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In meinem Herzen haben viele Filme Platz 2.0





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THE AMAZING SPIDER-MAN (Marc Webb/USA 2012)



"Secrets have a cost. They're not free. Not now, not ever."

The Amazing Spider-Man ~ USA 2012
Directed By: Marc Webb

Der Schüler Peter Parker (Andrew Garfield) versucht, dem Verbleib seiner verschwundenen Eltern (Campbell Scott, Embeth Davidtz) nachzuspüren und stößt auf Dr. Curt Connors (Rhys Ifans), den früheren Kollegen seines Vaters. Connors, der einen Arm verloren hat, und als führende Autorität in der artübergreifenden Genetik gilt. Der wissenschaftlich ebenfalls höchst versierte Peter beginnt, mit ihm zusammenzuarbeiten und wird im Labor von einer genetisch modifizierten Spinne gebissen. Derweil scheint die Formel zur Regeneration von Stammzellen ausgereift. Connors injiziert sich das Reptilien-DNA enthaltende Serum. Während Peter Superkräfte bei sich entdeckt, mutiert Connors zu einem Monster. Als Peters Onkel Ben (Martin Sheen) von einem Straßenräuber (Leif Gantvoort) ermordet wird, sieht Peter sich gezwungen, Maske und Kostüm anzulegen und von nun als Spider-Man die Straßen New Yorks etwas sicherer zu machen, sehr zum Unwillen der Polizei. Schon bald trifft er auf Connors in seiner Monstergestalt...

Hmm, nun weiß ich also endlich, was ein Reboot ist. Würde dieses, soviel vorweg, wenn schon als dem Wesen nach - gelinde gesagt - überflüssig, so doch immerhin als weithin gelungen einstufen. Zehn Jahre sind ja schon beinahe eine Generation und so ist eine Neubearbeitung zur Erzielung neuer Publikumsschichten gewissermaßen auch probat. Was diese "Spider-Man"-Version gegenüber ihrer Vorgängerfassung von Sam Raimi stärkt, ist ihre in einzelnen Details große Vorlagentreue. Jene verpflichtet sich bereits durch den Titel, immerhin der des ersten Comicserials von 1963. "Spider-Man" bewegt sich nunmehr wirklich exakt so behende wie in der Vorlage und hat wie dort auch stets die Zeit für einen naseweisen Spruch zwischendrin. Der zwischen Arroganz und Unsicherheit pendelnde Garfield scheint mir dem als eher unsicher agierenden Tobey Maguire als Peter Parker allerdings leicht unterlegen. Endlich stammt wiederum das Netz, wie es sich gehört, aus künstlicher Herstellung Marke Eigenbau und Handgelenksvorrichtung, der "Spinnensinn" findet seinen Platz. Unerlässliche Standardfiguren wie Mary Jane Watson oder J.J. Jameson müssten natürlich künftig noch installiert werden, ohne die geht es schließlich nicht. Dass der ursprünglich als schüchterner Bücherwurm eingeführte Peter Parker nun ein slackernder Skaterschönling sein soll, bleibt eine völlig idiotische, sogar fast verhängnisvolle Maßgabe. Eine etwas langschnäuzigere Echse (diese hier hat mir irgendwie zuviel Ähnlichkeit mit Abomination aus dem "The Incredible Hulk") sowie eine etwas hübschere Gwen Stacy (Emma Stone ist nämlich nicht mein Typ) hätten mir auch noch maßgeblich zugesagt. Was Webbs Inszenierung anbelangt, so kann ich dazu momentan nur konstatieren, dass ich sie als "unauffällig" empfand - angesichts der obligatorisch krawalligen Attitüde des Films wohl nicht weiter verwunderlich. Unterm Strich macht all das für mich einen guten, wenngleich keinen wirklich starken Film.

8/10

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Funxton

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