"You're my favorite Martian."
Cocoon: The Return (Cocoon II - Die Rückkehr) ~ USA 1988
Directed By: Daniel Petrie
Fünf Jahre nach ihrer extraterrestrischen Emigration Richtung Antaria kehren drei der Seniorenpaare für einen Kurzaufenthalt wieder zurück auf die Erde, zum einen, weil ihre außerirdischen Gastgeber die im Meer lagernden, durch Seebeben gefährdeten Kokons endgültig abholen wollen, zum anderen aus persönlichen Gründen - um sich von Freunden und Familie noch einmal richtig verabschieden zu können. Doch die wenigen Tage Erdaufenthalt bringen entscheidende Wendungen mit sich: Joes (Hume Cronyn) Tumor macht sich wieder bemerkbar, seine Frau Alma (Jessica Tandy) hat einen schweren Autounfall, Bess (Gwen Verdon) wird schwanger und Ben (Wilford Brimley) und Mary (Maureen Stapleton) hadern mit ihrem unirdisch verlängerten Leben auf Antaria. Derweil kommt Bernie (Jack Gilford) immer noch nicht über den Tod seiner Frau Rose (Herta Ware) hinweg. Als einer der Kokons von Meereswissenschaftlern gefunden, geborgen und in ein Labor gebracht wird, heißt es schließlich für die Truppe, einen letzten gemeinsamen Rettungseinsatz zu begehen.
Von logischer Fortführung kann man im Falle "Cocoon: The Return" kaum sprechen. Viele der inhaltlichen Wendungen stehen gar in vollkommenem Widerspruch zu dem, was der Rezipient im Vorgänger gelernt hat. Das Management der erzählten Zeit (der gesamte Inhalt soll sich in einer Frist von nur drei Tagen zutragen) wirkt geradezu lächerlich verfehlt. In formaler Hinsicht fehlt der Inszenierung ein versierterer Regisseur als der hauptberufliche Fernsehmacher Petrie. Man erhält den zwingenden Eindruck, dass die Fortsetzung, anders als das Original, nicht allein einen Film über Senioren darstellt, sondern zugleich einen für sie. So eine Art 'Love Boat' der Science Fiction. Und dennoch ist Daniel Petrie, vermutlich eher zufällig, mit dem Sequel ein schöner Film gelungen. Er macht nicht den Fehler, eine bloße Kopie des ersten Teils zu liefern (wenngleich strukturelle Analogien sich nicht übersehen lassen), sondern pickt sich eine von dessen Stärken, die Soap-Elemente nämlich, heraus und kultiviert sie. Noch sehr viel episodischer angelegt verwandelt sich "Cocoon: The Return" so zu einem etwas vulgären "Short Cuts", in dem diverse Probleme und Konflikte binnen einer wie erwähnt stark untertrieben kurzen Frist abgehandelt werden wollen. Das alles wird noch sehr viel rührender und gefühlsbetonter dargeboten als in "Cocoon"; James Horners Musik erklimmt passend dazu ihre womöglich tränendrückendsten Sphären ever. Dass das gesamte Ensemble (Brian Dennehy und Herta Ware lediglich in jeweils kurzen Cameos) des ersten Teils wieder zusammenfindet und sich sogar Gelegenheit für ein paar zusätzliche charakterliche Ausbuchtungen ergibt, wie etwa im Falle von Steve Guttenbergs Figur, fand ich an "Cocoon: The Return" immer schon prima.
7/10
Daniel Petrie Sequel Senioren Florida Aliens Freundschaft Krebs Ehe
Cocoon: The Return (Cocoon II - Die Rückkehr) ~ USA 1988
Directed By: Daniel Petrie
Fünf Jahre nach ihrer extraterrestrischen Emigration Richtung Antaria kehren drei der Seniorenpaare für einen Kurzaufenthalt wieder zurück auf die Erde, zum einen, weil ihre außerirdischen Gastgeber die im Meer lagernden, durch Seebeben gefährdeten Kokons endgültig abholen wollen, zum anderen aus persönlichen Gründen - um sich von Freunden und Familie noch einmal richtig verabschieden zu können. Doch die wenigen Tage Erdaufenthalt bringen entscheidende Wendungen mit sich: Joes (Hume Cronyn) Tumor macht sich wieder bemerkbar, seine Frau Alma (Jessica Tandy) hat einen schweren Autounfall, Bess (Gwen Verdon) wird schwanger und Ben (Wilford Brimley) und Mary (Maureen Stapleton) hadern mit ihrem unirdisch verlängerten Leben auf Antaria. Derweil kommt Bernie (Jack Gilford) immer noch nicht über den Tod seiner Frau Rose (Herta Ware) hinweg. Als einer der Kokons von Meereswissenschaftlern gefunden, geborgen und in ein Labor gebracht wird, heißt es schließlich für die Truppe, einen letzten gemeinsamen Rettungseinsatz zu begehen.
Von logischer Fortführung kann man im Falle "Cocoon: The Return" kaum sprechen. Viele der inhaltlichen Wendungen stehen gar in vollkommenem Widerspruch zu dem, was der Rezipient im Vorgänger gelernt hat. Das Management der erzählten Zeit (der gesamte Inhalt soll sich in einer Frist von nur drei Tagen zutragen) wirkt geradezu lächerlich verfehlt. In formaler Hinsicht fehlt der Inszenierung ein versierterer Regisseur als der hauptberufliche Fernsehmacher Petrie. Man erhält den zwingenden Eindruck, dass die Fortsetzung, anders als das Original, nicht allein einen Film über Senioren darstellt, sondern zugleich einen für sie. So eine Art 'Love Boat' der Science Fiction. Und dennoch ist Daniel Petrie, vermutlich eher zufällig, mit dem Sequel ein schöner Film gelungen. Er macht nicht den Fehler, eine bloße Kopie des ersten Teils zu liefern (wenngleich strukturelle Analogien sich nicht übersehen lassen), sondern pickt sich eine von dessen Stärken, die Soap-Elemente nämlich, heraus und kultiviert sie. Noch sehr viel episodischer angelegt verwandelt sich "Cocoon: The Return" so zu einem etwas vulgären "Short Cuts", in dem diverse Probleme und Konflikte binnen einer wie erwähnt stark untertrieben kurzen Frist abgehandelt werden wollen. Das alles wird noch sehr viel rührender und gefühlsbetonter dargeboten als in "Cocoon"; James Horners Musik erklimmt passend dazu ihre womöglich tränendrückendsten Sphären ever. Dass das gesamte Ensemble (Brian Dennehy und Herta Ware lediglich in jeweils kurzen Cameos) des ersten Teils wieder zusammenfindet und sich sogar Gelegenheit für ein paar zusätzliche charakterliche Ausbuchtungen ergibt, wie etwa im Falle von Steve Guttenbergs Figur, fand ich an "Cocoon: The Return" immer schon prima.
7/10
Daniel Petrie Sequel Senioren Florida Aliens Freundschaft Krebs Ehe