"Mexico!"
The Scalphunters (Mit eisernen Fäusten) ~ USA 1968
Directed By: Sydney Pollack
Dass dem Trapper Joe Bass (Burt Lancaster) seine komplette Jagdbeute, eine ganze Pferdeladung Biberfelle, von den Kiowas gestohlen wird, lässt dieser nicht bieten. Als Gegenleistung erhält Bass von den Indianern immerhin den Sklaven Joseph Lee (Ossie Davis), einen hochgebildeten Louisiana-Flüchtling, der von seinem neuen "Eigentümer" prompt zum Helfershelfer erkoren wird. Die Felle und auch Joseph gelangen dann über Umwege in den Besitz des berüchtigten Skalpjägers Jim Howie (Telly Savalas) und seiner Bande, die gerade auf dem Weg nach Mexiko ist. Aus sicherer Entfernung drangsaliert der mit allen Wassern gewaschene Bass die Howie-Gang, um sein rechtmäßiges Eigentum wiederzubekommen.
Ein vorsätzlich hässlicher Western, besetzt mit hässlich herausgeputzten Darstellern, gefilmt im hässlichen Durango und beseelt von den hässlichsten Charakterzügen, die Menschen so an den Tag legen, wenn's ihnen mal wieder hässlich geht. Natürlich hat es Pollack nichts anderes im Sinn, als bärbeißige Satire zu machen. Er hat seine drei, vier Italowestern gesehen, sich davon offenbar stark beeindrucken lassen, ihren Formalismus und ihr Weltbild dazu erkoren, seine kleine, symbolträchtige Americana um den alltäglichen Rassismus und die Unmöglichkeit des friedlichen Zusammenlebens in Bilder zu fassen. Als männliche "Helden" gibt es einen unrasierten, schmutzigen Lancaster, der zwar ein exzellenter Fallensteller, aber ein ungebildeter und ungehobelter Klotz ist, den cleveren Sklaven, der zwar höchste Erziehung genossen hat, im Westterritorium aber völlig aufgeschmissen ist und schließlich Telly Savalas, der die Hälfte seiner screen appearance in Unterwäsche herumrennt. Als einzige Dame im Quartett gibt es die alte Trümmerlotte Shelley Winters - insgesamt ein tatsächlich wunderbares Ensemble, das sich gegenseitig allenthalben zu komischen Kabinettstückchen anstachelt.
8/10
Belagerung Sydney Pollack Satire
The Scalphunters (Mit eisernen Fäusten) ~ USA 1968
Directed By: Sydney Pollack
Dass dem Trapper Joe Bass (Burt Lancaster) seine komplette Jagdbeute, eine ganze Pferdeladung Biberfelle, von den Kiowas gestohlen wird, lässt dieser nicht bieten. Als Gegenleistung erhält Bass von den Indianern immerhin den Sklaven Joseph Lee (Ossie Davis), einen hochgebildeten Louisiana-Flüchtling, der von seinem neuen "Eigentümer" prompt zum Helfershelfer erkoren wird. Die Felle und auch Joseph gelangen dann über Umwege in den Besitz des berüchtigten Skalpjägers Jim Howie (Telly Savalas) und seiner Bande, die gerade auf dem Weg nach Mexiko ist. Aus sicherer Entfernung drangsaliert der mit allen Wassern gewaschene Bass die Howie-Gang, um sein rechtmäßiges Eigentum wiederzubekommen.
Ein vorsätzlich hässlicher Western, besetzt mit hässlich herausgeputzten Darstellern, gefilmt im hässlichen Durango und beseelt von den hässlichsten Charakterzügen, die Menschen so an den Tag legen, wenn's ihnen mal wieder hässlich geht. Natürlich hat es Pollack nichts anderes im Sinn, als bärbeißige Satire zu machen. Er hat seine drei, vier Italowestern gesehen, sich davon offenbar stark beeindrucken lassen, ihren Formalismus und ihr Weltbild dazu erkoren, seine kleine, symbolträchtige Americana um den alltäglichen Rassismus und die Unmöglichkeit des friedlichen Zusammenlebens in Bilder zu fassen. Als männliche "Helden" gibt es einen unrasierten, schmutzigen Lancaster, der zwar ein exzellenter Fallensteller, aber ein ungebildeter und ungehobelter Klotz ist, den cleveren Sklaven, der zwar höchste Erziehung genossen hat, im Westterritorium aber völlig aufgeschmissen ist und schließlich Telly Savalas, der die Hälfte seiner screen appearance in Unterwäsche herumrennt. Als einzige Dame im Quartett gibt es die alte Trümmerlotte Shelley Winters - insgesamt ein tatsächlich wunderbares Ensemble, das sich gegenseitig allenthalben zu komischen Kabinettstückchen anstachelt.
8/10
Belagerung Sydney Pollack Satire