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In meinem Herzen haben viele Filme Platz 2.0





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ALVAREZ KELLY (Edward Dmytryk/USA 1966)



"God deliver me from dedicated men."

Alvarez Kelly ~ USA 1966
Directed By: Edward Dmytryk


Virginia, 1864. Der erfahrene Viehtreiber und Lebemann Alvarez Kelly (William Holden) hat im Auftrag der Union eine Herde von 2000 Rindern bis an die Front gebracht. Als der Konföderierten-Offizier Rossiter (Richard Widmark) darauf aufmerksam wird, kidnappt er Kelly und zwingt ihn, die Tiere weiter bis nach Richmond zu treiben, wo sie Nahrungsnachschub für die Soldaten unter Genral Lee bedeuteten.

Ein ziemlich müder Alterswestern von Dmytryk und zugleich dessen letzte US-Produktion. Arge technische Schludrigkeiten in Kauf nehmend, verlässt der Regisseur sich ganz auf die Präsenz seiner zwei alternden Hauptdarsteller, wobei besonders Holden oft einfach nur albern gedoubelt wird. Auffallend ferner die Sympathie des Buchs für die Südstaatler und deren klassische Überzeichnung als wildromantische Rebellen: Zwar gereicht der Fanatismus des von Widmark, nebenbei dem größten Plus des Films, gespielten Rossiter ihm kaum zur privaten Ehre [seine Verlobte (Janice Rule) läuft ihm davon], dafür jedoch zur militärischen: Rossiter ist genau der kernige Typ Soldat, mit dem man gern zwischen Haubitzen und Schützengräben ein Glas Bourbon nehmen würde. Anders sein Widersacher Stedman (Patrick O'Neal), ein geschniegelter Bostoner. Der Arme kann den 'Southern Sense' überhaupt nicht begreifen, und staunt in einer Szene Bauklötze, dass die Negersklaven dann doch lieber zu ihren früheren Massas stehen, als den Unionisten in die Hand zu spielen. Merkwürdige Klischees, die der alte Denunziant Dmytryk da auffährt...

5/10

Edward Dmytryk Sezessionskrieg Virginia Treck



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Funxton

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