Zitat entfällt.
Django 2: Il Grande Rittorno (Djangos Rückkehr) ~ I 1987
Directed By: Nello Rossati
Django (Franco Nero), mittlerweile in strengster klösterlicher Klausur, erfährt, dass er ein Töchterlein namens Marisol hat. Bevor er dieses jedoch in die Arme schließen kann, wird es von dem verrückten Sklavenhändler Orlowsky (Christopher Connelly), genannt "El Diablo", entführt. Zunächst landet Django selbst in Orlowskys hauseigenem Silber-Tagebau, kann jedoch entfliehen, sein altes MG wieder flott und Orlowsky das selbstzufriedene Leben schwer machen.
Ein ganz offizielles Sequels zu "Django" gab's dann doch noch, und zwar gute zwanzig Jahre später, als Neros Aktien längst nicht mehr so hoch, ikonische Ballerhelden dafür aber umso höher im Kurs standen und die Italiener bereits diverse Genre-Territorien plattgerodet hatten. In Kolumbien, einer für einen Western nicht eben gewöhnlichen Kulisse, fanden die Dreharbeiten des entsprechenden Resultats statt, für das ich persönlich ganz viel übrig habe. "Django 2" schafft es tatsächlich, die entartete Atmosphäre des Klassikers nochmal aufleben und ein apokalyptisches Abenteuerszenario vom Stapel zu lassen, wie es seit dem Erstling eine Rarität bildete. Rossatis Film ist sich ganz offensichtlich des mythischen Charakters seiner Titelfigur bewusst: Am Anfang diskutieren zwei greise Revolver-Haudegen (einer davon William Berger) über die Legenden des alten Westens; Butch Cassidy und Wyatt Earp fallen ihnen ein und dann noch "dieser eine Typ, mit dem Maschinengewehr im Sarg". Damit festigt "Django 2" den selbstinstallierten Mythos, die einzige wirklich ikonische Figur, die der Italowestern der Western-Historie hinzufügen konnte. Django selbst spricht nicht viel im Film, allerdings ist er auch kein Fiesling mehr wie ehedem. Tatsächlich wird er zu einer Art himmlischem Heilsbringer stilisiert, passend dazu ist sein Feindbild diesmal ein ganz konkretes, ein, seinem Spitznamen entsprechend, diabolisches gar, von Christopher Connelly mit sichtlichem Spaß an der Sache interpretiert. Ansonsten wirkt "Django 2" zuweilen auf mich, als habe Werner Herzog den Auftrag bekommen, ein ausgewiesenes Exploitation-Werk zu inszenieren angesichts der verschroben-rätselhaften und schönen Einstellungen, wie sie der Film an allen Ecken und Enden aufweist. Dass Django das schlammige Greenzstädchen gegen den dampfenden Urwald Lateinamerikas getauscht hat, ist demzufolge nur konsequent.
8/10
Italowestern Nello Rossati Kolumbien Django
Django 2: Il Grande Rittorno (Djangos Rückkehr) ~ I 1987
Directed By: Nello Rossati
Django (Franco Nero), mittlerweile in strengster klösterlicher Klausur, erfährt, dass er ein Töchterlein namens Marisol hat. Bevor er dieses jedoch in die Arme schließen kann, wird es von dem verrückten Sklavenhändler Orlowsky (Christopher Connelly), genannt "El Diablo", entführt. Zunächst landet Django selbst in Orlowskys hauseigenem Silber-Tagebau, kann jedoch entfliehen, sein altes MG wieder flott und Orlowsky das selbstzufriedene Leben schwer machen.
Ein ganz offizielles Sequels zu "Django" gab's dann doch noch, und zwar gute zwanzig Jahre später, als Neros Aktien längst nicht mehr so hoch, ikonische Ballerhelden dafür aber umso höher im Kurs standen und die Italiener bereits diverse Genre-Territorien plattgerodet hatten. In Kolumbien, einer für einen Western nicht eben gewöhnlichen Kulisse, fanden die Dreharbeiten des entsprechenden Resultats statt, für das ich persönlich ganz viel übrig habe. "Django 2" schafft es tatsächlich, die entartete Atmosphäre des Klassikers nochmal aufleben und ein apokalyptisches Abenteuerszenario vom Stapel zu lassen, wie es seit dem Erstling eine Rarität bildete. Rossatis Film ist sich ganz offensichtlich des mythischen Charakters seiner Titelfigur bewusst: Am Anfang diskutieren zwei greise Revolver-Haudegen (einer davon William Berger) über die Legenden des alten Westens; Butch Cassidy und Wyatt Earp fallen ihnen ein und dann noch "dieser eine Typ, mit dem Maschinengewehr im Sarg". Damit festigt "Django 2" den selbstinstallierten Mythos, die einzige wirklich ikonische Figur, die der Italowestern der Western-Historie hinzufügen konnte. Django selbst spricht nicht viel im Film, allerdings ist er auch kein Fiesling mehr wie ehedem. Tatsächlich wird er zu einer Art himmlischem Heilsbringer stilisiert, passend dazu ist sein Feindbild diesmal ein ganz konkretes, ein, seinem Spitznamen entsprechend, diabolisches gar, von Christopher Connelly mit sichtlichem Spaß an der Sache interpretiert. Ansonsten wirkt "Django 2" zuweilen auf mich, als habe Werner Herzog den Auftrag bekommen, ein ausgewiesenes Exploitation-Werk zu inszenieren angesichts der verschroben-rätselhaften und schönen Einstellungen, wie sie der Film an allen Ecken und Enden aufweist. Dass Django das schlammige Greenzstädchen gegen den dampfenden Urwald Lateinamerikas getauscht hat, ist demzufolge nur konsequent.
8/10
Italowestern Nello Rossati Kolumbien Django