"If it's you that represents our future, I'd rather not live to see it."
Death Hunt (Yukon) ~ USA 1981
Directed By: Peter Hunt
Das Yukonterritorium, 1931: Als der einsame Trapper Johnson (Charles Bronson) einen halbtoten Kampfhund aus den Fängen des fiesen Hazel (Ed Lauter) befreit, reagiert dieser überpikiert. Bei seinem folgenden Versuch, Johnson zu überfallen, kommt einer von Hazels Kompagnons zu Tode. Von nun an muss sich der widerwillige Mountie Millen (Lee Marvin) der Sache annehmen, der eigentlich nicht nur nichts gegen Johnson hat, sondern ihn sogar respektieren lernt. Johnson liefert seinen Verfolgern einen beinharten Kampf bis aufs Blut.
Dem genealogischen Bindeglied zwischen den beiden anderen Manhunt-Filmen "Chato's Land" und "First Blood" habe ich durch jahrzehntelange Ignoranz infolge einer ganz dummen Sache sträfliches Unrecht getan, wie ich justament zu etwa gleichen Teilen beschämt und erfreut feststellen musste. Der Grund dafür, dass ich "Death Hunt" so lange nicht mehr anschauen wollte, war mir stets unbewusst, bis er mir gestern wie Schuppen von den Augen fiel: Nichts weniger als Bronsons deutsche Synchronstimme Gernot Duda, itzo besser bekannt als 'Barney Gumble' aus den "Simpsons", war dran Schuld. Zwar gab es zu meiner damaligen Früh-Bronson-Fanzeit, die ich meinem seligen Papa verdanke und etwa auf die zweite Hälfte der achtziger Jahre datiere, zwar die "Simpsons" noch nicht, jemand anderes als Michael Chevalier, Arnold Marquis oder im Schmerzensfall Wolfgang Hess auf Bronson kam mir aber nicht ins Fach. Ich glaube, ich war seinerzeit stinkbeleidigt und habe, nachdem ich den ersten von Bronsons etwa zehn im Film gesprochenen Sätzen hörte, "Ein Mann wird zur Bestie", wie seine damalige Videotheken-Inkarnation so schön hieß, auf meine persönliche schwarze Liste gesetzt. Wenn man klein ist, ist man eben manchmal ein veritables Arschloch.
"Death Hunt" bietet jedoch nichts weniger als exzellentes Altherren-Actionkino vor prächtiger Kulisse, knüppelhart an exakt den richtigen Stellen und in einem ähnlichen mentalen Turnus befindlich wie all die schönen Peckinpah-Western, in denen die ewig gestrigen Helden mit den zahlreichen Unannehmlichkeiten des Heute konfrontiert werden und sich angewidert abwenden. Ein ehrenhaftes Männerduell, wie Millen es gern gehabt hätte, bleibt ihm versagt, weil gierige Geschäftsleute, ein Kneipier und ein Redakteur, eine hohe Belohnung auf Johnson aussetzen und dafür sorgen, dass in den in eisiger Stille daliegenden Rocky Mountains bald die Hölle losbricht. Ein jeder, der die atmosphärische Nomenklatur eines "First Blood" schätzt, sollte angesichts der aktuell erschienenen, qualitativ tadellosen DVD dieses Films unbedingt einen Blick riskieren.
8/10
Neowestern Great Depression Peter Hunt Kanada Schnee Rocky Mountains Hund
Death Hunt (Yukon) ~ USA 1981
Directed By: Peter Hunt
Das Yukonterritorium, 1931: Als der einsame Trapper Johnson (Charles Bronson) einen halbtoten Kampfhund aus den Fängen des fiesen Hazel (Ed Lauter) befreit, reagiert dieser überpikiert. Bei seinem folgenden Versuch, Johnson zu überfallen, kommt einer von Hazels Kompagnons zu Tode. Von nun an muss sich der widerwillige Mountie Millen (Lee Marvin) der Sache annehmen, der eigentlich nicht nur nichts gegen Johnson hat, sondern ihn sogar respektieren lernt. Johnson liefert seinen Verfolgern einen beinharten Kampf bis aufs Blut.
Dem genealogischen Bindeglied zwischen den beiden anderen Manhunt-Filmen "Chato's Land" und "First Blood" habe ich durch jahrzehntelange Ignoranz infolge einer ganz dummen Sache sträfliches Unrecht getan, wie ich justament zu etwa gleichen Teilen beschämt und erfreut feststellen musste. Der Grund dafür, dass ich "Death Hunt" so lange nicht mehr anschauen wollte, war mir stets unbewusst, bis er mir gestern wie Schuppen von den Augen fiel: Nichts weniger als Bronsons deutsche Synchronstimme Gernot Duda, itzo besser bekannt als 'Barney Gumble' aus den "Simpsons", war dran Schuld. Zwar gab es zu meiner damaligen Früh-Bronson-Fanzeit, die ich meinem seligen Papa verdanke und etwa auf die zweite Hälfte der achtziger Jahre datiere, zwar die "Simpsons" noch nicht, jemand anderes als Michael Chevalier, Arnold Marquis oder im Schmerzensfall Wolfgang Hess auf Bronson kam mir aber nicht ins Fach. Ich glaube, ich war seinerzeit stinkbeleidigt und habe, nachdem ich den ersten von Bronsons etwa zehn im Film gesprochenen Sätzen hörte, "Ein Mann wird zur Bestie", wie seine damalige Videotheken-Inkarnation so schön hieß, auf meine persönliche schwarze Liste gesetzt. Wenn man klein ist, ist man eben manchmal ein veritables Arschloch.
"Death Hunt" bietet jedoch nichts weniger als exzellentes Altherren-Actionkino vor prächtiger Kulisse, knüppelhart an exakt den richtigen Stellen und in einem ähnlichen mentalen Turnus befindlich wie all die schönen Peckinpah-Western, in denen die ewig gestrigen Helden mit den zahlreichen Unannehmlichkeiten des Heute konfrontiert werden und sich angewidert abwenden. Ein ehrenhaftes Männerduell, wie Millen es gern gehabt hätte, bleibt ihm versagt, weil gierige Geschäftsleute, ein Kneipier und ein Redakteur, eine hohe Belohnung auf Johnson aussetzen und dafür sorgen, dass in den in eisiger Stille daliegenden Rocky Mountains bald die Hölle losbricht. Ein jeder, der die atmosphärische Nomenklatur eines "First Blood" schätzt, sollte angesichts der aktuell erschienenen, qualitativ tadellosen DVD dieses Films unbedingt einen Blick riskieren.
8/10
Neowestern Great Depression Peter Hunt Kanada Schnee Rocky Mountains Hund