrechnen, aber es trägt doch viel zur Natürlichkeit des Geschehens bei und macht das ganze ziemlich unverkrampft. Naja, aber was laber ich eigentlich so viel. "Summertime" ist ein grösstenteils zauberhafter Film irgendwo zwischen Romanze, Drama und Tragikkomödie den man sich nicht entgehen lassen sollte, auch wenn er mich jetzt nicht ganz so gepackt hat wie andere Lean-Filme.



Nighthawks (Bruce Malmuth/USA/1981)

Stallone geht hier optisch mal einen anderen Weg und das ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig :D. Ansonsten kann ich nicht viel ausergewöhnliches and diesem Film feststellen auser das er vielleicht nicht so ganz in Stallone's sonstige Rollenwahl bzw. Filmwahl fällt und das er recht kantig und schnörkellos ist. Insgesamt wurde ich ganz passabel unterhalten. "Nighthawks" ist sicherlich in Stallone's Filmographie etwas ausergewöhnlich, zu seinen stärkeren Filmen zähle ich ihn aber nicht.



Mr. Hobbs Takes A Vacation (Henry Koster/USA/1962)

Sehr lustiger Klassiker mit James Stewart! Wie so immer bei solchen Filmen kann manches sicherlich etwas angegraut wirken im Vergleich mit unserem heutigen Zeitalter. Ich geb da eigentlich nicht viel drauf, denn ein guter Film setzt nie Staub an und ich kann über die meisten heutigen Komödien auch nicht wirklich MEHR lachen. Egal, der Film ist einfach super sympathisch und macht grossen Spass. Höhepunkt ist für mich James Stewart als Vogelkundschafter, da musste ich schon sehr lachen.


Men Who Stare At Goats (Grant Heslov/USA/2009)

Einer dieser Filme die man entweder mag oder hasst. Er hat einfach was Spezielles das eben nicht überall ankommt. Mir hat er insgesamt sehr viel Freude bereitet und den Darstellern sicherlich auch, jedenfalls glaube ich ihnen das anzusehen. Inhaltich ist das auch alles höchst amüsant und was den Wahrheitsgehalt angeht so hält man es am besten mit den ersten Worten des Films:" Es stimmt mehr als man vielleicht glauben würde." Joa, für mich ein sehr schöner Film mit dem Herz am richtigen Fleck, sicherlich nicht für jeden was aber dafür ist er was Besonderes.


Tango & Cash (Andery Konchalovsky/Albert Magnoli/USA/1989)

Bei aller Liebe für das Duo Stallone und Kurt Russel bleibt trotzdem ein relativ fahler Nachgeschmack. Die erste Hälfte ist ziemlich amüsant und auch sonst ist alles ganz ok. Das Ganze wirkt aber auf mich auch etwas lieblos und "hingeschludert" obwohl der Film handwerklich natürlich ok ist. "Tango And Cash" ist ganz ok, zu meinen Lieblingen aus dern 80er Jahren zählt er aber nicht.


The Bone Collector (Phillip Noyce/USA/1999)

Insgesamt ganz passabler Serienkiller/Ermittlerfilm, mit Schwerpunkt auf Spurensuche und Forensik. Hat seine spannenden Stellen, ist aber sowohl inhaltlich als auch handwerklich nicht viel mehr als solide Standartkost. Das Plus des Films sind die guten Darsteller, damals hat mich Angelina Jolie z.B. noch nicht genervt und Denzel Washington ist für mich eh fast immer ne sichere Bank. So ist "The Bone Collector" insgesamt ein guter Zeitvertreib, dank seiner Darsteller und einigen spannenden Passagen aber eben nicht wirklich etwas Besonderes.


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Filme der letzten Tage Part 2


The Avengers (Joss Whedon/USA/2012)


Die größtenteils sehr guten und mächtig unterhaltsamen Einführungsfilme für die Mitglieder der Avengers haben die Vorfreude auf diesen Film natürlich gesteigert. Skeptisch war ich trotzdem, die Skepsis hat sich aber schnell in Luft aufgelöst. Man hat es wirklich geschafft all diese Charaktere in eine homogen wirkende Geschichte zu packen die alles erfüllt was ich von einem Superhelden-Spektakel erwarte. Die Action ist einfach bombastisch und exzellent in Szene gesetzt und jeder der Charaktere hat seine Momente. Für mich hatten aber auf jeden Fall Hulk und Iron Man die besten Szenen. Ja, was soll man sagen? Perfekte Unterhaltung.



Driving Miss Daisy (Bruce Beresford/USA/1989)

Irgendwie besteht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Oscar-Gewinnern der letzten Jahre und diesem älteren Gewinner. Alles Filme die gut und nett sind aber keinem weh tun. Das klingt jetzt vielleicht etwas zu negativ, so mein ich es aber nicht, denn vor allem "Driving Miss Daisy" ist ein wirklich schöner und herzerwärmender Film. Er lebt dabei vor allem von seinen feinen Darstellern und ihrem hochsympathischen Spiel. Mehr gibts da im Moment nicht zu sagen, ich mag den Film sehr.


Tears Of The Black Tiger (Wisit Sasanatieng/Thailand/2000)

Es gibt sie alle paar Jahre mal, diese seltenen Glücksfälle bei denen ein Film rauskommt bei dem wirklich alles stimmt und wirklich alle Komponenten perfekt und unverkrampft harmonisieren. "Tears Of The Black Tiger" ist so ein Fall. Ich kann mir fast nicht vorstellen wie ein gestandener Film-Fan, der mit allen Genres was anfangen kann und vielleicht noch auf Klassiker steht, nicht in irgendeiner Weise Freude an diesem Film haben kann. Das "Tears Of The Black Tiger" nebenbei einer der besten thailändischen Filme ist versteht sich da von selbst.

Looper (Rian Johnson/USA/2012)

Ich kann nur immer wieder sagen das ich grosser Fan von allen Filmen mit Zeitreisethematik bin. Auch "Looper" hat mir ziemlich gut gefallen. Zwar hält er sich zumindest was Optik und Schauplätze angeht zurück wenns um Futuristisches geht. Dafür ist die Idee ziemlich gut und auch spannend umgesetzt. Der Film bringt keine grossen Mätzchen und zieht seine Sache recht schnörkellos und konsequent zu Ende. Die Sache mit dem Kind war für mich auch ziemlich gut und vor allem sehr unheimlich umgesetzt, auch wenn man es im zehnten Teil von "Scary Movie" sicherlich verarschen wird. Insgesamt ist "Looper" nicht ganz der erwartete Knaller aber er hat mir sehr gut gefallen.


Confucius (Hu Mei/China/2010)

Insgesamt ein ziemlich ansehnlicher Historienfilm, der sich aber in der Anfangsphase zu viel und danach etwas zu wenig Zeit für seine Geschichte nimmt. Naja, Konfuzius ist in China vielleicht auch nicht ganz unumstritten von daher kann man mit dem Inhalt ganz zufrieden sein. Die Darsteller sind allesamt brauchbar und Chow Yun-fat ist sowieso immer der Boss, auch wenn seine Performance hier nicht ganz so ausergewöhnlich ist wie man es von einigen Leuten gehört hat. Ja, "Confucius" ist sicher kein Ûberflieger aber allemal sehr sehenswert.


Argo (Ben Affleck/USA/2012)

"Argo" ist mit Sicherheit einer der spannungserzeugendsten Filme die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Ansonsten ist das Ganze sicherlich sehr unterhaltsam, tut aber im Endeffekt auch keinem weh. Gefallen haben auch Alan Arkin und John Goodman, wobei auch der Rest der Darstellerriege sehr überzeugend ist. Der Film lebt wie erwähnt von seiner Spannung und seiner "verrückten" Geschichte. Guter Film, auch wenn für mich trotzdem ein wenig das Gefühl der Beliebigkeit kleben bleibt

The King's Speech (Tom Hooper/Australien/GB/2010)

Im Grunde genommen ist "The King's Speech" eigentlich ein harmloser Film der auch mal wieder keinem weh tut und irgendwie nicht besonders ambitioniert wirkt. Was Eindruck macht sind die Darsteller und ihre tollen Darbietungen, allen voran natürlich Colin Firth und Geoffrey Rush. Colin Firth hat das Stottern meiner Meinung nach sehr, sehr gut umgesetzt, ist nämlich nicht so einfach so etwas natürlich darzustellen. Ja, dank der Darsteller bleibt der Film interessant.


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Filme der letzten Tage


Waterworld (Kevin Reynolds/USA/1995)


Ich will ja nicht leugnen das Waterworld seine Probleme hat, vor allem was die Story betrifft welche sicherlich nicht immer ganz logisch ist. Das "Waterworld" aus einigen Gründen auch immer etwas trashig wirkt will ich auch nicht bestreiten, aber das ist in diesem
Fall eher positiv zu sehen. Was ich aber auch nicht zur Seite schieben will ist das Kevin Reynolds Endzeitfilm einfach verdammt unterhaltsam ist. Trotz seiner 130 Minuten ist er ziemlich kurzweilig und rasant und wird niemals langweilig. Er hat sehr sympathische Charaktere und einen völlig überzeichneten Bösewicht welcher von Dennis Hopper dementsprechend überdreht und amüsant gespielt wird. Keine Ahnung, der Film ha für mich was Besonderes,trotz seiner Schwächen und der Tatsache das er sicher einiges aus anderen Filmen kopiert. Ich mag ihn sehr!


Robin Hood: Prince Of Thieves (Kevin Reynolds/USA/1991)

Ich wünschte ich würde mich etwas besser mit der Geschichte von Robin Hood auskennen. Naja aber ich brauch irgendwie auch nicht viel Wissen um mir vorstellen zu können das Reynold's Version eher Oma's Märchenstunde entspringt. Ist aber auch egal, denn er ist ähnlich wie "Waterworld" einfach sehr unterhaltsam und sympathisch. An der Stelle von Dennis Hopper gibts hier eben Alan Rickman, welcher seine Rolle ebenso unterhaltsam spielt. In jüngeren Jahren hab ich den Film sehr gern gesehen und auch heute hab ich nichts gegen ihn!


F.I.S.T. (Norman Jewison/USA/1978)

Für viele Leute ja Stallone's beste Rolle, ich kann es zwar nachvollziehen was das Schauspiel betrifft aber bei mir führt nichts an Rocky vorbei. Egal, denn Fist ist so oder so ein vortrefflicher Film der mit ein paar mehr investierten Minuten sicherlich das Zeug zu nem grossen Klassiker gehabt hätte. Mir wurden irgendwann einfach zu viele Dinge vernachlässigt und die Story wird halt irgendwann zu sprunghaft. So bleibt am Ende eben nur noch ein sehr guter Film der das Zeug zu Größerem hatte. Egal, es gibt schlimmeres!


13 Assassins (Takashi Miike/GB/Japan/2010)

Takashi Miike dreht einen Samurai-Film mit Koji Yakusho in der Hauptrolle! Das ist etwas über das ich mich gefreut habe. Im Endeffekt wurde ich auch nicht enttäuscht. Das Takashi Miike problemlos jede Art von Film anpacken kann ist ja kein Geheimnis und so gelingt es ihm auch einen sehr guten Beitrag zum Samurai-Genre zu liefern. Was ich aber etwas schade fand ist das sich Miike zwar relativ viel Zeit für das ruhige Erzãhlen seiner Geschichte nimmt, die Charaktere aber trotzdem etwas zu kurz kommen lässt. Ich hätte mir noch etwas mehr Zeit mit ihnen und auch mehr Interaktion zwischen ihnen gewünscht. Naja, dafür bietet uns Miike aber ein beeindruckendes Finale das aus einer sicherlich über 30 Minuten langen Actionsequenz besteht. Hier gehts ordentlich zur Sache und es wird gemetzelt was das Zeug hält. Insgesamt ist "13 Assassins" sicherlich nicht revolutionär und hat etwas Luft nach oben, ist aber gleichzeitig einfach ein sehr guter Samurai-Film mit guter Inszenierung und Miike-Touch!


Biutiful(Alejandro Gonzales Inarritu/Spanien/Mexiko/2010)

Inarritu gibt mal wieder den Meister des Depri-Films, klingt zwar etwas negativ ist aber keinesfalls so gemeint. Die Geschichten rund um Uxbal, der von einem genialen Javier Bardem gespielt wird, fahren ein und der Film ist meisterlich inszeniert. Mehr hab ich im Moment auch nicht zu sagen. "Babel" hat mir zwar besser gefallen, "Biutiful" ist aber ebenfalls sehr stark und beeindruckend! Ach ja, möchte noch anmerken das sich Inarritu zwar dieses Mal mehr auf eine Person konzentriert, es aber trotzdem mehrere Geschichten gibt, er räumt ihnen eben nur nicht ganz so viel Platz ein wie z.B. in "Babel".


RED (Robert Schwentke/USA/2010)

Sehr, sehr unterhaltsamer Film mit einer sehr sympathischen Rentner-Truppe. Vor allem Johm Malkovich ist wieder mal genial hat ettliche tolle Szenen. Was soll man gross sagen? Ich kenn die Vorlage nicht und weis deshalb nich wie gelungen der Film in dieser Hinsicht ist. Die Story ist einfach recht interessant und kurzweilig. "RED" zieht seinen größten Unterhaltungswert für mich einfach aus dieser herrlichen Truppe! Ein Film den man sich sicher öfters ansehen kann.