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In meinem Herzen haben viele Filme Platz 2.0





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TWICE-TOLD TALES (Sidney Salkow/USA 1963)



"Yes, I'm going to celebrate - on my own!"

Twice-Told Tales (Das Gift des Bösen) ~ USA 1963
Directed By: Sidney Salkow

Drei Geschichten nach Nathaniel Hawthorne: In "Dr. Heidegger's Experiment" entdeckt ein alternder Arzt (Sebastian Cabot) zusammen mit seinem besten Freund (Vincent Price) zufällig ein Verjüngungswässerchen, das sich seinen Weg durch das Gruftgemäuer seiner verstorbenen Verlobten (Mari Blanchard) bahnt und deren Leichnam vorzüglich konserviert hat. Als Dr. Heidegger das Mittel voller Euphorie mehrfach ausprobiert, ahnt er weder um die ihn umgebenden Ränke, noch um die Halbwertzeit des Elixiers. "Rappaccini's Daughter" erzählt die Geschichte eines eifersüchtigen Wissenschaftlers (Vincent Price), der seiner Tochter (Joyce Taylor) die Enttäuschungen der Liebe ersparen will und sie daher mit dem Gift einer exotischen Pflanze verseucht hat. Fortan verursacht jede ihrer Berührungskontakjte mit anderen Lebewesen deren promptes Ableben. Erst ein junger Galan (Brett Halsey) vermag, Rappaccinis Tochter aus ihrer Zwangsisolation zu lösen - mit tragischen Folgen für alle Beteiligten. In "The House Of The Seven Gables" schließlich geht es um den alten Familienfluch der Pyncheons, der deren jüngsten männlichen Spross jedoch keinesfalls davon abhält, nach einer immens wertvollen Besitzurkunde zu suchen, die irgendwo auf dem Familiengut versteckt liegt. Gier und Geister jedoch machen ihm bald den Garaus.

Vorzüglicher, gediegen gemachter Grusel-Omnibus, der mit den großen Klassikern dieses Sub-Genres, also den britischen Amicus-Produktionen oder Bavas "I Tre Volti Della Paura" und selbst dem Über-Vorbild "Dead Of Night" so gut wie problemlos zu konkurrieren vermag. Das liegt zum einen selbstverständlich an den schauerpoetischen inhaltlichen Impulsen, die der Film dem großen Romantiker Nathaniel Hawthorne, einem bereits infolge seiner hochinteressanten Herkunft sowie seines illustren Werdegangs verpflichtenden Autoren für Chronisten klasischer Düsterliteratur, verdankt. Während die ersten beiden Episoden auf gleichnamigen Kurzgeschichten Hawthornes basieren, hat die letzte einen ganzen Roman des großen Literaten zum Vorbild. Zwar sind allerorten leichte "Trivialisierungen" und Freiheiten bezüglich der Leinwandtransponierung zu verzeichnen; diese fügen sich jedoch in die bravouröse, gekonnte Form der Inszenierung ein, die weder mit edlen, satten Farben geizt, noch mit einer geradezu lustvollen Zentrierung ihres Hauptdarstellers. Jener erbrachte mit "Twice-Told Tales" einen erneuten Beweis für seinen Status als Sonnenkönig des amerikanischen Horrorfilms, dem ja bekanntermaßen noch einige folgen sollten.

8/10

Sidney Salkow Nathaniel Hawthorne period piece Episodenfilm



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Funxton

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