Meine cineastischen Erlebnisse der letzten Woche:
SO, 25.10.2003:
"Wie in einem Spiegel" [Såsom i en spegel] , Schweden 1961, DVD
Weiß nicht was ich dazu schreiben soll.
MI, 28.10.2003:
"Twin Peaks - der Film" [Twin Peaks - Fire walk with me] , USA 1992, VHS
Leider war die Qualität meiner TV-Aufnahme dermaßen grottig, dass ich die Sichtung nach einer halben Stunde abbrechen musste. Den Film möchte ich aber unbedingt mal nachholen.
"Cutting Moments", USA 1998, DVD
Diese Kurzfilm-Zusammenstellung besteht aus folgenden Filmen:
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"Crack Dog", Regie: Casey Kehoe
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"Don't Nag Me", Regie: Timothy Healy, Gino Panaro
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"Boal of Oatmeal", Regie: Post/Gise/Bezanis/White/Hucko/Wu
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"Principles of Karma", Regie: Craig Wallace
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"Cutting Moments", Regie: Douglas Buck
Über diverse Internetforen wurde ich auf diese Kurzfilmcompilation aufmerksam - besser gesagt auf den letzten Beitrag: 'Cutting Moments'.
"...an extremly disturbing cinematic experience..." steht auf dem unglaublich häßlichen Cover. Und dieses Zitat macht mich schon recht hellhörig, da es von Abel Ferrara stammt, welcher ja selbst so manche "disturbing cinematic experience" zu verantworten hat.
Aber erst mal von vorne. Der erste Film heißt 'Crack Dog' und handelt von einem Crack-süchtigen Hund und seinem Herrchen, die am liebsten Leute umlegen.
Kaum beginnt man sich zu fragen, was das eigentlich soll ist der Film auch schon wieder vorbei.
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Naja.... weiter gehts.
Als nächstes folgt 'Don't Nag Me', der mir aber auch nur auf Grund des sympathischen Hauptdarstellers bemerkenswert scheint. Der Mann könnte auch gut den Weihnachtsmann geben, mit seinem weißen Rauschebart
Die Beiträge Nummer 3 und 4 hab ich ausgelassen. Die werden aber auch bei Gelegenheit nachgeholt.
'Cutting Moments' schließlich fiel gleich durch seinen sehr ruhigen und zurückhaltenden Stil auf.
Eine typische 3-köpfige Familie wird gezeigt. Der Vater schaut fern. Die Mutter macht Essen. Der Sohn spielt im Garten. Man spürt, das das Familienglück schon längst in der sauberen Vorstadtumgebung zerbröselt ist. Der Vater "interessiert" sich mehr für seine Sohn als für die Mutter. Die wiederum klammert sich verzweifelt an Erinnerungen von "besseren" Zeiten.
In einem Finalen Akt versucht sie ein letztes Mal ihren Ehemann auf sich aufmerksam zu machen. Ein letztes Mal sind beide glücklich vereint.
Eine eisige emotionale Kälte durchzieht den gesamten Film. Nur durch Schmerzen können die Charaktere wieder Gefühle füreinander empfinden. Regiesseur Douglas Buck ist gnadenlos in seiner Familiendarstellung. Und Abel Ferrara hatte verdammt nochmal recht.