"I'm the bluesman, he's from Long Island."
Crossroads ~ USA 1986
Directed By: Walter Hill
Als Eugene Martone (Ralph Macchio), siebzehn Jahre junger Student klassischer Musik, in der Zeitung liest, dass die Blueslegende Willie "Blind Dog" Brown in einem Gefängnis für Geriatriepatienten einsitzt, ist er sofort Feuer und Flamme. Als Gitarrenspieler gehört Eugeneswahre Leidenschaft nämlich dem Blues und er ist sich sicher, dass Willie Brown noch einen uninterpretierten, von Robert Johnson (Tim Russ) geschriebenen Song in der Hinterhand hat. Nachdem Blind Dog sich zu erkennen gegeben hat, fordert er Eugene dazu auf, ihn aus dem Knast zu holen und mit ihm nach Mississippi zu reisen. Dort hat Blind Dog einst einen verhängnisvollen Vertrag unterschrieben, den er gern rückgängig machen würde...
Man könnte "Crossroads" auch als Ehrerbietung oder Geschenk an Hills langjährigen Komponisten Ry Cooder auffassen, jener immerhin einer der weltbesten Bluesgitarristen. Selbstverständlich hatte Cooder auch die wunderbaren Musiksequenzen in "Crossroads" zu vertonen. Der Film müht sich erfolgreich, ohne inflationären Einsatz von Schießprügeln und neonglänzender urbaner Oberfläche, dicht an Hills Lieblingsmotiven zu bleiben: Die zögerlich entstehende Freundschaft zweier ungleicher, dabei seelenverwandter Individuen zueinander, Tramps auf der Reise (die - es lässt sich erahnen - zugleich in ihr Inneres führt), der Staub der Straße. Flotte Einfälle wie der Einsatz des Saitengottes Steve Vai als Teufelsklampfer, den Eugene am Ende in einem Gitarrenduell besiegen muss, gestalten sich da als höchst erfreuliche bonmots. Jami Gertz als Macchios love interest indes ist zwar hübsch anzuschauen, in ihrer Rolle als Straßenmädchen allerdings offensichtlich fehlbesetzt. Macht aber nichts, "Crossroads" mitsamt seiner eigentümlich-sympathischen Stimmung findet sich dadurch keineswegs gefährdet.
8/10
Suedstaaten Blues Satan Mississippi Hommage New York Musik Coming of Age Walter Hill Road Movie
Crossroads ~ USA 1986
Directed By: Walter Hill
Als Eugene Martone (Ralph Macchio), siebzehn Jahre junger Student klassischer Musik, in der Zeitung liest, dass die Blueslegende Willie "Blind Dog" Brown in einem Gefängnis für Geriatriepatienten einsitzt, ist er sofort Feuer und Flamme. Als Gitarrenspieler gehört Eugeneswahre Leidenschaft nämlich dem Blues und er ist sich sicher, dass Willie Brown noch einen uninterpretierten, von Robert Johnson (Tim Russ) geschriebenen Song in der Hinterhand hat. Nachdem Blind Dog sich zu erkennen gegeben hat, fordert er Eugene dazu auf, ihn aus dem Knast zu holen und mit ihm nach Mississippi zu reisen. Dort hat Blind Dog einst einen verhängnisvollen Vertrag unterschrieben, den er gern rückgängig machen würde...
Man könnte "Crossroads" auch als Ehrerbietung oder Geschenk an Hills langjährigen Komponisten Ry Cooder auffassen, jener immerhin einer der weltbesten Bluesgitarristen. Selbstverständlich hatte Cooder auch die wunderbaren Musiksequenzen in "Crossroads" zu vertonen. Der Film müht sich erfolgreich, ohne inflationären Einsatz von Schießprügeln und neonglänzender urbaner Oberfläche, dicht an Hills Lieblingsmotiven zu bleiben: Die zögerlich entstehende Freundschaft zweier ungleicher, dabei seelenverwandter Individuen zueinander, Tramps auf der Reise (die - es lässt sich erahnen - zugleich in ihr Inneres führt), der Staub der Straße. Flotte Einfälle wie der Einsatz des Saitengottes Steve Vai als Teufelsklampfer, den Eugene am Ende in einem Gitarrenduell besiegen muss, gestalten sich da als höchst erfreuliche bonmots. Jami Gertz als Macchios love interest indes ist zwar hübsch anzuschauen, in ihrer Rolle als Straßenmädchen allerdings offensichtlich fehlbesetzt. Macht aber nichts, "Crossroads" mitsamt seiner eigentümlich-sympathischen Stimmung findet sich dadurch keineswegs gefährdet.
8/10
Suedstaaten Blues Satan Mississippi Hommage New York Musik Coming of Age Walter Hill Road Movie