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3 bis 4 Sätze und Gedanken... - Filmforen.de

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3 bis 4 Sätze und Gedanken...


25 Antworten in diesem Thema

#1 Doug Sirk

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Geschrieben 23. Oktober 2003, 13:35

22.10.2003
Stalag 17 Billy Wilder (USA 1953)

Mal wieder Wilder sehen, einen den ich noch nicht kannte, Komplettierungswahn und all das...

Fand diesen satirischen Film um ein deutsches Gefangenenlager, dessen Insassen und deren Alltag anfangs komisch. (Nicht im sinne von humorvoll. Komisch ist komisch, aber so war es halt). Irgendwie nicht richtig rund.
Komisch auch, dass der an sich zwar wie immer sehr gute William Holden seinen Oscar gerade hier bekommen hat.

Irgendwie habe ich den Film als Hommage an Renoirs La Grande Illusion empfunden. Wobei hier wie auch dort ein deutschstämmiger Regiesseur als Lagerkomandant das Highlight war.
Otto Preminger in weißen Socken war schon sehr erhellend.
Sig Rumann hatte nicht ganz die große Form, die er in Lubitschs To be or not to be hatte, denoch klasse.

Guter Durchschnitt, mag ihn.
vu par Abel Gance

#2 Doug Sirk

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Geschrieben 24. Oktober 2003, 09:05

23.10.2003
The Big Heat Fritz Lang (USA 1953)

In wunderschönem schwarz weiß fotographierter, mit viel Zigarettenrauch atmosphärisch dichter Beitrag zum Film Noir.
Damals neu dürften die Einblicke ins Privatleben des Ermittlers gewesen sein, die vielleicht etwas ZU Idylisch geraten sind. Aber auch gerade deshalb war abzusehen, dass in seiner Familie etwas schreckliches passieren wird, was einen erdrückenden Grundtenor geschaffen hat. Ebenso sollte die Gewalt recht krass ausgefallen sein.
Aber mit einem Sinn für Poetische Gerechtigkeit bekommt am Ende jeder das was er verdient.

Glen Ford war in der Rolle des harten Bullen und Rächers vielleicht etwas fehlbesetzt, hat das ganze aber mit Bravour gemeistert.
Fritz Lang hat mit seiner sachlichen (manchmal gar unmoralisch wirkenden) Herangehensweise mal wieder gezeigt, warum ich ihn zu meinen bisher 21 Regiegöttern zähle.
vu par Abel Gance

#3 Doug Sirk

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Geschrieben 27. Oktober 2003, 14:09

26.10.2002
Ich war 19 Konrad Wolf (DDR 1968)

Vor dem ersten Film, den ich von Wolf sah dachte ich noch, dass man wohl einen aus "geschichtlichen" Gründen gesehen haben muss. Danach jedoch war ich völlig platt. Dann sah ich ein Jahr später einen weiteren. Mit dem selben Ergebnis.
Und gestern wieder.

Ich meine immer, dass mich die Inhalte der Wolf Filme gar nicht interessieren. Zumindest nicht den "Cineasten" in mir. Aber er schafft es dennoch.

Es gibt eben Sachen, die man nicht erklären kann und ich für mich persönlich auch gar nicht erklären muss.

Ich mag Konrad Wolf. Ich mag seine Filme.
vu par Abel Gance

#4 Doug Sirk

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Geschrieben 30. Oktober 2003, 11:32

29.10.2003
Made In USA Jean-Luc Godard (F 1966)

Zähle das Teil einfach mal zu seinen ungoutierbaren. *hüstel
vu par Abel Gance

#5 Doug Sirk

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Geschrieben 31. Oktober 2003, 10:05

30.10.2003
Fortune Cookie Billy Wilder (USA 1966)

Wie immer amüsant. Das richtige wenn die ganze Familie zu besuch ist.
vu par Abel Gance

#6 Doug Sirk

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Geschrieben 03. November 2003, 10:06

01.11.2003
Teorema Pier Paolo Pasolini (I 1968)

Ein junger Mann legt der Reihe nach diskret die Mitglieder einer bourgeoisen Familie flach. Manchen bringt er Erlösung, manchen das Verderben. Ist er Herr oder Satan?
Am Ende schickt er sie in die Wüste.

Formal sehr strenger Film. Die Bilder schreien verhalten nach Pop.
Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck Pasolini würde das thematisieren thematisieren und das symbolisieren symbolisieren.

Aber als ganzes ist der Film schier großartig.
vu par Abel Gance

#7 Doug Sirk

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Geschrieben 03. November 2003, 10:10

02.11.2003
Götter der Pest Rainer Werner Fassbinder (D 1970)

Als könnte er mich enttäuschen. Großartig. Wie so vieles von ihm.
vu par Abel Gance

#8 Doug Sirk

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Geschrieben 06. November 2003, 14:02

06.11.2003
The Raven Roger Corman (USA 1963)

Ein Knaller, ein Granate, immer wieder toll.

Ein herrlich schwuler Vincent Price, gewoht klasse Peter Lorre, Karloff, der ja an sich ein sooo guter Darsteller ist, und Nicholson wie ich ihn ertragen kann.
Irgendwie wurde alles und noch immer nicht genug über Corman gesagt.


Muss ich jetzte meine Corman Sammlung auf DVD erstetzen?
vu par Abel Gance

#9 Doug Sirk

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Geschrieben 10. November 2003, 14:31

09.11.2003
The Killers Don Siegel (USA 1964)

Diese harte, äusserst ökonomisch erzählte Variante des Hemmingway Stoffes ist alles andere als ein unnötiges Remake des gleichnamigen Robert Siodmak Klassikers.

Hier Stimmt einfach alles. Lee Marvin gibt den harten Killer, Angie Dickenson bekommt ihren ruf als Gangsterbraut schlechthin (Ja für mich noch vor Faye Dunaway, da ich "Bonnie & Clyde" nicht leiden kann), Ronald Reagon in seiner besten Rolle und John Cassavetes war in der eigentlichen tragischen Hauptrolle sehr beeindruckend.

Obwohl ich zumindest "Shadows" & "Faces" verdammt gerne mag, mag ich Cassavetes als Darsteller doch viel lieber.

Der beste von Don Siegel. Dem letzten großen Genreregiesseuer.
vu par Abel Gance

#10 Doug Sirk

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Geschrieben 10. November 2003, 14:51

Ach so:

Irgendwann zwischen den letzten beiden Beiträgen habe ich: Das lächeln einer Sommernacht vom Bergman gesehen.

Der ist Klasse. Zumindest den 50er Jahre Output von Bergman verehre ich eh ohne Ende und dann ging mir diese Perle bisher durch die Lappen.

Ein Lustspiel irgendwo zwischen Max Ophüls und Ernst Lubitsch. Fasst man es. Ein Reigen. Am Ende finden sich alle und Gunnar Björnstrand trägt dazwischen Morgenmantel und Schlaf-Zipfel Mütze. Im Nachhinein geht das ganze tiefer als man beim sehen noch meint.

Ein neuer Lieblingsfilm.
vu par Abel Gance

#11 Doug Sirk

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Geschrieben 11. November 2003, 09:33

10.11.2003
Au Hasard Balthazar Robert Bresson (F 1966)

Balthazar ist ein Esel. Das arme Tier ist zunächst der Liebling der kleinen Tochter des Bauern. Wird Arbeitstier. Sieht wie die Tochter groß wird, ihre Vergewaltigung. Den Niedergang des Bauern. Gerät an einen versoffenen Penner, der ihn Misshandelt. Wird auf Grund seiner Intelligenz Attraktion im Zirkus. Gestohlen. Und stirbt am Ende unter Schmerzen mitten in einer Schafsherde.

Sowas nennt man wohl Parabel. Die Chronic eines Dorfes aus sicht eines Esels.
Die thematische Aufarbeitung sowie Regie sind wie immer bei Bresson brilliant. Manches sieht man, manches versteht man ohne es verstehen zu müssen und das ganze ist schlimm.
Manchmal denke ich man muss gläubig sein, wie Bresson, um seine Weltanschauung überhaupt ertragen zu können.
Denoch würde ich ihn für den Filmemacher überhaupt halten, wäre er nicht so unikat, nur so in sich selbst funktionierend, dass er fürs restliche Kino praktisch irrelevant ist.

Nein. Der Film ist Groß.
vu par Abel Gance

#12 Doug Sirk

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Geschrieben 14. November 2003, 12:27

14.11.3003
La Ronde Max Ophüls (F 1950)

Ein vor purer Schönheit sprühender, funkender und brodelnter Film. Eine filmische Karusselfahrt um Liebe, Betrug, Sex, Ehe, Geschlecht und die Geschichte, wie der Narrator am Ende bemerkt, "von uns allen".

Wie bei Ophüls nicht anders zu erwaten ist alles Perfekt. Der Stil sehr literrarisch. Die Kameraarbeit brilliant. Die Ausstattung an der Grenze zum Kitsch wunderbar.

Die Leichtigkeit, der friviole Esprit, die Dialoge,.... einfach alles passt.
Mit der "Tiefe" hatte Ophüls es nie so. Aber wer beschwert sich hier darüber?

La ronde ist für mich sein bester und schönster Film.
vu par Abel Gance

#13 Doug Sirk

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Geschrieben 04. Dezember 2003, 15:22

Im schnellverfahren:

Simon aus der Wüste von Bunuel
Mit einem Freund, der Bunuel auch versteht und diesen Film noch nicht kannte. Gelacht.

La Belle et la bete, jean cocteau
Für mich noch vor Orphee eindeutig der beste cocteau. Märchenhafter Kitsch mit Armleuchtern.

The Producers, Mel Brooks
Diesen Film liebe ich einfach. Immerwieder ein Brüller.

Marty, Delbert Mann
Einer der schönsten Filme, Ernest Borgnine in seiner schönsten Rolle. Muss man lieben. HOLLYWOOD!!!!

Zero de conduite, Jean Vigo
Endlich gesehen. Und nicht enttäuscht. Bunuel, murnau oder auch lang ähnlich und noch immer nicht getroffen. Fundgrube.

Asphalt Jungle, John Husten
Halte sonst nicht viel von Husten, aber dieser Film ist klasse. Atmosphärisch dicht. Perfekt besetzt und inszeniert. Ja Melville, wir haben ihn gesehen.
vu par Abel Gance

#14 Doug Sirk

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Geschrieben 08. Dezember 2003, 12:04

4.12.2003
Alexander Newski Segej Eisenstein (TR 1938)

Was Eisenstein (soweit mein Eindruck) am besten kann: Monumentale Schlachten und Massenszenen umsetzten, ohne das ganze zum überufernden EPOS oder auch "Schinken" verkommen zu lassen. Es bleibt immer kompakt, FILM.
Als Erzähler eher eigenwillig (für 1938) oder eher noch der/seiner klassischen Stummfilmsprache zugewandt, erzählt er vom Kampf des Volkshelden Alexander, der die russischen Heere eint und in den Kampf gegen die deutschen führt. Siegreich, weshalb dieser Film im zweiten Weltkrieg auch als "Durchhaltefilm für die russische Bevölkerung" herhalten musste.

Visuell ist Eisenstein eins der Filmgenies überhaupt, das mich noch jedesmal umhaut. Seine Sprache ist einzigartig. Die Episode in der hohe Kirchenvertretter Kinder verbrennen und das aufständische Volk niedertrampeln lassen ist so filmisch umgesetzt, wie es filmischer nicht geht. Daher sind mir solche Vorwürfe wie "seine Filme seien im Grunde pathetische Propaganda", die manchmal aufkommen im Grunde egal, ja mir ist das nichtmal aufgefallen.
vu par Abel Gance

#15 Doug Sirk

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Geschrieben 09. Dezember 2003, 10:16

8.12.2003
Que La Bete Meure Claude Chabrol (F 1969)

Habe jetzte schon seit langem keinen Chabrol Film mehr gesehen. Natürlich ging ich immer mit der Meinung Le Boucher und La femme infidele seinen seine besten Filme konform. les cousins ist historisch wichtig und im Spätwerk stechen violette noziere und Les Fantomes du Chapelier mit Abstand heraus und sind sogar fast ganz gut.
Angetan resp. Berührt war ich bisher von keinem Chabrol. Er war halt immer der schon ganz gute, der bis heute unermüdliche, der ständig seine themen neu variiert, der damals halt auch dabei war.
Que la bete meure ist ein Film über einen Mann, dessen leben zerstört wird, der Rache will, so teil eines anderen zerstörten Lebens wird und schlieslich dessen schicksal teilt.
Kalt und scharf beobachtet, recht dicht, manchmal etwas konstruiert und ein paar hänger in der Luft.
Lag aber nicht nur an Brahms, dass ich angetan war (noch bin)
vu par Abel Gance

#16 Doug Sirk

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Geschrieben 13. Januar 2004, 10:09

Lange nichts geschrieben. Hatte keine Zeit und ausser der Ozu Reihe auch wirklich nichts gesehen.

12.01.2004
La Passion De Jeanne d'Arc Carl Theodor Dreyer (F 1928)

Förmlich mathematische Bildkomposition, in der Nahaufnahmen von Gesichtern, Augen und Folterinstrumenten messerscharf aneinandergereiht werden. Die Ausweglosigkeit und Ungerchtigkeit, das Gesicht der Jeanne d'Arc bleiben wohl für immer ins Gedächtnis eingebrannt.

Kompromissloser, strenger und göttlich qualvoller geht es nicht.

Dreyer bleibt oft hinter dem skandinavischen Übervater Ingmar Bergman zurrück, was höchst ungerecht ist.
Vampyr (1931), atmosphärisch einfach einzigartig, und Vredens Dag (1943), auch eine Aufarbeitung des Passions Themas, sind zwei weitere Meisterwerke die so nur er hätte drehen können und "Ordet" steht jetzte weit oben auf meiner Liste.
vu par Abel Gance

#17 Doug Sirk

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Geschrieben 14. Januar 2004, 11:23

13.01.2004
Dead Again Kenneth Branagh (GB 1991)

Gestern nach Jahren ein zweitesmal gesehen, um meinen damaligen Eindruck zu bestätigen. Der Film ist von jeder Seite aus angreifbar. Wir haben S/W gefärbte Rückblenden, wir zitieren mal wieder Hitchcock, Andy Garcia und Robin Williams nerven, wir werden sehr Symbollastig und noch einiges mehr.....
Dennoch mag ich den Film sehr gerne. Kann nichtmal sagen warum. Vielleicht weil er trotz Zitaten eigenständig funktioniert, weil sich die Verschachtelungen der Story sehr gekonnt aufbauen oder einfach weil mich trotz diverser Störfaktoren einfach nichts stört.

Branagh mag ich an sich sehr gerne. "Peter's Friends" und "Much Ado About Nothing" finde ich klasse. Als Shakespeare Darsteller ziehe ich ihn Sir Laurence O. vor.
Sein Frankenstein war Mist und seitdem habe ich keine weiteren Filme von ihm gesehen.
vu par Abel Gance

#18 Doug Sirk

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Geschrieben 15. Januar 2004, 14:46

15.01.2004
Bringing Up Baby Howard Hawks (USA 1938)

Habe nun endlich die integrale Langfassung gesehen und on tape.
Grant und Hepburn möglicherweise auf dem Gipfel ihrer Kunst.
Und Hawks der Pessimsimist, der Menschenverachter, der hier das womöglich inkonsequenteste Finale aller Zeiten angehängt hat, da es, nachdem sich die Menschen hier doof wie Stroh 100 Minuten zum geht nicht mehr gekabbelt haben, einfach nicht mehr als recht und billig gewesen, hätten sie sich am Ende aus purer Schusseligkeit einfach gegenseitig umgebracht.
Das Ausmaß an Lächerlichkeit, welches er seinen Figuren hier Preis gibt, ist an Zynismus kaum zu überbieten.
Und Grant befolgt dabei Hawks Prinzip nie bewusst komisch zu sein mit einer Meisterschaft, die er selbst nie mehr erreicht hat.
Die Regie ist messerscharf und punktgenau. Brilliant. Und verliert nie den Blick für die große Leinwand, das Kino und Hollywood und was weiß ich noch alles.

Einer der tollsten und besten Filme ever.
vu par Abel Gance

#19 Doug Sirk

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Geschrieben 21. Januar 2004, 15:49

Vor 2 oder 3 Tagen. Bin müde und kann mich gerade nicht an alles erinnern. Zeit und Raum lösen sich auf. Anachronismus und Diskontinuität.

Wie der geneigte Leser meines Tagebuches verfolgen konnte habe ich mir - seit ich damit angefangen habe - bisher nur Filme angesehen die ich toll fand. Ging mir in letzter Zeit aber ohnehin mehr um Komplettismus und so weiter. Jetzte mal wieder so ein Teil, dass mich einfach nur stinksauer gemacht hat. Sauer werde ich immer, wenn da einer Dinge tut, die man meiner Ansicht nach nicht tut. Oder auch wenn ich den Typen auf seine Art einfach für - im negativen Sinne - bekloppt halte.
Oft schalte ich da einfach ab, grummle ein "*******(bitte selbst einfügen) ist überschätzt" in meinen Bart und es hat sich. Manchmal - wie in diesem Falle - sehe ich bis zum Ende durch, mit einer Nihilistischen "Jetzt erst recht" Haltung. Vielleicht tue ich das weil ich gerade genügend Geld für die Tüte Objektivität über habe oder warum auch immer.

Stalker, Andrej Tarkowskij (Russland 1979). Wie Pack ich das an? Seine Inzenierung habe ich von beginn am als eine Anbiederung an diverse Europäische Autorenfilmer Empfunden. Was mich deshalb so verärgert hat, da er über bestimmte Bilder und einstellungen gleich mehrfach gefahren ist und "Schaut mal her ich kann das auch, ich gehöre dazu" gesagt hat. So habe ich das empfunden.
Als nach 12 Minuten diese Frau schreinend zu Boden fiel. War ich zum erstenmal stinkig.
Tut man das? Strengt man die ganze Atmosphäre so zusammen um dann sowas zu bringen?
Zum erstenmal hielt ich ihn für bekloppt und habe abgeschaltet.
Etwa 24 Stunden später habe ich totmüde mit fiel Kaffee zu Ende gesehen.
Manchmal, in Ansätzen, habe ich auch was gefunden. ABER ..... und .... .
Ein NEIN. Hat seinen Weg in meine exklusive Sammlung nicht gefunden.

Vor Urzeiten hatte ich "Solaris" gesehen, der mir bisher nichts gesagt hatte. Aber im Gesammtwerkvergleich zu Stalker ist er richtig gut.

Warum habe ich Tarkowskij solange aufgeschoben? Nun, ich hatte von ihm immer das Bild des "Mode Chics" seiner Zeit, das irgendwo völlig zu recht in Vergessenheit geraten ist.

Iwans Kindheit sehe ich mir irgendwann mal an. Ansonsten ist diese Akte für mich geschlossen.
vu par Abel Gance

#20 Doug Sirk

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Geschrieben 22. Januar 2004, 10:28

21.01.2004
House Of Games David Mamet (USA 1987)

Was kleines, war aber sehr angetan.
Wir sind ein wenig intellektuell und zitieren den klassischen Film Noir. Eine erfolgreiche, intelligente aber gelangweilte Psychaterin (Lindsey Crouse) lernt beruflich zufällig einen Spieler und Trickbetrüger (Joe Mantegna - neuer weiterer persönlicher Lieblingsdarsteller) kennen.
Ob der latenten Gefahr die er für sie Ausstrahlt, zunächst fasziniert, verfällt sie ihm und wird zu seiner Komplizin. Bei einer Betrügerei ertlarvt sie das Opfer als Undercoveragenten und töten ihn versehentlich. Ihr Leben scheint aus den Fugen. Doch dann entdeckt sie was wirkliche Betrügerei ist.

Interessant, das das Film Noir Prinzip hier umgekehrt wird, da es hier die Frau ist, die dem mysteriösem Mann verfällt und so in einen Konflikt gerät.
Das gechickte Spiel mit falschen fährten und gekonntem Suspense erzeugte ständige Schmunzler, die dem Unterhaltungswert sehr zuträglich waren.

Die Inszenierung erscheint zunächst minimal, ist aber höchst ökonomisch und sehr präzise akzentuiert.
Auf die für die 80er typischen Ästhetikmodernismen wurde verzichtet.

Fazit: G.R:Hills "The Sting" in gut und für große.
vu par Abel Gance

#21 Doug Sirk

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Geschrieben 22. Januar 2004, 10:30

Ergänzung: Musik war von Bach. Passt sehr gut zur kühlen kopfigkeit des Films ;) :sof:
vu par Abel Gance

#22 Doug Sirk

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Geschrieben 26. Januar 2004, 14:06

15.01.2004
Orfeu Negro Marcel Camus (Portugal 1959)

Ach so kalt (und dennoch sehr sehr gut) die Verfilmung des Stoffes von Jean Cocteau, so schön, so lebendig und WARM Orfeu Negro von Marcel Camus.
Verlegt wurde das ganze in den Karneval von Rio. Orfeu lernt Eurydike wärend der Strassentänze kennen, lieben und verlässt prompt seine Frau.
Doch der Tod wartet auf Eurydike und holt sie noch in der selben Nacht ein. So auch Orfeu am folgenden Morgen, nach einer Nacht der Trauer und Verzweiflung.

Gedreht ausschlieslich mit Laiendarstellern ist das ganze ein bunter, schöner und trauriger Mythos. Bleibt kryptisch und ist durchaus tiefsinnig.
vu par Abel Gance

#23 Doug Sirk

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Geschrieben 27. Januar 2004, 11:27

27.01.2004
The Comancheros Michael Curtiz (USA 1961)

Ja Western sind mir am liebsten. Und dieser ist einer meiner liebsten. John Wayne und Stewart Whitman sind als Buddy Gespann unschlagbar. Lee Marvin parodiert etwas seine Rolle des Liberty Vallance.
Die Kulisse ist sehr schön. Die Gags sitzen. 's gibt Action, Romantik und es ist einfach saumässig unterhaltsam.
Wayne trägt das ganze und verleiht auch etwas westernromantischtiefes.
vu par Abel Gance

#24 Doug Sirk

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Geschrieben 02. Februar 2004, 11:03

30.01.2004
The Band Wagon Vincente Minnelli (USA 1953)

Nach langer Zeit mal wieder gesehen. Doch er ist schon riesig. Aber die Wucht von damals mit der er mir das Genre "Musical" auch überhaupt erst erschlossen hatte, war etwas weg.

Fred Astaire spielt einen gealterten Musical Star, dem zu einem Comeback verholfen wird. Doch der Regiesseur/Produzent kann sich nicht mit einem altmodischen Musical zufriedengeben und inszeniert das ganze als eine Adaption von Goethe's Faust. Was Astaire zunächst in einen Konflikt stürzt.

Gedanke: Nicht nur Story auch einselne Szenen, zB der Produzent steht oben auf der Bühne und zitiert ausladend Faust oder auch das verhalten des Produzenten an sich und der Konflikt von Astaire.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieser Film von Godard in Le Mepris zitiert wird (natürlich nur u.a. und aus Faust wurde die Odysee).....hat sich nur aufgedrängt, aber manchmal schon sehr.
vu par Abel Gance

#25 Doug Sirk

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Geschrieben 03. März 2004, 16:07

03.03.2004


Hab gestern "Branded To Kill" von Seijun Suzuki (J 1967) gesehen.
Es ist Melville, es ist Godard (besonders Alphaville), es ist noch mehr die Ästhetik von Antonionis grosser Triologie.
Er ist also sehr sixties mässig, cool und hat Stil.
Ist sicher kein Plagiat, eigenständig und hat seine Berechtigung.
Einen Hang zu etwas abstruser Gewalt und Pornographie.
Dabei bleibt er mehr kryptisch denn intellektuell und man muss ihn
nicht verstehen.
Inhalt: Ein Killer, der sich den Kick gibt an kochendem Reis zu
schnüffeln, erledigt seinen letzten Auftrag.
Die Sonnenbrille, die der Killer manchmal trägt ist fast so toll wie
die in Cassavetes "Shadows".

Am Ende ist der Film beeindruckend und irgendwie ein wahr gewordener
feuchter Traum. Haut jedoch auch irgendwo eine bisherige
Weltanschauung durcheinander.
Richtig gesagt hat er mir nichts. Aber ich mag ihn irgendwo aus
Prinzip.
Es ist ein hochinteressantes Teil.
vu par Abel Gance

#26 Doug Sirk

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Geschrieben 04. März 2004, 10:42

04.03.2004

Amores Perros (oder Ähnlich) von einem Versager. Hab dann irgednwann ausgemacht und die Kassete vom Balkon (8er Stock) geworfen. Splitter.


Irganwann in letzter Zeit:
La Maman Et La Putain Jean Eustache (F 1973)
Jean Pierre Leaud trägt Sonnenbrillen, Lederjacken, Schals. Er raucht, sitzt in Cafés, liest Zeitung und steht zwischen 2 Frauen. Schwarzweiß; gestochen; 210 Minuten
:love:

Bob le Flambeur Jean Pierre Melville (F 1955)
Oft arg amerikanische aber sehr sympathische Vorstudie zu späteren Meisterwerken.

Die bitteren Tränen der Petra von Kant Rainer Werner Fassbinder (BRD 1972)
Frau liebt Frau, doch diese Frau hat Mann, verlässt deshalb Frau und diese weint bitter.... vereinsamt.
Dazu Walker Brothers "In my Room" YES!!!!

Une Partie de Campagne Jean Renoir (F 1936)
Hier war Renoir noch Optimist!!!

Lancelot De Lac Robert Bresson (F 1974)
Er entdramatisiert und entpsychologisiert bis zum geht nicht mehr. Bis zum puren Stumpfsinn. Damit entrückt er diese Zeit noch weiter und macht die Ritter in ihren Rüstungen zum unbegreifbaren Mythos. Beeindruckend.
vu par Abel Gance





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