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CC Nr. 121: Dominion - Prequel to the Exorcist - Filmforen.de - Seite 6

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CC Nr. 121: Dominion - Prequel to the Exorcist


185 Antworten in diesem Thema

#151 djmacbest

    lässt sich doch nicht öffentlich als Satire beschimpfen!

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Geschrieben 18. März 2011, 00:39

Beitrag anzeigenbekay sagte am 18. März 2011, 00:34:

Obwohl diese alternative Realität paradoxerweise doch das perfekte Argument gegen die Gleichgültigkeit ist. Durch sein reales Handeln sind weniger Menschen zu Schaden gekommen. Gut, das ist jetzt eher eine utilitaristische Denke, aber so richtig verstehe ich nicht, was Teufelchen hiermit bezwecken wollte...

Ja eben. Nach dieser "Beweisführung" hat er durch sein Handeln, für das er Schuldgefühle verspürt, sogar noch Menschen gerettet! Diese alternative Realität soll ihm ja nicht zeigen, wie er es hätte machen sollen, sondern was passiert wäre, wenn er das getan hätte, was er jetzt - von Schuldgefühlen geplagt und mit zeitlicher Distanz - glaubt, hätte tun zu müssen. Und da zeigt ihm Teufelchen eben, dass das noch schlimmer gewesen wäre, er also alles richtig gemacht hat.

#152 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 00:39

Beitrag anzeigendjmacbest sagte am 18. März 2011, 00:37:

Worauf mich das bringt: Der Film ist vor allem extrem unzeitgemäß... Das fängt schon beim Blut an, das - wie in vielen alten Filmen - richtig künstlich hellrot daherkommt... Aber eben auch die ganzen Schablonen, die er einsetzt, das gemächliche pacing, das theatralische... Ein wenig bin ich ja geneigt, Schrader das Konzept zu unterstellen, einen Film zu drehen, der auch ästhetisch die (Genre-)Filme der dargestellten Zeitperiode widerspiegelt. Ist das vielleicht auch einer der Gründe für das panische Stecker-Ziehen der Geldgeber? Oder liegt dieser Eindruck nur am production value?
Das stimmt allerdings. 2005, hätte ich jetzt ohne Info bei Mitte 90er angesetzt. Bin da aber eher geneigt, von einem Unvermögen zu sprechen.

#153 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 00:42

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 00:28:

War für mein Empfinden ein langweiliger Schmarn, bei dem auch mehr Produktionsaufwand nichts genützt hätte. Alleine schon die ganzen Konstellationen, mit den Engländern, dem schwarzen Sidekick, der Krankenschwester, meh - langweilig. Könnte mir höchstens vorstellen, dass 30 Minuten weniger den ganzen Trash etwas unterhaltsamer hätte wirken lassen können.
Obwohl ich dich da grundsätzlich verstehe, schienen mir einige deiner Einwände manchmal trotzdem ziemlich entrückt bzw. einem Ideal nachhängend, was doch nicht Ziel sein kann.

Hier z.B. verstehe ich nicht, wann die Kinder denn sonst grüßen hätten sollen. Natürlich ist das nicht realistisch - aber Film kann wie jede Kunst ihr Material eben nach eigenen Belangen takten und anordnen. So entstehen erzählerische Konventionen, welche bei nicht übertriebener Anwendung eigentlich nicht so harsch kritisiert werden sollten. Siehe auch die Schock-Momente, welche der Film eher sparsam einsetzt und m.E. unaufgeregt vorbereitet. Billig ist was anderes, finde ich.

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#154 emme

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Geschrieben 18. März 2011, 00:47

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 00:39:

Beitrag anzeigendjmacbest sagte am 18. März 2011, 00:37:

Worauf mich das bringt: Der Film ist vor allem extrem unzeitgemäß... Das fängt schon beim Blut an, das - wie in vielen alten Filmen - richtig künstlich hellrot daherkommt... Aber eben auch die ganzen Schablonen, die er einsetzt, das gemächliche pacing, das theatralische... Ein wenig bin ich ja geneigt, Schrader das Konzept zu unterstellen, einen Film zu drehen, der auch ästhetisch die (Genre-)Filme der dargestellten Zeitperiode widerspiegelt. Ist das vielleicht auch einer der Gründe für das panische Stecker-Ziehen der Geldgeber? Oder liegt dieser Eindruck nur am production value?
Das stimmt allerdings. 2005, hätte ich jetzt ohne Info bei Mitte 90er angesetzt. Bin da aber eher geneigt, von einem Unvermögen zu sprechen.
Unvermögen für was eigentlich?
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#155 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 00:49

Beitrag anzeigendjmacbest sagte am 18. März 2011, 00:39:

Beitrag anzeigenbekay sagte am 18. März 2011, 00:34:

Obwohl diese alternative Realität paradoxerweise doch das perfekte Argument gegen die Gleichgültigkeit ist. Durch sein reales Handeln sind weniger Menschen zu Schaden gekommen. Gut, das ist jetzt eher eine utilitaristische Denke, aber so richtig verstehe ich nicht, was Teufelchen hiermit bezwecken wollte...

Ja eben. Nach dieser "Beweisführung" hat er durch sein Handeln, für das er Schuldgefühle verspürt, sogar noch Menschen gerettet! Diese alternative Realität soll ihm ja nicht zeigen, wie er es hätte machen sollen, sondern was passiert wäre, wenn er das getan hätte, was er jetzt - von Schuldgefühlen geplagt und mit zeitlicher Distanz - glaubt, hätte tun zu müssen. Und da zeigt ihm Teufelchen eben, dass das noch schlimmer gewesen wäre, er also alles richtig gemacht hat.

Ach so, der Teufel ist der Utilitarist und der Father Merrin muss wieder zum unutilitaristischen, schuldbeladenen, gläubigen Christen werden. Morallehre mit meiner Wenigkeit - ganz schwer...

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#156 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 00:52

Beitrag anzeigenbekay sagte am 18. März 2011, 00:42:

Natürlich ist das nicht realistisch - aber Film kann wie jede Kunst ihr Material eben nach eigenen Belangen takten und anordnen. So entstehen erzählerische Konventionen, welche bei nicht übertriebener Anwendung eigentlich nicht so harsch kritisiert werden sollten. Siehe auch die Schock-Momente, welche der Film eher sparsam einsetzt und m.E. unaufgeregt vorbereitet. Billig ist was anderes, finde ich.
Das Argument finde ich langsam etwas langweilig. Schlechte Elemente sind eigentlich interessant, und wenn nicht liegt die Schuld beim Zuschauer. Jo, klar. <_<
Man merkt doch richtig bei dem Kind wie im Hintergrund das Signal gegeben wurde. Und ich habe mich daran ja nicht aufgehangen, sondern es nur kurz belustigt bemerkt, wie ich das auch bei einem herein hängenden Mikro getan hätte (wahrscheinlich auch ein interessantes Element, wie die umfallende Kulisse oder fehlende Beleuchtung...).
Und der Film hatte nun mal extrem billige Schockeffekte, alleine das Spiel mit den Masken oder so ein Scheiß wie mit der Schlange, das ist Nachmittagsserien-Spuk.

#157 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 00:54

Beitrag anzeigenemme sagte am 18. März 2011, 00:47:

Unvermögen für was eigentlich?
Unvermögen für zeitgemäße CGI, für ein entstaubtes Drehbuch, für innovativ gestaltete Traumsequenzen.

#158 djmacbest

    lässt sich doch nicht öffentlich als Satire beschimpfen!

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Geschrieben 18. März 2011, 00:57

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 00:54:

Beitrag anzeigenemme sagte am 18. März 2011, 00:47:

Unvermögen für was eigentlich?
Unvermögen für zeitgemäße CGI, für ein entstaubtes Drehbuch, für innovativ gestaltete Traumsequenzen.

Naja, wie gesagt, da hat der Film durchaus etwas Milde verdient - die ganze Postproduction wurde für 35.000$ realisiert, inklusive Soundtrack.

#159 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 00:57

Beitrag anzeigendjmacbest sagte am 18. März 2011, 00:37:

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 00:28:

War für mein Empfinden ein langweiliger Schmarn, bei dem auch mehr Produktionsaufwand nichts genützt hätte. Alleine schon die ganzen Konstellationen, mit den Engländern, dem schwarzen Sidekick, der Krankenschwester, meh - langweilig. Könnte mir höchstens vorstellen, dass 30 Minuten weniger den ganzen Trash etwas unterhaltsamer hätte wirken lassen können.

Worauf mich das bringt: Der Film ist vor allem extrem unzeitgemäß... Das fängt schon beim Blut an, das - wie in vielen alten Filmen - richtig künstlich hellrot daherkommt... Aber eben auch die ganzen Schablonen, die er einsetzt, das gemächliche pacing, das theatralische... Ein wenig bin ich ja geneigt, Schrader das Konzept zu unterstellen, einen Film zu drehen, der auch ästhetisch die (Genre-)Filme der dargestellten Zeitperiode widerspiegelt. Ist das vielleicht auch einer der Gründe für das panische Stecker-Ziehen der Geldgeber? Oder liegt dieser Eindruck nur am production value?

Ich würde da nicht zu weit interpretieren und nicht zu intentionalistisch werden, aber Schrader ist ein äußerst filmbewusster und -bewanderter Mensch. Und das grundsätzlich Theaterhafte, mit der er die Sache angeht, besonders im schlussendlichen Exorzismus, scheint doch schon einen Kontrapunkt zum modernen Horror-Kino darzustellen. Der Pfarrer redet, der Besessene redet, sie bewegen sich einfach nur zueinander, die Bühne ist der unterirdische Tempel. elbst mit Geld hätte er daraus nichts anderes gemacht.

Aber im Endeffekt glaube ich, dass es schlicht und ergreifend nicht herauszufinden ist, was hier gewollt, was dem fehlenden Geld zugeschrieben werden kann. Ein schwieriger Fall von Film, ganz klar. Die Wirkung dessen, was Schrader gemacht hätte, wenn er gekonnt hätte, wird uns immer verwährt bleiben...

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#160 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 00:58

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 00:54:

Beitrag anzeigenemme sagte am 18. März 2011, 00:47:

Unvermögen für was eigentlich?
Unvermögen für zeitgemäße CGI, für ein entstaubtes Drehbuch, für innovativ gestaltete Traumsequenzen.
Ach, da haben wir es - Innovation. Halte ich für ne Seuche und eine ganz schlimme Religion. :D

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#161 djmacbest

    lässt sich doch nicht öffentlich als Satire beschimpfen!

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Geschrieben 18. März 2011, 01:01

Mit der Warnung vor dem Intentionalismus kann man es auch übertreiben... Ich denke ja nur, dass das durchaus ein absichtlicher Eindruck sein müsste, und kein zufälliger auf Grund irgendwelcher Rahmenbedingungen. Da geht es mir weniger um die Intention des Regisseurs, als vielmehr darum, das Argument "das ist doch alles billig" (in beiden Wortbedeutungen) etwas zu entkräften.
@Bob: ...und da gehts mir nicht mal darum, "schlechtes Handwerk" per se interessant finden zu müssen, ganz und gar nicht. Ich frage mich nur, ob vieles von dem, was man hier vielleicht für "schlechtes" Handwerk hält, nicht vielmehr nur outdated ist.

Was das "auch mit Geld hätte er nichts anderes gemacht" angeht: Das ist eben die Frage... Oder hat er sich für diese relativ kostengünstige Inszenierung entschieden, weil er sowieso schon Ärger mit den Geldgebern hatte?

#162 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 01:03

Beitrag anzeigenbekay sagte am 18. März 2011, 00:58:

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 00:54:

Beitrag anzeigenemme sagte am 18. März 2011, 00:47:

Unvermögen für was eigentlich?
Unvermögen für zeitgemäße CGI, für ein entstaubtes Drehbuch, für innovativ gestaltete Traumsequenzen.
Ach, da haben wir es - Innovation. Halte ich für ne Seuche und eine ganz schlimme Religion. :D
Man achte auf den Zusammenhang mit einem nicht kontemporär (@2005) wirkenden Film... :gaehn:

#163 emme

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Geschrieben 18. März 2011, 01:08

Die Diskussion ist langweilig (sprich: ich habe nichts mehr beizutragen ;) ). Ich will wieder über rote Kreuze reden. Oder waren die jetzt auch nur deshalb manchmal asymmetrisch, weil Schrader kein Geld mehr hatte? Eigentlich müssten wir jetzt direkt den Harlin nachschieben. Ich bin ja eigentlich gegen diese ewige Rumvergleicherei, weil ein Film auch autark wirken muss, ohne sich in Beziehung zu irgendeinem anderen Werk zu setzen. Aber gerade DOMINION wird es wie kaum einem anderen Film leicht gemacht, im Licht eines anderen zu glänzen und diesen zu zerschmettern. (Und nebenbei: Die CGI-Hyänen beim Harlin sehen trotz des wesentlich höheren Budgets ähnlich bescheiden aus.)
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#164 emme

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Geschrieben 18. März 2011, 01:16

Das hier ist übrigens Cineclub Nummer 121. :P
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#165 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 01:21

Ich sag' dann mal trotzdem danke für den CC in die Runde, bevor jetzt jeder ins Bettchen steigt. Hat...hm...Spaß gemacht...doch. Zumindest das erste Viertel! :D

#166 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 01:22

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 00:52:

Beitrag anzeigenbekay sagte am 18. März 2011, 00:42:

Natürlich ist das nicht realistisch - aber Film kann wie jede Kunst ihr Material eben nach eigenen Belangen takten und anordnen. So entstehen erzählerische Konventionen, welche bei nicht übertriebener Anwendung eigentlich nicht so harsch kritisiert werden sollten. Siehe auch die Schock-Momente, welche der Film eher sparsam einsetzt und m.E. unaufgeregt vorbereitet. Billig ist was anderes, finde ich.
Das Argument finde ich langsam etwas langweilig. Schlechte Elemente sind eigentlich interessant, und wenn nicht liegt die Schuld beim Zuschauer. Jo, klar. <_<
Man merkt doch richtig bei dem Kind wie im Hintergrund das Signal gegeben wurde. Und ich habe mich daran ja nicht aufgehangen, sondern es nur kurz belustigt bemerkt, wie ich das auch bei einem herein hängenden Mikro getan hätte (wahrscheinlich auch ein interessantes Element, wie die umfallende Kulisse oder fehlende Beleuchtung...).
Und der Film hatte nun mal extrem billige Schockeffekte, alleine das Spiel mit den Masken oder so ein Scheiß wie mit der Schlange, das ist Nachmittagsserien-Spuk.
Wie immer kann ich dir nur sagen: Weder verteidige noch greife ich den Film an, sondern will nur auf eine Art des Filmeguckens hinweisen, die nicht so arg wertorientiert ist. (Oder anders: Woher hast du die Autorität, ein Element als schlecht zu bezeichnen? Die Frage ist rethorisch, ich weiß die Antwort. :D )

Ich persönlich finde es eben einfach schade, dass die illusionäre Innovation (eine Chimäre, die es sowieso nicht gibt) stets dem eigentlich künsterlischen Prinzip von Wiederholung und Variation vorgezogen wird. Das sind für mich jedenfalls die eigentlichen Kategorien, in denen Filmproduktion und -rezeption verlaufen. Ich erkenne Künstlichkeit und Konstruierteheit als ganz eigenen filmischen Wert an und lande deswegen auch nicht so schnell bei dem Prädikat "schlechte Regie". Wenn etwas genau in dem Moment passiert, wenn die Kamera draufhält, obwohl es für eine authentische Darstellung eines Ereignisverlaufs wann anders sein müsste, dann ist das für noch nicht per se schlecht... da sind Spielräume, die DOMINION für mich bei weitem noch nicht überschritten hat. Er legt eine moderate Konstruiertheit an den Tag, die man auch gern interpretieren kann, wie das dj versucht hat.

Bestimmt bin ich unverständlich, aber ich bin auch hundemüde--

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#167 emme

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Geschrieben 18. März 2011, 01:25

Da niemand mehr auf meine halbgar vorgetragenen Provokationen einsteigen möchte, verabschiede ich mich nun in die Federn. Besten Dank, hat Spaß gemacht! :)

Beim nächsten Mal dann THE HAPPENING! :gorleben:
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#168 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 01:29

Aber die Konstruiertheit findet doch nicht auf so einem kleinen Raum statt! In nur diesem Detail. Der Gedanke ist einfach nur absurd. Da ist nur noch absurder, sich an einer so kurzen Szene überhaupt aufzuhalten und darüber zu diskutieren. :D Argh. Ich schneide betreffende Szene jetzt aus und lade sie bei youtube hoch, damit wir das nochmals im nachhinein hier betrachten können. Aber wie gesagt, nur ein Fliegenschiss. Aber trotzdem ganz bestimmt kein Kunstgriff, sondern zähes Timing mit kein Bock auf Nachdreh.

#169 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 01:29

Beitrag anzeigendjmacbest sagte am 18. März 2011, 01:01:

Mit der Warnung vor dem Intentionalismus kann man es auch übertreiben...
Stimmt, zum Glück habe ich das nicht getan. Vor zwei Jahren hätte ich noch gesagt, dass es unmöglich ist zwischen Schraders Wollen und den widrigen Produktionsbedingungen zu unterscheiden. Jetzt sage ich, dass bei einem Filmkenner wie Schrader gewiss auch einiges von dem, was Bob als schlecht empfindet, da durchaus einen reflektorischen und geplanten Wert hat. Aber dann wird man wieder ausgelacht, wie man so etwas nur behaupten könne, und und und.

Wir sind wieder an dieser Stelle der Diskussion, die mich bis an mein Lebensende verfolgen wird. Wie löst man sie? Oder lässt man es einfach bleiben und geht auseinander?

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#170 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 01:35

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 01:29:

Aber die Konstruiertheit findet doch nicht auf so einem kleinen Raum statt! In nur diesem Detail. Der Gedanke ist einfach nur absurd. Da ist nur noch absurder, sich an einer so kurzen Szene überhaupt aufzuhalten und darüber zu diskutieren. :D Argh. Ich schneide betreffende Szene jetzt aus und lade sie bei youtube hoch, damit wir das nochmals im nachhinein hier betrachten können. Aber wie gesagt, nur ein Fliegenschiss. Aber trotzdem ganz bestimmt kein Kunstgriff, sondern zähes Timing mit kein Bock auf Nachdreh.
Faszienerenderweise finde ich das gar nicht absurd. Wo sollte man denn sonst anfangen als bei den kleinsten Elementen? Weiter geht es mit den wenigen Schockmomenten, die eine m.E. absolut legitime Horror-Device sind, die du aber als "Nachmittagsserien-Spuk" bezeichnest, obwohl jeder Folter-Porno und jedes Horror-Remake heutzutage mit mehr und sehr viel lauteren dieser Effekte aufwarten. Da kann ich dich z.B. gar nicht nachvollziehen!

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#171 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 01:54

Nein, ich lache nicht aus! Ich weiß nur nicht recht, wie ich außer einem unterstrichenen Unverständnis auf manche Thesen von dir reagieren soll. Diese bringst du manchmal so rüber, dass ich denken muss, dass du von mir denken musst, dass ich in meinem Leben noch nie einen Film gesehen hätte. Mich an den einfachsten Maßstäben aufhalte und zu dies und jenem nicht fähig wäre oder gar gegen eine Form von Regelwerk zum Filmebetrachten verstoßen würde. Das bringt dann schon leicht auf die Palme. Beispiele:

Beitrag anzeigenbekay sagte am 18. März 2011, 00:58:

Ach, da haben wir es - Innovation. Halte ich für ne Seuche und eine ganz schlimme Religion. :D
[...]
sondern will nur auf eine Art des Filmeguckens hinweisen, die nicht so arg wertorientiert ist. (Oder anders: Woher hast du die Autorität, ein Element als schlecht zu bezeichnen? Die Frage ist rethorisch, ich weiß die Antwort. :D )
[...]
Ich erkenne Künstlichkeit und Konstruierteheit als ganz eigenen filmischen Wert an und lande deswegen auch nicht so schnell bei dem Prädikat "schlechte Regie".

Das sind alles so Theorien, die zumindest an meiner Betrachtung vorbei gehen. Die meisten Filme, die ich sehr schätze, beispielsweise von Kitano oder Ratanaruang, die entziehen sich total deinen aufgestellten Thesen, da sie es gar nicht nötig haben, mit einer Struktur zu brechen, schon gar nicht auf mikroskopischen Raum, da sie ganz eigen sind.
Ich habe da grundsätzlich keine Bewertungsmaßstäbe. Aber bei US-Filmen ist es nun mal so, dass man nach einer Weile (k.a. 2000 Filmen) abstrakte Bewertungen aufstellen kann, da sie einer immer wiedererkennbaren Form unterliegen.

#172 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 01:58

Falls wir morgen noch Lust verspüren sollten, Haare zu spalten:



Ich find's ja schon irgendwie wieder gut, sich darüber zu streiten. :))

#173 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 02:42

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 01:54:

Nein, ich lache nicht aus! Ich weiß nur nicht recht, wie ich außer einem unterstrichenen Unverständnis auf manche Thesen von dir reagieren soll. Diese bringst du manchmal so rüber, dass ich denken muss, dass du von mir denken musst, dass ich in meinem Leben noch nie einen Film gesehen hätte. Mich an den einfachsten Maßstäben aufhalte und zu dies und jenem nicht fähig wäre oder gar gegen eine Form von Regelwerk zum Filmebetrachten verstoßen würde. Das bringt dann schon leicht auf die Palme. Beispiele:

Beitrag anzeigenbekay sagte am 18. März 2011, 00:58:

Ach, da haben wir es - Innovation. Halte ich für ne Seuche und eine ganz schlimme Religion. :D
[...]
sondern will nur auf eine Art des Filmeguckens hinweisen, die nicht so arg wertorientiert ist. (Oder anders: Woher hast du die Autorität, ein Element als schlecht zu bezeichnen? Die Frage ist rethorisch, ich weiß die Antwort. :D )
[...]
Ich erkenne Künstlichkeit und Konstruierteheit als ganz eigenen filmischen Wert an und lande deswegen auch nicht so schnell bei dem Prädikat "schlechte Regie".

Das sind alles so Theorien, die zumindest an meiner Betrachtung vorbei gehen. Die meisten Filme, die ich sehr schätze, beispielsweise von Kitano oder Ratanaruang, die entziehen sich total deinen aufgestellten Thesen, da sie es gar nicht nötig haben, mit einer Struktur zu brechen, schon gar nicht auf mikroskopischen Raum, da sie ganz eigen sind.
Ich habe da grundsätzlich keine Bewertungsmaßstäbe. Aber bei US-Filmen ist es nun mal so, dass man nach einer Weile (k.a. 2000 Filmen) abstrakte Bewertungen aufstellen kann, da sie einer immer wiedererkennbaren Form unterliegen.
Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich jemanden in ein Gespräch über einen Film einbeziehen soll, der diesen schlecht findet. Ich werde es nie als meine Aufgabe ansehen, ihn davon zu überzeugen, den Film gut zu finden. Ich kann halt nur auf eine Perspektive hinweisen, von der aus eine Diskussion eher möglich ist. Wie soll ich mich zu dir verhalten, wenn ich über das m.E.n. sinnhafte Element des Theatralen in DOMINION reden will? Muss ich dich überzeugen? Aber das scheint mir gar nicht möglich... deswegen greife ich auf den schrecklicken Sermon zurück, der nicht etwa ein allgemeines Regelwerk des Filmbetrachtens ist, sondern immer nur als Angebot zu verstehen ist.

Ob sich Filme tatsächlich dem von mir postulierten Prozess von Wiederholung und Variation entziehen können, ist streitbar. Ich halte sie schlechterdings für unumgänglich. Innovation mag eine etwas stärkere Variation sein, aber in ihrem oft proklamierten idealen Zustand ist sie absolut utopisch und IMO nichtexistent. Was ich viel interessanter finde ist, dass man die Filme von Kitano oder Ratanaruang als höchstgradig künstlich und konstruiert empfinden und umschreiben kann. Und dass man Filme, die die durchgenuldelsten Plots auf durchgenudelste Weise präsentieren, als erholsam-realistisch gerade wegen ihrer Formelhaftigkeit betrachten kann. Oder vollkommen entrückt ausgedrückt: wie ein Film ist und was man von ihm hält, ist wohl zu einem sehr hohen Anteil davon abhängig, was man von ihm will. Und mir fällt eben immer wieder auf, dass du etwas anderes von Film willst als ich. Dieses Wollen scheint immer schwer vermittelbar und die Wurzel fast jeglicher Meinungsverschiedenheit über Film. Das einzige, was ich in diesem Kontext versuche, ist liberal keines dieser Wollen zu bevorzugen. Deswegen schaff ich es auch selten, mit jemandem über Film zu sprechen. That's it - Story of my Life...

@Video: Das schaue ich mir morgen an - da haben ich einen Grund, aus dem Bett zu kommen! Der Titel passt aber nicht ganz: eine offensichtliche Regieanweisung ist eine sehr schöne Konkretisierung von Konstruiertheit. Die stehen sich nicht etwa gegenüber... :D

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#174 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 12:48

Nun gut, aber fassen wir unsere Erlebnisse und -kenntnisse trotzdem mal in einem Protokoll zusammen, um vielleicht doch noch Anschlüsse zu generieren:

- Emme hat auf die Kreuze am Spital hingewiesen, die in einigen Bildern wie umgedrehte Kruzifixe schienen. Ein Eindruck, den ich bestätigen kann - und der vielleicht auf eine grundsätzliche Mehrdeutigkeit/Uneindeutigkeit des Films hinweist:
- dazu gehört gewiss auch die Parallelisierung der Nazis mit dem britischem Militär, was an und für sich vielleicht simpel ist, aber ja weitergeführt wird:
- der besessene Junge wird in verschiedenen religiösen Ikongrafien verortet: Als Jesus und Buddha.
- der von Pfeilen durchbohrte Pfarrer Francis nimmt bildmotivlich deutlich Bezug auf den heiligen Sebastian - beide wurden im Übrigen von Heiden wegen ihres Glaubens gerichtet.
- alle diese Bezüge und Mehrdeutigkeiten wurden wohl platziert, um das Thema aus seinem katholischen Kontext herauszulösen und allgemein-menschlicher zu gestalten (in Formulierung des Films: "Evil" als "human condition"), wozu auch die moralische Botschaft des Films passt:
- der Teufel ist der Utilitarist, der das Gewissen mit Menschenzählerei beruhigen will (10 Menschen zu töten ist besser als 50 Mensch zu töten).
- diese thematischen Bezüge sind in eine handwerklich holprige Form gegossen, obwohl hier der Streitpunkt mit Bob ist, inwiefern diese Holprigkeit den widrigen Produktionsumständen und einer unfähigen Regie geschuldet ist oder einiges davon vielleicht doch einen tieferen Sinn hat. Besonders die Theatralik, der Hang zum theoretischen Dialog und das gemächliche Pacing scheinen mir als geeignete Mittel zur Repräsentation oben genannter thematischer Aspekte.

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#175 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 13:46

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 01:58:

Falls wir morgen noch Lust verspüren sollten, Haare zu spalten:



Ich find's ja schon irgendwie wieder gut, sich darüber zu streiten. :))
Danke für das Video erst einmal. Und ja, darüber kann man sich ganz vorzüglich streiten. Was ich hier sehe, ist nicht etwa eine "offensichtliche Regieanweisung", sondern eine Unterordnung einer authentischen Ereignisfolge unter einen formalen Stil. Denn was das befremdende Gefühl - das Gefühl eines Fehlers - hier ausmacht, ist, dass die Begrüßung "Hello papa" zu einem Zeitpunkt gesagt wird, in der die begrüßte Person schon lange im Raum steht. Schauen wir uns die Einstellung ganz genau an: Die Kamera befindet sich im Schulraum und schaut aus der offenen Tür auf den Hof, von dem aus sich Francis und Emekwi nähern. Erst als sie den Raum bereits betreten haben (und bereits lange gegrüßt hätten würden), schwenkt die Kamera gemächlich nach links, um die Kinder ins Bild zu bekommen, welche sich eben erst dann regen, als sie zu sehen sind. Man kann die Szene somit m.E. ganz vorzüglich auch jenseits einer offensichtlich schlechten Regie als bedingungsloses Durchsetzen eines sehr langsamen Pacings interpretieren, unter welches sich Kategorien wie Authentizität unterzuordnen haben. Das führt zu einer Künstlichkeit, welche wiederum dazu führt, den Film eben gerade jenseits billigen Horror-Sclocks zu verorten.

Künstlichkeit war übrigens auch ein beliebtes Mittel bei Hitchcock, man schaue sich nur jene lächerliche Szene an, welches bereits Experimental-Film-Charakter hat (besonders die vier Einstellung von der freeze-frame-simulierenden Hedren, wie sie die entzündete Benzinlache verfolgt!):



(Nein, damit will ich nicht sagen, DOMINION wäre auf einer Ebene mit Hitchcock-Filmen, sondern dass offentsichtliche und lächerliche Künstlichkeit durchaus einen eigenen Wert hat - und eine Gesichte im Horror-Genre.)

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#176 Bob

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Geschrieben 18. März 2011, 14:36

Man kann auch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Oder man stellt sich die Bäume für extra vor die Sicht, da der Wald den Namen Schrader trägt. Retrospektive, wenn ich mich hier durchlese, scheint die Regie und die andere Verfilmung von Harlin bereits ausgereicht haben, um hieran Gefallen zu finden. Das ist mir zu viel mit der Lupe betrachtet, Kreuze und zu encodierende Zeichen, 'Evil' als 'human condition', wenn es sich um einen Drehbuchbaukastenstein handelt - will hier nicht in diese Kopfwelten folgen, noch Details über die fast 120 Minuten Film preisen. Ich sah einen eher schlechten Film, mit viel Unfug angereichert, dem sein 'pacing' noch am meisten im Weg stand, da ausgeruhtes Erzählen einen folgenden Humbug nicht adelt, sondern die zuvor investierte Zeit als ziemlich unnötig erscheinen lässt.

Zwei Adjektive, die den Film und seine Inszenierung durch die Regie sehr gut beschreiben: 'unaufmerksam' und 'lustlos'.

#177 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 14:52

Ach so, ich wollte noch auf diesen recht informativen Text verweisen.

Ansonsten: Was erwartest du denn von mir oder den anderen, Bob? Die Frage hast du mir noch nicht beantwortet, obwohl ich sie nun schon öfter habe durchscheinen lassen. Wie soll ich denn darauf reagieren, dass du einen Film schlecht findest? Falls du damit sagen willst, du verabschiedest dich aus der Diskussion: Das ist ja in Ordnung. Falls du damit aber einen Diskussionsbeitrag leisten willst - ich wusste doch niemals, wie ich an Meinungsbekundungen anschließen soll. Deswegen reagiere ich immer so befremdet darauf. Aber ich bin ja nicht der einzige Taktgeber des Gesprächs...

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#178 Bastro

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Geschrieben 18. März 2011, 15:20

Habe eure Diskussion mit Interesse verfolgt - und wäre selbst gerne eingestiegen, konnte aber erst 30 min später den Film starten.

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 01:54:

Ich habe da grundsätzlich keine Bewertungsmaßstäbe. Aber bei US-Filmen ist es nun mal so, dass man nach einer Weile (k.a. 2000 Filmen) abstrakte Bewertungen aufstellen kann, da sie einer immer wiedererkennbaren Form unterliegen.

Die Hemmung in der Diskussion scheint mir ein wenig darin zu liegen, dass man über die o.g. "abstrakten Bewertungen" schlecht reden kann, wenn man sie nicht kennt.

Zitat

Das sind alles so Theorien, die zumindest an meiner Betrachtung vorbei gehen. Die meisten Filme, die ich sehr schätze, beispielsweise von Kitano oder Ratanaruang, die entziehen sich total deinen aufgestellten Thesen, da sie es gar nicht nötig haben, mit einer Struktur zu brechen, schon gar nicht auf mikroskopischen Raum, da sie ganz eigen sind.

Hmm. Sehe ich anders. Kitanos Filme sind deswegen so toll, weil sie pointiert mit den bekannten Genre-Strukuren, in denen sich die Filme bewegen, zu brechen wissen.

Zur Versöhnung der Parteien: Passend zu den hier genannten Besipielen und zugleich zum Pacing-Schwenk scheint mir A Letter to Uncle Boonmee von Apichatpong Weerasethakul, in dem der Schwenk den Film regiert - und zugleich originär ist.

#179 bekay

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Geschrieben 18. März 2011, 17:21

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. März 2011, 14:36:

Man kann auch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Oder man stellt sich die Bäume für extra vor die Sicht, da der Wald den Namen Schrader trägt. Retrospektive, wenn ich mich hier durchlese, scheint die Regie und die andere Verfilmung von Harlin bereits ausgereicht haben, um hieran Gefallen zu finden. Das ist mir zu viel mit der Lupe betrachtet, Kreuze und zu encodierende Zeichen, 'Evil' als 'human condition', wenn es sich um einen Drehbuchbaukastenstein handelt - will hier nicht in diese Kopfwelten folgen, noch Details über die fast 120 Minuten Film preisen. Ich sah einen eher schlechten Film, mit viel Unfug angereichert, dem sein 'pacing' noch am meisten im Weg stand, da ausgeruhtes Erzählen einen folgenden Humbug nicht adelt, sondern die zuvor investierte Zeit als ziemlich unnötig erscheinen lässt.

Zwei Adjektive, die den Film und seine Inszenierung durch die Regie sehr gut beschreiben: 'unaufmerksam' und 'lustlos'.
Darf ich noch einmal? :D

In Abwandlung an das berühmte Sprichtwort Wielands kann man auch sagen, dass man sich keinen einzigen Baum mehr anschaut vor lauter Wald. Ich preise die Details übrigens nicht, sondern versuche sie zu deuten in Hinblick auf einen Sinn, den ich ganz offen auch weiterspinne, als es der Film selbst vielleicht zulassen würde. Denn das ist Film für mich: Verbildlichung von Gedanken und Sinn, an die man auch und gerade anschließen kann. Unabhängig davon, ob die Gedanken simpel sind, ob er unbeholfen filmisch dargestellt wurde. Ich finde es immer ungemein befreiend, mich bei dieser Tätigkeit vom Zwang des Gut-/Schlecht-Findes zu befreien. Und in dieser Hinsicht finde ich DOMINION eben auch doch würdig einer weiteren Beschäftigung (obwohl meine persönliche Punktewertung bei 5/10 liegt): Indem er den Horror - was zumeist bedeutet Bündelung und Abschaltung des "Bösen" in eine Figur, Monster etc. - psycholologisiert, entchristianisiert und durch verschiedene Verweise als conditio humana und nicht etwas als abschaltbaren Beelzebub darstellt. Einige dieser Verweise sind dabei so verkopft gar nicht, sondern - jedenfalls sehe ich das so - aus dem Film hergeleitet, aber natürlich dann weitergeführt.

Ich glaube, das Potential eines Films, an ihn und seine vermittelten Gedanken anzuschließen, hat nichts damit zu tun, wie man ihn findet. Man kann über einen seiner Meinung nach letzten Scheißfilm noch die tiefschürfendsten Diskussionen führen. Man sollte es sogar. :blush:

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#180 Bob

    social assassin

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Geschrieben 20. März 2011, 13:30

Jo, whatever. Bin wohl zu blöd. Aber danke für das 1x1 in Filmanalyse. Ohne die Szenenbeschreibung hätte ich das niemals so exakt wahrgenommen!

Zitat

Falls du damit sagen willst, du verabschiedest dich aus der Diskussion:
Das Angebot nehme ich jetzt doch gerne wahr.





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