Faust - Love of the Dammed
Was war ich nach Sichtung dieses Machwerks froh nicht 35 Euro für die zweifellos hübsche Bibel SE dieses Films geopfert zu haben. Es fängt schon beim Spawn look a like, dem titelgebenen Antihelden an. Eine ähnlich lächerliche Kostümierung muß man erstmal bringen. Technisch wirkt das Ganze recht holprig inszeniert. Die jämmerlichen Dialoge versuchen auf Krampf große Philosophie zu sein und geben dem lächerlichen treiben den Rest.
Anfangs geht der Kram noch recht flott von statten und lädt dank seiner zahlreichen Unzulänglichkeiten zum Schmunzeln ein. Nach ner dreiviertel Stunde ist aber auch dieses Vergnügen vorbei.
Das Cabinett des Dr. Caligari
tolle Kulissen, tolle Schauspieler, ich habs genossen. ich freu mich auf die nächsten expressionistischen Filme im KoKi.
Fighter in the Wind
FitW erzählt eine klassische Aufsteigerstory wie sie für jedes jeden Martial Arts Film bzw. Bio Pic prototypischen Charakter hat. Ein koreanischer Niemand wird hier nach unmenschlichen Entbehrungen zum Helden Japans und Koreas.
Um es kurz zu machen: Selten verfügte ein Film über eine tumpere Hauptperson. Kämpfen, im Dreck wühlen und ungewaschen zurückgeblieben aus der Wäsche gucken. Mehr gesteht man seinem Hauptdarsteller nicht zu. Dafür darf er in den klischeehaftesten Trainingssequenzen des Genres zu Opernmetalklängen allerlei Steine zerdeppern oder verschneite Berggipfel erklimmen.
Leider ist der Film nicht wirklich als Trashbombe zu genießen. Mit größtem Pathos und Ernsthaftigkeit inszeniert verliert der Film irgendwo sein dramaturgisches Konzept und unterhält nur in seinen recht gut inszenierten Kampfszenen. Ansonsten lässt der arge Nationalismus dieses Filmes ein unangenehmes Gefühl zurück.
Mit Verlaub: totale, gehypte Scheiße
House of the Flying Daggers
Martial Arts Märchen zum besoffen sehen. In jeder Einstellung könnte man ins freeze frame gehen und sich das Bild an die Wand hängen. Die Story ist nur Aufhänger für die opulenten Kämpfe und die tragisch romantische Love Story. Das hat bei mir sehr gut gezündet und mich ohne Unterbrechung bis zum wirklich angenehm kitschigen Finale mitgerissen.
Audrey Rose
doofer Exorzist Abklatsch mit äußerst fürchterlicher Synchronisation.


Lights Out - Everywhere
Erstellt von Bateman, 09.06.2003, 12:25
70 Antworten in diesem Thema
#61
Geschrieben 13. November 2004, 12:11
#62
Geschrieben 17. November 2004, 12:16
Casshern
Seit Matrix kommt wohl kein Endzeitstreifen ohne wirre dark future Philosophie aus. Wenn denn nur der Rest wirkich unterhaltsam wäre. Mit 140 min ist dieser Film viel zu lang und wirkt ziemlich tranig. Das Computerspielfeeling macht sich ebenfalls unangenehm bemerkbar und von Schauspielerei will man gar nicht erst reden. Mehr als Posen sind nicht drin. Die bedeutungsschwangeren Chöre bzw. das denen entgegengesetzte Pianogeklimper machen den Film streckenweise zur Prüfung.
Basiert wohl auf nem Anime. Man merkts. Inhaltlich und optisch so inkohärent wie der ganze Endzeit/Sci-Fi Anime Kram.
Wodoo - Schreckensinsel der Zombies
In einer bierseligen Runde geht dem Film viel von seiner Atmo flöten. Ansonsten läuft da optisch und akustisch ne Menge sehr gekonnt zusammen. Immer wieder ein Vergnügen.
White Chicks (unrated)
Eine echte Überraschung. Abgesehen davon, dass dieser Film die Sexklamotte und das Buddymovie plündert wie nichts Gutes und eigentlich keine Überraschungen bietet, so ist der unterhaltungsfaktor doch erstaunlich hoch. Einen gewissen Breitheitsgrad vorausgesetzt, zündet der derbe Fäkalhumor außerordentlich gut.
Seit Matrix kommt wohl kein Endzeitstreifen ohne wirre dark future Philosophie aus. Wenn denn nur der Rest wirkich unterhaltsam wäre. Mit 140 min ist dieser Film viel zu lang und wirkt ziemlich tranig. Das Computerspielfeeling macht sich ebenfalls unangenehm bemerkbar und von Schauspielerei will man gar nicht erst reden. Mehr als Posen sind nicht drin. Die bedeutungsschwangeren Chöre bzw. das denen entgegengesetzte Pianogeklimper machen den Film streckenweise zur Prüfung.
Basiert wohl auf nem Anime. Man merkts. Inhaltlich und optisch so inkohärent wie der ganze Endzeit/Sci-Fi Anime Kram.
Wodoo - Schreckensinsel der Zombies
In einer bierseligen Runde geht dem Film viel von seiner Atmo flöten. Ansonsten läuft da optisch und akustisch ne Menge sehr gekonnt zusammen. Immer wieder ein Vergnügen.
White Chicks (unrated)
Eine echte Überraschung. Abgesehen davon, dass dieser Film die Sexklamotte und das Buddymovie plündert wie nichts Gutes und eigentlich keine Überraschungen bietet, so ist der unterhaltungsfaktor doch erstaunlich hoch. Einen gewissen Breitheitsgrad vorausgesetzt, zündet der derbe Fäkalhumor außerordentlich gut.
#63
Geschrieben 28. November 2004, 11:46
Commandante
Oliver Stones Doku über den Maximo Leader aus Havanna ist leider ein zwiespältiges Vergnügen. Einerseits gelingen durch die gegenseitige Sympathie der beiden Männer ein paar schöne Momente, wirklich erhellendes kommt so leider nicht zu Stande. Stone bohrt nicht nach, wenn Fidel Castro ihm bei unangenehmen aber eminent wichtigen Fragen (Menschenrechte, Folter, Freiheit) ausweicht oder offenkundig die Unwahrheit erzählt. Zu viel Bewunderung und Respekt ist vor diesem durchaus sympathischen und eloquenten Mann vorhanden.
the Cook, the Thief, his Wife and her Lover
Das Anrangement der Bilder und die Kamerafahrten durch das opulente Set sind beeindruckend. Der Humor schön finster mit dem Englands Bourgeoisie sein Fett abbekommt. Ein wenig zu geschwätzig mutet der Film hingegen an und zu fokussiert auf seine lautstarke Hauptperson.
40 Tage, 40 Nächte
war ganz nett, ist aber nach ein paar Tagen schon so gut wie vergessen
Ichi the Killer
völlig amoralischer, durchgeknallter Splatterwahnsinn. Die Story bleibt zwar Nebensache und es bleibt eher eine Nummernrevue aus Yakuza Trash, Frauenfeindlichkeit und Sadismus, ein Riesenspaß ist es trotzdem. Die schönste Szene ist die leiseste. Einer der Türsteher sinniert über Gott und die Welt und die Frage wie er in eigentlich zu diesem Job gekommen ist, wärend hinter seiner Tür zum wiederholten Male eine Frau gefoltert wird. Großes Kino.
Duplex
keine wirkliche Offenbahrung, aber durchaus unterhaltsam. Wenn auch das Ende einfallslos ist man das Gefühl bekommt, daß man sich nicht getraut hat richtig schwarzhumorig zu sein. So bleibt belanglose Durchschnittskost.
Oliver Stones Doku über den Maximo Leader aus Havanna ist leider ein zwiespältiges Vergnügen. Einerseits gelingen durch die gegenseitige Sympathie der beiden Männer ein paar schöne Momente, wirklich erhellendes kommt so leider nicht zu Stande. Stone bohrt nicht nach, wenn Fidel Castro ihm bei unangenehmen aber eminent wichtigen Fragen (Menschenrechte, Folter, Freiheit) ausweicht oder offenkundig die Unwahrheit erzählt. Zu viel Bewunderung und Respekt ist vor diesem durchaus sympathischen und eloquenten Mann vorhanden.
the Cook, the Thief, his Wife and her Lover
Das Anrangement der Bilder und die Kamerafahrten durch das opulente Set sind beeindruckend. Der Humor schön finster mit dem Englands Bourgeoisie sein Fett abbekommt. Ein wenig zu geschwätzig mutet der Film hingegen an und zu fokussiert auf seine lautstarke Hauptperson.
40 Tage, 40 Nächte
war ganz nett, ist aber nach ein paar Tagen schon so gut wie vergessen
Ichi the Killer
völlig amoralischer, durchgeknallter Splatterwahnsinn. Die Story bleibt zwar Nebensache und es bleibt eher eine Nummernrevue aus Yakuza Trash, Frauenfeindlichkeit und Sadismus, ein Riesenspaß ist es trotzdem. Die schönste Szene ist die leiseste. Einer der Türsteher sinniert über Gott und die Welt und die Frage wie er in eigentlich zu diesem Job gekommen ist, wärend hinter seiner Tür zum wiederholten Male eine Frau gefoltert wird. Großes Kino.
Duplex
keine wirkliche Offenbahrung, aber durchaus unterhaltsam. Wenn auch das Ende einfallslos ist man das Gefühl bekommt, daß man sich nicht getraut hat richtig schwarzhumorig zu sein. So bleibt belanglose Durchschnittskost.
#64
Geschrieben 06. Dezember 2004, 17:51
Someone Special
Korea Lovestory um einen todkranken Baseballspieler, der sich widerwillig mit einem etwas aufdringlichen Mädchen anfreundet und sich schließlich in sie verliebt.
Hat mich nicht wirklich berührt, vor allem da der Hauptdarsteller nur durch den Film geschlafwandelt ist, das Drehbuch nicht wußte wo es nun eigentlich hin will und die Dialoge nicht wirklich mitreißend waren. Die Hauptdarstellerin war niedlich, sonst wars das.
R-Point
Koreanische Soldaten gegen Geister im vietmanesischen Nirgendwo. Pluspunkte gibts für tolle Bilder und die dichte Athmo. Gänsehaut ist garantiert. Negativ: man hat permanent den Eindruck es werden Möglichkeiten en masse verschenkt. Inhaltlich nur durchschnittlich. Die Experimentierfreude scheint sich auf die nette Location zu beschränken. Die Schauspieler bleiben furchtbar unterbeschäftigt. Mehr als hyterisches Krakelen und debiles Flennen ist nicht drinne. Bei sowas bekomme ich die Krätze. Hätte man sich da ein wenig zurückgehalten und die Angst der Soldaten durch eine clevere Dramaturgie und ein überdurchschnittliches Drehbuch (überhaupt durch eine Story!) rübergebracht, hätte es ein super Film werden können.
Was ist mit Bob?
sehr durchschnittliches Bill Murray Vehikel. Zu lachen gabs eigentlich nichts.
Der letzte Tango in Paris
Die Doku über den Film, die Arte zuvor ausgestrahlt hatt, fand ich spannender. Brando ist zwar ne absolute Wucht, aber neben ihm hat auch nicht viel Platz. Aus Altersgründen fehlt mir vielleicht auch das Einfühlungsvermögen in seine Situation.
Phantom
Was Stummes vom Murnau mit Klavierbegleitung. Ich kann mich kaum erinnern in den letzten Jahren im Kino einer derartigen Tortur beigewohnt zu haben. Entgegen aller Erwartungen lief die Kinorolle der Murnau Stiftung fast 2 1/2 Stunden. Die Hälfte wäre angesichts der dünnen Story schon zuviel gewesen. Die Geschichte eines Schreibers, der in seiner Freizeit Gedichte schreibt und von einem besseren Leben träumt und eines Tages sich in eine reiche Fremde verliebt und darüber den Boden unter den Füßen verliert wird qualvoll ausgewalzt. Die Moral der Geschichte ist nach 60 Minuten klar und praktisch wiederholt sich alles bis zum unglaubwürdig, biederen und hastig dahingeklatschten Ende. Ein riesiges Ärgernis ist der Hauptdarsteller. Mit der ewig gleichen nach Mitleid heischenden Leidensmine torkelt er durch den Film. Nicht zu ertragen. Ich habe mich während des Filmes geärgert, dass Adolf diesen Mist nicht zu Unterfütterung der Autobahn verwandt hat und keine Gelegenheit mehr hatte den Hauptdarsteller an die Ostfront zu jagen.
Die Filmrolle war übrigens spitzenmäßig restauriert. Den Jahrgang 22 sah man dem Kram kaum an. Erträglicher hat es den Abend allerdings auch nicht gemacht.
Korea Lovestory um einen todkranken Baseballspieler, der sich widerwillig mit einem etwas aufdringlichen Mädchen anfreundet und sich schließlich in sie verliebt.
Hat mich nicht wirklich berührt, vor allem da der Hauptdarsteller nur durch den Film geschlafwandelt ist, das Drehbuch nicht wußte wo es nun eigentlich hin will und die Dialoge nicht wirklich mitreißend waren. Die Hauptdarstellerin war niedlich, sonst wars das.
R-Point
Koreanische Soldaten gegen Geister im vietmanesischen Nirgendwo. Pluspunkte gibts für tolle Bilder und die dichte Athmo. Gänsehaut ist garantiert. Negativ: man hat permanent den Eindruck es werden Möglichkeiten en masse verschenkt. Inhaltlich nur durchschnittlich. Die Experimentierfreude scheint sich auf die nette Location zu beschränken. Die Schauspieler bleiben furchtbar unterbeschäftigt. Mehr als hyterisches Krakelen und debiles Flennen ist nicht drinne. Bei sowas bekomme ich die Krätze. Hätte man sich da ein wenig zurückgehalten und die Angst der Soldaten durch eine clevere Dramaturgie und ein überdurchschnittliches Drehbuch (überhaupt durch eine Story!) rübergebracht, hätte es ein super Film werden können.
Was ist mit Bob?
sehr durchschnittliches Bill Murray Vehikel. Zu lachen gabs eigentlich nichts.
Der letzte Tango in Paris
Die Doku über den Film, die Arte zuvor ausgestrahlt hatt, fand ich spannender. Brando ist zwar ne absolute Wucht, aber neben ihm hat auch nicht viel Platz. Aus Altersgründen fehlt mir vielleicht auch das Einfühlungsvermögen in seine Situation.
Phantom
Was Stummes vom Murnau mit Klavierbegleitung. Ich kann mich kaum erinnern in den letzten Jahren im Kino einer derartigen Tortur beigewohnt zu haben. Entgegen aller Erwartungen lief die Kinorolle der Murnau Stiftung fast 2 1/2 Stunden. Die Hälfte wäre angesichts der dünnen Story schon zuviel gewesen. Die Geschichte eines Schreibers, der in seiner Freizeit Gedichte schreibt und von einem besseren Leben träumt und eines Tages sich in eine reiche Fremde verliebt und darüber den Boden unter den Füßen verliert wird qualvoll ausgewalzt. Die Moral der Geschichte ist nach 60 Minuten klar und praktisch wiederholt sich alles bis zum unglaubwürdig, biederen und hastig dahingeklatschten Ende. Ein riesiges Ärgernis ist der Hauptdarsteller. Mit der ewig gleichen nach Mitleid heischenden Leidensmine torkelt er durch den Film. Nicht zu ertragen. Ich habe mich während des Filmes geärgert, dass Adolf diesen Mist nicht zu Unterfütterung der Autobahn verwandt hat und keine Gelegenheit mehr hatte den Hauptdarsteller an die Ostfront zu jagen.
Die Filmrolle war übrigens spitzenmäßig restauriert. Den Jahrgang 22 sah man dem Kram kaum an. Erträglicher hat es den Abend allerdings auch nicht gemacht.
#65
Geschrieben 12. Dezember 2004, 14:46
Journeys with George
Doku einer HBO Reporterin über George Bushs Weg ins Weiße Haus. Genauer gesagt begleitet sie über ein Jahr den Kanditaten mit einer Pressemeute aller relevanten Medien auf einer Ochsentour durch alle Bundesstaaten. Die Doku konzentriert sich zwar einerseits auf den Menschen George Bush, aber vielmehr will es einen Einblick in das Showgeschäft Präsidentschaftswahlen geben und liefert ein sehr plastisches Bild über Manipulation von Meinungsmachern und Wählern, wo Inhalte nichtmal zweitrangig sind und nur Sympathien entscheiden. Ermöglicht wird das durch die Offenheit und Abgeklärtheit der mitreisenden Reporter, die bereitwillig Stellung beziehen und durch das von einer Hassliebe geprägte Verhältnis zwischen Dubya und der jungen, eher linksausgerichteten HBO Reporterin.
Freimütig, locker und recht humorvoll erleben wir zu anfangs den Governor aus Texas, der sich erstmal gegen innerpateiliche Kanditäten durchsetzen muss. Zu seiner Säuferzeit hätte man mit ihm sicher gut feiern können. Merklich unentspannter wird es, wenn er zum Kandidaten der Republikaner gekürt wird und die Falken an Bord kommen. Man spürt den zusätzlichen Druck und der Umfang des nun reisenden Trosses verschiebt sich ebenfalls ein paar Dimensionen nach oben.
King Arthur DC
Der Versuch King Arthur einen geschichtlich "authentischen" Rahmen, bzw. übernatürliche Komponenten rauszulassen, um Arthur als eine Art englischen William Wallce erscheinen zu lassen, schlägt gründlich fehl. Schuld daran das dämliche Drehbuch mit den ewig gleichen stereotypen Abziehbildern und der rudimentären Story und vor allem ein unfähiger Regisseur, der absolut überfordert scheint. Keine vernünftige Dramaturgie und unfassbar schludrig und planlos inszenierte Kämpfe. Eine Lachnummer.
Anacondas 2: The Hunt for the Blood Orchid
ganz durchschnittliches und formelhaftes B-Movie. Das dieser Film eine Kinoauswertung erfährt, ist schon erstaunlich. Normalerweise verstaubt sowas im vorletzten Regal einer Dorfvideothek.
Open Water
Wenn man bei einer Laufzeit von knapp 70 Minuten schon Füllszenen en masse zeigen muß und die Hauptdarstellerin zu Beginn unmotiviert aber recht ausgiebig mit full frontal nudity aufwartet, ist das kein gutes Zeichen. In der Tat ist Open Water eine Schlaftablette auf mediocrem Fernsehfilmniveau. Ein paar Haie und Ehezoff. Mehr nicht.
The Motorcycle Diaries
Etwas romantisiertes Roadmovie über die Reise zweier angehender Doktoren durch Lateinamerika. Einer davon wird später Held aller Müsli Flachbirnen sein: Che Guevara, weltfremder Träumer, Revoluzzer und Mörder.
Der Film verfügt über schöne Impressionen aus Südamerika und vielen gelungenen, teilweise wunderschönen Momenten. Ein wenig sauer stößt mir die latente Verklärung Che Guevaras auf. Rehäugig schmachtet er in die Kamera und vor lauter Rechtschaffenheit, Edelmut und Mitgefühl wurde mir fast die Milch im Kaffee sauer. Für die Che Guevara T-Shirt Träger sicher Wasser auf die Mühlen. Eher Legendenbildung als behutsame Entmystifizierung.
Charlies Family
Charlie Manson ist ein kleinwüchsiger Hippie, als Musikgenie verkannt, baut er sich auf einer Ranch eine Kommune auf. Exzessiver Gruppensex sowie ebensolcher Drogenkonsum und gezielte Gehirnwäsche schaffen ihm eine Gefolgschaft, die ihn als Messias verehrt. Das Treiben gerät immer psychotischer und so werden die ersten potentiellen Feinde gemeuchelt bis es zu den berühmten Schlachtfesten kommt.
Jim van Bebber inszeniert mit geringsten Mitteln, aber dafür gekonnt. Durch die technischen und monetären Beschränkungen entsteht ein sehr authentisch anmutender, dokuähnlicher Look, der den Zuschauer distanzlos teilhaben lässt. Geschickt verschränkt er Fake Interviews der Beteiligten aus heutiger Zeit mit überwiegend "gefälschten" Fernsehreportagen und den im Dogma Stil aufgenommenen Geschehnissen um die Manson Family. Wie andere van Bebber Filme auch, ist Charlies Family keine familienfreundliche Feiertagskost. Ähnlich wie My sweet Satan ein schöner Schlag in die Magengrube und eine schöne Abrechnung mit dem Manson Kult und auch dem Hippietum insgesamt.
Doku einer HBO Reporterin über George Bushs Weg ins Weiße Haus. Genauer gesagt begleitet sie über ein Jahr den Kanditaten mit einer Pressemeute aller relevanten Medien auf einer Ochsentour durch alle Bundesstaaten. Die Doku konzentriert sich zwar einerseits auf den Menschen George Bush, aber vielmehr will es einen Einblick in das Showgeschäft Präsidentschaftswahlen geben und liefert ein sehr plastisches Bild über Manipulation von Meinungsmachern und Wählern, wo Inhalte nichtmal zweitrangig sind und nur Sympathien entscheiden. Ermöglicht wird das durch die Offenheit und Abgeklärtheit der mitreisenden Reporter, die bereitwillig Stellung beziehen und durch das von einer Hassliebe geprägte Verhältnis zwischen Dubya und der jungen, eher linksausgerichteten HBO Reporterin.
Freimütig, locker und recht humorvoll erleben wir zu anfangs den Governor aus Texas, der sich erstmal gegen innerpateiliche Kanditäten durchsetzen muss. Zu seiner Säuferzeit hätte man mit ihm sicher gut feiern können. Merklich unentspannter wird es, wenn er zum Kandidaten der Republikaner gekürt wird und die Falken an Bord kommen. Man spürt den zusätzlichen Druck und der Umfang des nun reisenden Trosses verschiebt sich ebenfalls ein paar Dimensionen nach oben.
King Arthur DC
Der Versuch King Arthur einen geschichtlich "authentischen" Rahmen, bzw. übernatürliche Komponenten rauszulassen, um Arthur als eine Art englischen William Wallce erscheinen zu lassen, schlägt gründlich fehl. Schuld daran das dämliche Drehbuch mit den ewig gleichen stereotypen Abziehbildern und der rudimentären Story und vor allem ein unfähiger Regisseur, der absolut überfordert scheint. Keine vernünftige Dramaturgie und unfassbar schludrig und planlos inszenierte Kämpfe. Eine Lachnummer.
Anacondas 2: The Hunt for the Blood Orchid
ganz durchschnittliches und formelhaftes B-Movie. Das dieser Film eine Kinoauswertung erfährt, ist schon erstaunlich. Normalerweise verstaubt sowas im vorletzten Regal einer Dorfvideothek.
Open Water
Wenn man bei einer Laufzeit von knapp 70 Minuten schon Füllszenen en masse zeigen muß und die Hauptdarstellerin zu Beginn unmotiviert aber recht ausgiebig mit full frontal nudity aufwartet, ist das kein gutes Zeichen. In der Tat ist Open Water eine Schlaftablette auf mediocrem Fernsehfilmniveau. Ein paar Haie und Ehezoff. Mehr nicht.
The Motorcycle Diaries
Etwas romantisiertes Roadmovie über die Reise zweier angehender Doktoren durch Lateinamerika. Einer davon wird später Held aller Müsli Flachbirnen sein: Che Guevara, weltfremder Träumer, Revoluzzer und Mörder.
Der Film verfügt über schöne Impressionen aus Südamerika und vielen gelungenen, teilweise wunderschönen Momenten. Ein wenig sauer stößt mir die latente Verklärung Che Guevaras auf. Rehäugig schmachtet er in die Kamera und vor lauter Rechtschaffenheit, Edelmut und Mitgefühl wurde mir fast die Milch im Kaffee sauer. Für die Che Guevara T-Shirt Träger sicher Wasser auf die Mühlen. Eher Legendenbildung als behutsame Entmystifizierung.
Charlies Family
Charlie Manson ist ein kleinwüchsiger Hippie, als Musikgenie verkannt, baut er sich auf einer Ranch eine Kommune auf. Exzessiver Gruppensex sowie ebensolcher Drogenkonsum und gezielte Gehirnwäsche schaffen ihm eine Gefolgschaft, die ihn als Messias verehrt. Das Treiben gerät immer psychotischer und so werden die ersten potentiellen Feinde gemeuchelt bis es zu den berühmten Schlachtfesten kommt.
Jim van Bebber inszeniert mit geringsten Mitteln, aber dafür gekonnt. Durch die technischen und monetären Beschränkungen entsteht ein sehr authentisch anmutender, dokuähnlicher Look, der den Zuschauer distanzlos teilhaben lässt. Geschickt verschränkt er Fake Interviews der Beteiligten aus heutiger Zeit mit überwiegend "gefälschten" Fernsehreportagen und den im Dogma Stil aufgenommenen Geschehnissen um die Manson Family. Wie andere van Bebber Filme auch, ist Charlies Family keine familienfreundliche Feiertagskost. Ähnlich wie My sweet Satan ein schöner Schlag in die Magengrube und eine schöne Abrechnung mit dem Manson Kult und auch dem Hippietum insgesamt.
#66
Geschrieben 08. Januar 2005, 15:42
Breaking News
Toll gefilmter Thriller von Johnny To. Seit langem habe ich nicht mehr so dynamische und mitreissende Action Szenen gesehen. Spitze!
Collateral
Optisch Klasse. Cruise steht die Rolle des diabolisch charismatischen Killers gut. Die Szene mit den Wölfen ich ein schöner Magic Moment.
Alien Vs. Predator
Ein totaler Reinfall. Keine Spannung, schlecht inszenierte Action im MTV Videoclip Stil. Zuviel CGI und ein schlecht designter Predator.
Wimbledon
Charmant dank Briten.
Resident Evil 2
Hirnverbrannter Mist. A movie for retards trifft es ganz gut. Allein schon die Introduction von Jill Valentine in der Polizeistation ist zum schießen. Der Film insgesamt ein Trauerspiel.
the Village
mit manirierten Bildern tarnt Shyamalan seine enttäuschende und hanebüchende Story. Immerhin ist er mit dieser lahmen Mystery Fabel am Tiefpunkt angekommen. Obwohl ich schon bei Sign gedacht habe, dass es kaum schlechter kommen könnte.
Fallen
Denzel Washington mit seinem ewig gleichen selbstgerechten Gesichtsausdruck in einem schlicht beknacktem Film.
Plötzlich Prinzessin
Hab mehr ne Screwball Comedy erwartet als ne Teeny Klamotte. Anne Hathaway war als hässliches Entlein wirklich niedlich. Ging schon. Auf den zweiten Teil werde ich aber verzichten.
the Gathering
Interessante Idee total in den Sand gesetzt. Christina Riccis Titten sind leider das einzig positiv Erwähnenswerte dieses Films.
Incredibles
Was für ein biederer Scheiß. Das Leute diesen Mist originell, lustig oder mitreissend finden, finde ich schlichtweg befremdlich. Ich konnte allerdings auch mit dem behinderten Clownfisch nicht viel anfangen.
Toy Story 2
Noch schlechter, kaum zu Ertragen. Pixar my Ass!
Graveyard of Honour (Miike)
zeitweise ein wenig zäh, aber insgesamt in Ordnung
Whale Rider
lustig, tragisch, rührend. Ein schönes Märchen mit toller Hauptdarstellerin und gegen Ende hin hohem Kitschfaktor.
Toll gefilmter Thriller von Johnny To. Seit langem habe ich nicht mehr so dynamische und mitreissende Action Szenen gesehen. Spitze!
Collateral
Optisch Klasse. Cruise steht die Rolle des diabolisch charismatischen Killers gut. Die Szene mit den Wölfen ich ein schöner Magic Moment.
Alien Vs. Predator
Ein totaler Reinfall. Keine Spannung, schlecht inszenierte Action im MTV Videoclip Stil. Zuviel CGI und ein schlecht designter Predator.
Wimbledon
Charmant dank Briten.
Resident Evil 2
Hirnverbrannter Mist. A movie for retards trifft es ganz gut. Allein schon die Introduction von Jill Valentine in der Polizeistation ist zum schießen. Der Film insgesamt ein Trauerspiel.
the Village
mit manirierten Bildern tarnt Shyamalan seine enttäuschende und hanebüchende Story. Immerhin ist er mit dieser lahmen Mystery Fabel am Tiefpunkt angekommen. Obwohl ich schon bei Sign gedacht habe, dass es kaum schlechter kommen könnte.
Fallen
Denzel Washington mit seinem ewig gleichen selbstgerechten Gesichtsausdruck in einem schlicht beknacktem Film.
Plötzlich Prinzessin
Hab mehr ne Screwball Comedy erwartet als ne Teeny Klamotte. Anne Hathaway war als hässliches Entlein wirklich niedlich. Ging schon. Auf den zweiten Teil werde ich aber verzichten.
the Gathering
Interessante Idee total in den Sand gesetzt. Christina Riccis Titten sind leider das einzig positiv Erwähnenswerte dieses Films.
Incredibles
Was für ein biederer Scheiß. Das Leute diesen Mist originell, lustig oder mitreissend finden, finde ich schlichtweg befremdlich. Ich konnte allerdings auch mit dem behinderten Clownfisch nicht viel anfangen.
Toy Story 2
Noch schlechter, kaum zu Ertragen. Pixar my Ass!
Graveyard of Honour (Miike)
zeitweise ein wenig zäh, aber insgesamt in Ordnung
Whale Rider
lustig, tragisch, rührend. Ein schönes Märchen mit toller Hauptdarstellerin und gegen Ende hin hohem Kitschfaktor.
#67
Geschrieben 22. Januar 2005, 13:18
Into the Mirror
Korea Grusel, der anfangs eine weitere Schauerstunde a la the Ring vermuten lässt, aber mehr und mehr in einer Krimihandlung mit fantastischen Elementan endet. Passabel, aber nicht mehr.
Genuine
Stummfilm von Wiene im Sog den Erfolges vom Caligari. Die Sets sind ein wenig aufwendiger, die Story und das Schauspiel hingegen können das Niveau des Cabinets nicht erreichen.
Garden State
Nettes Drame um einen Twentysomething, der seinen Platz im Leben sucht und dabei auf die große Liebe trifft. Gegen Ende trieft ein wenig der Schmalz
Finding Neverland
Ein wenig mutet der Film an, als wäre Tim Burton hin und wieder zu Regieführen vorbeigekommen. Die Imaginationskraft des Peter Pan Autors (Johnny Depp) und der mit ihm träumenden Kinder wird in Big Fish ähnlichen Fantasiewelten beschworen. Finding Neverland verfügt über viele schlichtweg schöne und rührende Szenen und man merkt Depp den Spaß an diesem Film an, aber das völlig verkitschte Ende hätte man sich schenken können.
Akira Kurosawas Dreams
schön, schön, obwohl die ein oder andere Episode etwas zäh war.
Sumurum
Stumme Schlaftablette von Erst Lubitsch. Aufwändiger aber für mich sinnloser Haremsreigen.
Korea Grusel, der anfangs eine weitere Schauerstunde a la the Ring vermuten lässt, aber mehr und mehr in einer Krimihandlung mit fantastischen Elementan endet. Passabel, aber nicht mehr.
Genuine
Stummfilm von Wiene im Sog den Erfolges vom Caligari. Die Sets sind ein wenig aufwendiger, die Story und das Schauspiel hingegen können das Niveau des Cabinets nicht erreichen.
Garden State
Nettes Drame um einen Twentysomething, der seinen Platz im Leben sucht und dabei auf die große Liebe trifft. Gegen Ende trieft ein wenig der Schmalz
Finding Neverland
Ein wenig mutet der Film an, als wäre Tim Burton hin und wieder zu Regieführen vorbeigekommen. Die Imaginationskraft des Peter Pan Autors (Johnny Depp) und der mit ihm träumenden Kinder wird in Big Fish ähnlichen Fantasiewelten beschworen. Finding Neverland verfügt über viele schlichtweg schöne und rührende Szenen und man merkt Depp den Spaß an diesem Film an, aber das völlig verkitschte Ende hätte man sich schenken können.
Akira Kurosawas Dreams
schön, schön, obwohl die ein oder andere Episode etwas zäh war.
Sumurum
Stumme Schlaftablette von Erst Lubitsch. Aufwändiger aber für mich sinnloser Haremsreigen.
#68
Geschrieben 04. Februar 2005, 12:59
Ghost Lake
Low-Budget Trash bei dem man die titelgebenden Geister vergeblich sucht. Dafür sind in diesem Streifen wohl die schlecht hergerichtesten und dazu noch mit einem uralt Rechner digital aufgepeppten Zombies der Filmgeschichte unterwegs. Auch sonst glänzt der Film mit Dilentantismus in allen Belangen. Während das Drehbuch für dieses Genre noch seinen Zweck erfüllt, ziehen einem die Leistungen der Darsteller die Schuhe aus. Selbst für Soaps ala GZSZ würde das Gebotene nicht ausreichen.
Die Regie- und Schnittleistung übrigens auch nicht. Jeder Anflug von Atmosphäre wird von deplatzierten Mätzchen im Keim erstickt. In seinen besseren Momenten wird unteres Fenrsehfilm Niveau erreicht. Einem Filmstudenten würde man nach Sichtung dieses Werkes wohl eine Tischlerlehre ans Herz legen, aber was macht man bei jemanden, der mit dieser Schauermär seinen bald zwanzigsten Film abliefert?
the Aviator
Möchte man etwas postitives über diesen Film sagen, könnte man ihm attestieren, dass man ihm sein hohes Budget wenigstens ansieht, ein paar darstellerische Leistungen ganz passabel sind und der Film trotz Überlänge nicht allzusehr langweilt. Das war es leider schon, denn man bekommt hier lediglich ein relativ leidenschaftsloses Biopic nach Schema F geboten. Zu keiner Zeit werden die Figuren auf der Leinwand lebendig oder berührt der Film seinen Zuschauer. Er ist groß, bunt und laut aber leider völlig seelenlos. Den Vergleich mit Citizen Kane sollte man wohl erst gar nicht ziehen.
Muxmäuschenstill
Erstaunlich was man mit wenig Geld, Talent und guten Schauspielern erreichen kann. Auch wenn Mux und Co zum Schluss, freundlich gesagt, die Puste ausgeht und die Motivation der Charaktere für ihre teilweise extremen Taten im Dunkeln bleibt, so hat man es trotzdem mit einer der galligsten und auch witzigsten Satiren auf deutsche Kleingeistigkeit und Blockwartmentalität zu tun.
Exorcist - the new Beginning
Dieser Film ist totaler Schrott. Inhaltlich und formal eine ähnliche Spitzenkraft wie Harlins Rennfahrerfilm. Über den man im Nachhinein sagen kann, dass er wenigstens nicht den Namen eines großen Vorgängers in den Schmutz gezogen hat.
Low-Budget Trash bei dem man die titelgebenden Geister vergeblich sucht. Dafür sind in diesem Streifen wohl die schlecht hergerichtesten und dazu noch mit einem uralt Rechner digital aufgepeppten Zombies der Filmgeschichte unterwegs. Auch sonst glänzt der Film mit Dilentantismus in allen Belangen. Während das Drehbuch für dieses Genre noch seinen Zweck erfüllt, ziehen einem die Leistungen der Darsteller die Schuhe aus. Selbst für Soaps ala GZSZ würde das Gebotene nicht ausreichen.
Die Regie- und Schnittleistung übrigens auch nicht. Jeder Anflug von Atmosphäre wird von deplatzierten Mätzchen im Keim erstickt. In seinen besseren Momenten wird unteres Fenrsehfilm Niveau erreicht. Einem Filmstudenten würde man nach Sichtung dieses Werkes wohl eine Tischlerlehre ans Herz legen, aber was macht man bei jemanden, der mit dieser Schauermär seinen bald zwanzigsten Film abliefert?
the Aviator
Möchte man etwas postitives über diesen Film sagen, könnte man ihm attestieren, dass man ihm sein hohes Budget wenigstens ansieht, ein paar darstellerische Leistungen ganz passabel sind und der Film trotz Überlänge nicht allzusehr langweilt. Das war es leider schon, denn man bekommt hier lediglich ein relativ leidenschaftsloses Biopic nach Schema F geboten. Zu keiner Zeit werden die Figuren auf der Leinwand lebendig oder berührt der Film seinen Zuschauer. Er ist groß, bunt und laut aber leider völlig seelenlos. Den Vergleich mit Citizen Kane sollte man wohl erst gar nicht ziehen.
Muxmäuschenstill
Erstaunlich was man mit wenig Geld, Talent und guten Schauspielern erreichen kann. Auch wenn Mux und Co zum Schluss, freundlich gesagt, die Puste ausgeht und die Motivation der Charaktere für ihre teilweise extremen Taten im Dunkeln bleibt, so hat man es trotzdem mit einer der galligsten und auch witzigsten Satiren auf deutsche Kleingeistigkeit und Blockwartmentalität zu tun.
Exorcist - the new Beginning
Dieser Film ist totaler Schrott. Inhaltlich und formal eine ähnliche Spitzenkraft wie Harlins Rennfahrerfilm. Über den man im Nachhinein sagen kann, dass er wenigstens nicht den Namen eines großen Vorgängers in den Schmutz gezogen hat.
#69
Geschrieben 14. Februar 2005, 15:10
the Grudge
im Gegensatz zum japanischen Original wenigstens inhaltlich nachvollziehbar. Vom Hocker reißt einen das Ganze trotzdem nicht. Viele Szenen und sogar die Schauspieler und Locations werden 1 zu 1 dem Orginal entliehen und praktisch nur um ein paar Ami Schauspieler der dritten Reihe ergänzt. Fürchterlich spannend und originell war Ju On schon nicht und so auch das Remake.
Friday Night Lights
Football Film mit Billy Bob Thornten als Coach, der sich betont realitätsnäher gibt, als der ansonst pathostriefende Schmuh, den das Genre des amerikanischen Sportfilms so hergibt. Football ist in der typischen amerikanischen Kleinstadt (nicht die idyllische, sondern das Modell: Mall, Holiday Inn, Fabriken, Beton) die mitunter einzige Möglichkeit der Aussicht eines Arbeiterlebens in einem gesichtslosen, tristen Nest zu entfliehen. Schaffen, tun das nur die wenigsten. Und in diesem Aspekt gibt sich der Film recht nüchtern und lässt die Märchenstunde ausbleiben. Darin besteht wohl auch für den Footballlaien die Daseinsberechtigung dieses Streifens, denn die Szenen vom Spiel sind für Unkundige wie mich höchstens von ästhetischem Reiz.
Sideways
Eine kleine Enttäuschung, denn gepackt hat mich Sideways nie. Die Gespräche über Wein waren ganz nett und der ein oder andere humorige Dialog wußte zu gefallen, trotzdem gelang es mir kaum Mitgefühl oder Verständnis für die Charaktere zu entwickeln oder sie gar liebzugewinnen, denn irgendwie waren mir diese zu obzessiv und eindimensional in ihrem Streben und Handeln. Und wenn das nicht klappt, klappt es auch mit einem Film wie Sideways nicht. Leider kann ich nicht mehr im Detail den Hebel ansetzen, da mir vieles schon wieder entfallen ist. Auch kein gutes Zeichen.
Million Dollar Baby
Wie bei Mystic River kann ich auch hier die ganze Lobhudelei nicht verstehen. Einzig Hillary Swank bietet eine erwähnenswerte Leistung, während Eastwood als rauher Trainer mit weichem Kern und Freeman als weiser Adjutant kurz vor der Seligsprechung ihren Stiefel runterspielen. Auch ist die Mischung aus Aufsteigerdrama und Sportlertragödie überfrachtet mit Stereotypen. Der brummige Trainer der seine letzte Chance wittert, die Sportlerin, die eigentlich viel zu alt, sich mit eisernem Willen gegen ihr Trailer Park Schicksal durchsetzt oder die fiese, unsportliche Gegnerin aus dem Ostblock.
Mit einem Mal schlägt der Film dann um und durch eine schwere Verletzung (natürlich hinterrücks und völlig unfair durch die böse Ostdeutsche Boxerin) kann Hillary nicht mehr selbständig atmen, ist somit am Ende und wünscht sich den Tod. Nach einer kleinen Ethik und Glaubenslektion bekommt sie den auch. Und dieser Film sicher den ein oder anderen Oscar und befindet sich damit in ähnlich illustrer, dumpfer Gesellschaft.
Hotel Rwanda
Das hier wäre mein Favorit für den Oscar. Das Portrait eines Hotelmanagers eines Nobelhotels in Ruanda, der während des Genozids an den Tutsis fast 1200 Menschen durchbringt. Ohne falschen Pathos oder große Theatralik wird einem eine der größten humanitären Katastrophen der Neuzeit nähergebracht. Der Film schafft es ohne Partei zu ergreifen oder einseitig zu emotionalisieren, diesen Ausnahmezustand ein wenig fassen zu können. Trotzdem lässt einen dieser Film wütend und traurig zurück angesichts eines Ereignisses, dass ca eine Million Menschenleben kostete, bei dem systematisch gemordet und vergewaltigt (Nachbar gegen Nachbar) wurde und die Welt nur zugeschaut hat.
Incident at Loch Ness
Werner Herzog möchte eine Doku über Loch Ness machen. Dazu lässt er sich mit einem windigen Produzenten ein, der bisher für etliche Blockbuster schon das Drehbuch verfasst hat und bekommt einen Kameramann zur Seite gestellt, der sich für Filme wie die Blade Trilogie auszeichnet. Während der Planung und der Expedition zum See wird Herzog von einer Filmcrew begleitet, die eine Doku über ihn machen will. Am See angekommen nimmt das Unheil seinen Lauf. Werner ist mit allem unzufrieden, der Produzent will den Film mit billigen Effekten und falschen Brüsten aufwerten, was Werner in den Boykott treibt und schließlich verteidigt Nessie höchstpersönlich seinen guten Ruf gegen die Schmierdokumentanten.
Incident... wird komplett aus der Perspektive der Herzogs Leben dokumentierenden Filmcrew erzählt und mischt munter Fiktionales mit Realem, authentische Personen mit fiktionalen Charakteren und und treibt sein Spiel mit dem Image der Beteiligten durch mehrere Wirklichkeitsebenen. Dabei entwickelt sich eine Satire bzw. Farce aufs Filmschaffen und die Eitelkeiten der Beteiligten, die zum Schluss belustigt in Monsterhorror Gefilde abkippt.
Alexander
Dass in diesem Film homoerotisch geschmachtet wird ohne Ende und Frauen nicht gerade gut wegkommen, macht ihn noch nicht zu einem Reinfall. Dass er sich konfus und pathostriefend und irgendwie ziellos über fast drei Stunden hinschleppt schon eher.
the Woodsman
Kevin Bacon sucht als aus der Haft entlassener Kinderschänder Anschluß an die Gesellschaft und versucht seinen inneren Dämonen Herr zu werden. Nüchtern und differenziertes Außenseiterdrama mit guten schauspielerischen Leistungen.
im Gegensatz zum japanischen Original wenigstens inhaltlich nachvollziehbar. Vom Hocker reißt einen das Ganze trotzdem nicht. Viele Szenen und sogar die Schauspieler und Locations werden 1 zu 1 dem Orginal entliehen und praktisch nur um ein paar Ami Schauspieler der dritten Reihe ergänzt. Fürchterlich spannend und originell war Ju On schon nicht und so auch das Remake.
Friday Night Lights
Football Film mit Billy Bob Thornten als Coach, der sich betont realitätsnäher gibt, als der ansonst pathostriefende Schmuh, den das Genre des amerikanischen Sportfilms so hergibt. Football ist in der typischen amerikanischen Kleinstadt (nicht die idyllische, sondern das Modell: Mall, Holiday Inn, Fabriken, Beton) die mitunter einzige Möglichkeit der Aussicht eines Arbeiterlebens in einem gesichtslosen, tristen Nest zu entfliehen. Schaffen, tun das nur die wenigsten. Und in diesem Aspekt gibt sich der Film recht nüchtern und lässt die Märchenstunde ausbleiben. Darin besteht wohl auch für den Footballlaien die Daseinsberechtigung dieses Streifens, denn die Szenen vom Spiel sind für Unkundige wie mich höchstens von ästhetischem Reiz.
Sideways
Eine kleine Enttäuschung, denn gepackt hat mich Sideways nie. Die Gespräche über Wein waren ganz nett und der ein oder andere humorige Dialog wußte zu gefallen, trotzdem gelang es mir kaum Mitgefühl oder Verständnis für die Charaktere zu entwickeln oder sie gar liebzugewinnen, denn irgendwie waren mir diese zu obzessiv und eindimensional in ihrem Streben und Handeln. Und wenn das nicht klappt, klappt es auch mit einem Film wie Sideways nicht. Leider kann ich nicht mehr im Detail den Hebel ansetzen, da mir vieles schon wieder entfallen ist. Auch kein gutes Zeichen.
Million Dollar Baby
Wie bei Mystic River kann ich auch hier die ganze Lobhudelei nicht verstehen. Einzig Hillary Swank bietet eine erwähnenswerte Leistung, während Eastwood als rauher Trainer mit weichem Kern und Freeman als weiser Adjutant kurz vor der Seligsprechung ihren Stiefel runterspielen. Auch ist die Mischung aus Aufsteigerdrama und Sportlertragödie überfrachtet mit Stereotypen. Der brummige Trainer der seine letzte Chance wittert, die Sportlerin, die eigentlich viel zu alt, sich mit eisernem Willen gegen ihr Trailer Park Schicksal durchsetzt oder die fiese, unsportliche Gegnerin aus dem Ostblock.
Mit einem Mal schlägt der Film dann um und durch eine schwere Verletzung (natürlich hinterrücks und völlig unfair durch die böse Ostdeutsche Boxerin) kann Hillary nicht mehr selbständig atmen, ist somit am Ende und wünscht sich den Tod. Nach einer kleinen Ethik und Glaubenslektion bekommt sie den auch. Und dieser Film sicher den ein oder anderen Oscar und befindet sich damit in ähnlich illustrer, dumpfer Gesellschaft.
Hotel Rwanda
Das hier wäre mein Favorit für den Oscar. Das Portrait eines Hotelmanagers eines Nobelhotels in Ruanda, der während des Genozids an den Tutsis fast 1200 Menschen durchbringt. Ohne falschen Pathos oder große Theatralik wird einem eine der größten humanitären Katastrophen der Neuzeit nähergebracht. Der Film schafft es ohne Partei zu ergreifen oder einseitig zu emotionalisieren, diesen Ausnahmezustand ein wenig fassen zu können. Trotzdem lässt einen dieser Film wütend und traurig zurück angesichts eines Ereignisses, dass ca eine Million Menschenleben kostete, bei dem systematisch gemordet und vergewaltigt (Nachbar gegen Nachbar) wurde und die Welt nur zugeschaut hat.
Incident at Loch Ness
Werner Herzog möchte eine Doku über Loch Ness machen. Dazu lässt er sich mit einem windigen Produzenten ein, der bisher für etliche Blockbuster schon das Drehbuch verfasst hat und bekommt einen Kameramann zur Seite gestellt, der sich für Filme wie die Blade Trilogie auszeichnet. Während der Planung und der Expedition zum See wird Herzog von einer Filmcrew begleitet, die eine Doku über ihn machen will. Am See angekommen nimmt das Unheil seinen Lauf. Werner ist mit allem unzufrieden, der Produzent will den Film mit billigen Effekten und falschen Brüsten aufwerten, was Werner in den Boykott treibt und schließlich verteidigt Nessie höchstpersönlich seinen guten Ruf gegen die Schmierdokumentanten.
Incident... wird komplett aus der Perspektive der Herzogs Leben dokumentierenden Filmcrew erzählt und mischt munter Fiktionales mit Realem, authentische Personen mit fiktionalen Charakteren und und treibt sein Spiel mit dem Image der Beteiligten durch mehrere Wirklichkeitsebenen. Dabei entwickelt sich eine Satire bzw. Farce aufs Filmschaffen und die Eitelkeiten der Beteiligten, die zum Schluss belustigt in Monsterhorror Gefilde abkippt.
Alexander
Dass in diesem Film homoerotisch geschmachtet wird ohne Ende und Frauen nicht gerade gut wegkommen, macht ihn noch nicht zu einem Reinfall. Dass er sich konfus und pathostriefend und irgendwie ziellos über fast drei Stunden hinschleppt schon eher.
the Woodsman
Kevin Bacon sucht als aus der Haft entlassener Kinderschänder Anschluß an die Gesellschaft und versucht seinen inneren Dämonen Herr zu werden. Nüchtern und differenziertes Außenseiterdrama mit guten schauspielerischen Leistungen.
#70
Geschrieben 28. Februar 2005, 19:45
Sky Captain and the World of Tomorrow
Schön, wenn man einem computeranimierten Film (mit realen Darstellern) seine digitale Herkunft nicht auf Schritt und Tritt ansieht. Im Gegenteil: die spektakulären Bilder im retro Design faszinieren und die nette Abenteuerstory im besten Indiana Jones Stil reißt mit. Die Chemie zwischen Law und Paltrow scheint auch gestimmt zu haben, geben sie doch eine vergnügliche Performance ab.
der Fan
Skuriller 80er Jahre Trash mit einer wirklich nett anzuschauenden Desiree Nosbusch. Bis auf die letzten 20 Minuten unterhält der Film eher durch unfreiwillige Komik und seinen Schlumpfhausen Synthie Pop Soundtrack. Das große Fressen mit der nackten Nosbuschlolita am Ende, dürfte auch heute noch für Irritationen sorgen. Immerhin schön gefilmt.
Amityville Horror
durschnittliche Spukhausmär. Warum das nun sechs Fortsetzungen und bald ein Remake nachsichzog ist mir nicht so ganz verständlich.
Vera Drake
sehr nüchtern gefilmtes Gesellschaftsdrama, dass sich mit dem Thema Abtreibung im England der 50er Jahre auseinandersetzt. Dem Zuschauer wird dabei glücklicherweise kein Standpunkt aufgedrängt. In der Hauptrolle allerdings etwas undifferenziert und gegen Ende ziemlich overacted. Nichtsdestotrotz funktioniert der Film als Geschichtsstunde, indem vor allem das Gefälle zwischen arm und reich (können die sich doch über teure psychologische Gutachten Abtreibungen erlauben) herausgearbeitet und porträtiert wird.
Coffee and Cigarettes
Einige Episoden sind belanglos, einige ganz amüsant, insgesamt zieht der Film analog zum Cafe Besuch an einem vorbei, ohne groß etwas zu hinterlassen. Nur der Benigni nervt.
Dänische Delikatessen
Der Film will einerseits Farce und Drama sein. Möchte allerdings lieber Arthouse als augenzwinkernder Trash sein und geht dabei ziemlich baden. Die dramatische Komponente wirkt undglaubwürdig und ist obendrein schlecht gespielt. Es fehlt angesichts des Leichenberges die Ironie oder das Augenzwinkern, dass das Happy End genießbarer machen würde. Obendrein ist die deutsche Synchro fürchterlich.
Team America
Lange nicht so reflektiert und intelligent wie der South Park Film. Eher ein derber Rundumschlag gegen alles und jeden, ohne so wirklich Stellung zu beziehen. Trotzdem lustig und gut gemacht.
Into the Sun
Seagal darf sich diesmal durch Japan kämpfen und auch mit seinen japanischen Sprachkenntnissen glänzen. An den Spaßfaktor seiner alten Kracher kommt auch dieser Film nicht ran. Die Kloppereien sind zu hektisch geschnitten und durch viele Close Ups zu unübersichtlich. Bezeichnend für die dramaturgischen Unzulänglichkeiten ist das Verhältnis Seagals zu seinem Sidekick, einem mehr als paddeligen FBI Agenten Marke Surfertyp. Nachdem die beiden es über 60 Filmminuten nicht schaffen eine Chemie miteinander zu entwickeln, wird er einfach nonchalent abserviert und das Drehbuch zaubert einfach zwei weitere Pappnasen hervor, mit denen der große Meister in die Schlacht zieht.
In den ersten 60 Filmminuten passiert actionmäßig auch nicht allzuviel, stattdessen düfen wir Seagal beim turteln zuschauen, nur so ist der Prolog zu erklären, der Seagal im Kampfeinsatz im asiatischen Busch zeigt. Dieses Intro wurde wohl erst nach Fertigstellung des eigentlichen Films nachgedreht, da man noch etwas Geballere benötigte und ist augenscheinlich nicht vom gleichen Regisseur gedreht, dilettantisch und lustlos inszeniert und lässt einen eigentlich bedingungslosen Trash erwarten. Der Film an sich ist aber technisch recht ordentlich inszeniert und für Genre Fans noch ganz ertragbar.
Closer
da werden viele Julia Roberts Fans beim Kinobesuch wohl geschluckt haben. Vier egozentrische und beziehungsunfähige Charaktere, die anscheinend ausschließlich von ihrer Libido und mangelndem Selbstwertgefühl getrieben werden, versuchen sich gegenseitig sexuell und verbal zu dominieren. Tolle, derbe Dialoge und großes Darstellertennis. Das hat richtig Spaß gemacht.
Bridget Jones 2
Lustig waren nur die Szenen mit Hugh Grant, der an der Rolle des Ekels sichtlich Spaß hat. Ansonsten weder lustig noch romantisch. Erstaunlich langweilig, charme- und einfallslos.
Phantom der Oper
Vielleicht für Musical Fans ne Offenbahrung. Ich fands über weite Stecken sehr zäh. Die Inszenierung und Ausstattung ist dabei die Trumpfkarte; opulent bis bombastisch, allerdings meistens zu sehr in Kitschhausen beheimatet. Emmy Rossum ist immerhin mehr als nur nett anzuschauen und hat mich dann letztendlich bei der Stange gehalten.
Beautiful Mind
Nicht so schlecht, wie der Name Ron Howard vermuten lässt und Russel Crowe ist richtig gut in seiner Rolle. Trotzdem, ein typisches Oscarmovie mit all seinen den Vor- und Nachteilen.
the Sea Inside
todtraurig, (an)rührend, dann wieder herzergreifend und lebensbejahend, zutiefst menschlich und zuweilen wunderschön. Ein toller Film, der nie in Stereotype verfällt oder in die Pathosfalle tappt. Großartig in allen Belangen.
Schön, wenn man einem computeranimierten Film (mit realen Darstellern) seine digitale Herkunft nicht auf Schritt und Tritt ansieht. Im Gegenteil: die spektakulären Bilder im retro Design faszinieren und die nette Abenteuerstory im besten Indiana Jones Stil reißt mit. Die Chemie zwischen Law und Paltrow scheint auch gestimmt zu haben, geben sie doch eine vergnügliche Performance ab.
der Fan
Skuriller 80er Jahre Trash mit einer wirklich nett anzuschauenden Desiree Nosbusch. Bis auf die letzten 20 Minuten unterhält der Film eher durch unfreiwillige Komik und seinen Schlumpfhausen Synthie Pop Soundtrack. Das große Fressen mit der nackten Nosbuschlolita am Ende, dürfte auch heute noch für Irritationen sorgen. Immerhin schön gefilmt.
Amityville Horror
durschnittliche Spukhausmär. Warum das nun sechs Fortsetzungen und bald ein Remake nachsichzog ist mir nicht so ganz verständlich.
Vera Drake
sehr nüchtern gefilmtes Gesellschaftsdrama, dass sich mit dem Thema Abtreibung im England der 50er Jahre auseinandersetzt. Dem Zuschauer wird dabei glücklicherweise kein Standpunkt aufgedrängt. In der Hauptrolle allerdings etwas undifferenziert und gegen Ende ziemlich overacted. Nichtsdestotrotz funktioniert der Film als Geschichtsstunde, indem vor allem das Gefälle zwischen arm und reich (können die sich doch über teure psychologische Gutachten Abtreibungen erlauben) herausgearbeitet und porträtiert wird.
Coffee and Cigarettes
Einige Episoden sind belanglos, einige ganz amüsant, insgesamt zieht der Film analog zum Cafe Besuch an einem vorbei, ohne groß etwas zu hinterlassen. Nur der Benigni nervt.
Dänische Delikatessen
Der Film will einerseits Farce und Drama sein. Möchte allerdings lieber Arthouse als augenzwinkernder Trash sein und geht dabei ziemlich baden. Die dramatische Komponente wirkt undglaubwürdig und ist obendrein schlecht gespielt. Es fehlt angesichts des Leichenberges die Ironie oder das Augenzwinkern, dass das Happy End genießbarer machen würde. Obendrein ist die deutsche Synchro fürchterlich.
Team America
Lange nicht so reflektiert und intelligent wie der South Park Film. Eher ein derber Rundumschlag gegen alles und jeden, ohne so wirklich Stellung zu beziehen. Trotzdem lustig und gut gemacht.
Into the Sun
Seagal darf sich diesmal durch Japan kämpfen und auch mit seinen japanischen Sprachkenntnissen glänzen. An den Spaßfaktor seiner alten Kracher kommt auch dieser Film nicht ran. Die Kloppereien sind zu hektisch geschnitten und durch viele Close Ups zu unübersichtlich. Bezeichnend für die dramaturgischen Unzulänglichkeiten ist das Verhältnis Seagals zu seinem Sidekick, einem mehr als paddeligen FBI Agenten Marke Surfertyp. Nachdem die beiden es über 60 Filmminuten nicht schaffen eine Chemie miteinander zu entwickeln, wird er einfach nonchalent abserviert und das Drehbuch zaubert einfach zwei weitere Pappnasen hervor, mit denen der große Meister in die Schlacht zieht.
In den ersten 60 Filmminuten passiert actionmäßig auch nicht allzuviel, stattdessen düfen wir Seagal beim turteln zuschauen, nur so ist der Prolog zu erklären, der Seagal im Kampfeinsatz im asiatischen Busch zeigt. Dieses Intro wurde wohl erst nach Fertigstellung des eigentlichen Films nachgedreht, da man noch etwas Geballere benötigte und ist augenscheinlich nicht vom gleichen Regisseur gedreht, dilettantisch und lustlos inszeniert und lässt einen eigentlich bedingungslosen Trash erwarten. Der Film an sich ist aber technisch recht ordentlich inszeniert und für Genre Fans noch ganz ertragbar.
Closer
da werden viele Julia Roberts Fans beim Kinobesuch wohl geschluckt haben. Vier egozentrische und beziehungsunfähige Charaktere, die anscheinend ausschließlich von ihrer Libido und mangelndem Selbstwertgefühl getrieben werden, versuchen sich gegenseitig sexuell und verbal zu dominieren. Tolle, derbe Dialoge und großes Darstellertennis. Das hat richtig Spaß gemacht.
Bridget Jones 2
Lustig waren nur die Szenen mit Hugh Grant, der an der Rolle des Ekels sichtlich Spaß hat. Ansonsten weder lustig noch romantisch. Erstaunlich langweilig, charme- und einfallslos.
Phantom der Oper
Vielleicht für Musical Fans ne Offenbahrung. Ich fands über weite Stecken sehr zäh. Die Inszenierung und Ausstattung ist dabei die Trumpfkarte; opulent bis bombastisch, allerdings meistens zu sehr in Kitschhausen beheimatet. Emmy Rossum ist immerhin mehr als nur nett anzuschauen und hat mich dann letztendlich bei der Stange gehalten.
Beautiful Mind
Nicht so schlecht, wie der Name Ron Howard vermuten lässt und Russel Crowe ist richtig gut in seiner Rolle. Trotzdem, ein typisches Oscarmovie mit all seinen den Vor- und Nachteilen.
the Sea Inside
todtraurig, (an)rührend, dann wieder herzergreifend und lebensbejahend, zutiefst menschlich und zuweilen wunderschön. Ein toller Film, der nie in Stereotype verfällt oder in die Pathosfalle tappt. Großartig in allen Belangen.
#71
Geschrieben 09. März 2005, 12:36
Eugenie... the Story of Her Journey Into Perversion
Ein durch und durch unterhaltsamer Franco. Entspannt und locker leicht zoomt sich der Spanier durch mediterane Sets und über schöne Frauen(körper) und bietet seine Interpretation einer de Sade Geschichte. Unterstützt wird das von einem gefälligen Lounge Soundtrack und einem schön zuzuschauenden Darstellerensemble. Viel Spaß dank geringer Leerlaufquote.
the Machinist
Bales physische Tour de Force Performance schmerzt beim Zuschauen und ist sicher die größte Attraktion dieses kleinen, düsteren, lynchesken Mysterythrillers. Ansonsten faszinieren die monochrom bis stahlgrauen Bilder und der Noir Touch. Die Auflösung war mir zu eindeutig und absehbar. Da wäre mir etwas vages, surreal böses lieber gewesen.
Der Tod in Venedig
Vielleicht ist Thomas Manns Novelle ja nuancierter. Aber über weite Strecken hat man das Gefühl, dass hier der Regisseur seinen Fetisch befriedigt und sich voyeuristisch an adolescenten Jungen ergötzt. Schwül und schwülstig ist hier jedenfalls Programm ohne das viel anderes passiert, als das Aschenbach Tadzio anschmachtet und sich angesichts seiner Jugend als wertlos, unterlegen und chancenlos empfindet.
Schön fotografiert und musikalisch untermalt ist das allemal und entfaltet vor allem gegen Ende einen surrealen Sog. Aschenbachs Delirium in den Pestilenz verseuchten Gassen Venedigs entschädigt für die ein oder andere lange Minute zuvor.
Bad Guy
Kim Ki-Duk muss seine Mitmenschen hassen. Wie sonst könnte er derart düster und mitleidslos seine amour fou inszenieren.
Ein anmutiges junges Mädchen wird durch einen Trick von einem stummen, brutalen Zuhälter zur Prostitution gezwungen und erlebt dieses Schicksal mit all seinen Tiefen. Sie ist völlig isoliert, ohne Chance auf Flucht und wird geschlagen, gedemütigt, vergewaltigt und verletzt; immer unter dem wachsamen und paradoxerweise liebenden Auge des stummen Zuhälters. Irgendwann entwickelt sich eine masochistische Liebesbeziehung zwischen den beiden. Sie entfliehen dem Bordell schließlich in einem Lastwagen, auf dessen Ladefläche sich eine Matratze befindet, auf der sie auf ihrer Reise in eine gemeinsame Zukunft weiter Freier empfängt und Er weiter den Zuhälter gibt. Ein wahrlich misantrophischer Film!
Tamala 2010
Minimalistischer Anime, der anfangs wie ein dreckiger, gemeiner Bastard aus Underground Comic und Sci Fi Noir daherkommt und irgendwann in esoterischen Blödsinn abdriftet. In den Momenten, in denen die teilweise faszinierenden schwarz-weiß Szenarien mit der Musik verschmelzen, reißt er mit oder lässt einem aufgrund des pechschwarzen, absurden Humors grinsen. In seinen besten Momenten wähnt man sich in den Träumen eines Heroinjunkies, derart far out ist das Gebotene. Wäre da nicht das esoterische Klimmbimm der zweiten Filmhälfte, das Bemühen dem ganzen einen größeren Sinn zu geben, wäre es sicher eine kleine Perle geworden.
Saw
Der Anfang ist vielversprechend. Die perfiden Tötungsmaschinierien und das zynische Spiel des Killer reißen mit. Wenn der Film dann in immer konventionellere Bahnen abdriftet und den Machern Mut und Ideen ausgehen wirds etwas ermüdend und nach dem schwachem Ende zuckt man dann nur die Achseln und sagt sich: Der nächste bitte.
Ziemlich verbesserungswürdig auch die schauspielerischen Leistungen. Eine derart amateurhafte Katastrophenleistung wie die des Arztes hab ich schon lange nicht mehr in einem professionellem Film gesehen.
Prozac Nation
Da ging mir jetzt jedes Verständnis für die von Christina Ricci verkörperte problembehaftete Harvard Studentin ab. So etwas hysterisches und irrationales ist mir lange nicht mehr untergekommen. Statt den teueren Psychaterstunden hätte man ihren ständig gegen ihre Mitmenschen gerichteten Selbsthass mal mit einer anständigen Tracht Prügel beikommen können. Dazu noch die kleinmädchenhaften Kalenderspruchweisheiten "We live in a Prozac Nation". Nö mir reichts.
Joint Security Area
Klasse. Alleine für die "Spuckszene" am Grenzstreifen schon sein Geld wert
Monster AG
knuddelig
51st State
kurzweilig, lustig, temporeich
My Sassy Girl
Der heilige Gral der RomComs? - Vielleicht. MSG ist komisch, phantasievoll, ungestüm und charmant. Allerdings mit seinen gut 130 Minuten viel zu lang. Einige Episoden, wie beispielsweise die mit dem Militär im Freizeitpark, wären als Deleted Scenes besser aufgehoben gewesen. So gerät das Ganze teilweise etwas zäh. Ein wenig differenzierter hätten die Protagonisten auch ausfallen können, schließlich stützt sich der Film ausschließlich auf sie.
Blade Trinity
Wie auch die ersten beiden Teile sehr unterhaltsam. Allerdings mit erstaunlichen Schwächen im Bereich der Action. Die Szenen sind ohne Gefühl für Dynamik oder Übersicht geschnitten und stehen hinter den ersten beiden Teilen weit zurück. Mit Ryan Reynolds gibts noch nen lustigen Sidekick dazu, der auch die besten Lines in den Mund gelegt bekommt, Jessica Biel hingegen bleibt leider ziemlich blass. Ebenso der Obervampir, den man mit dem Abspann schon vergessen hat. Die Story verschenkt leider ironisches Potential. Der ironiefreie und humorlose Blade in den öffentlichen Medien und Institutionen hätte sicher noch den ein oder anderen amüsanten Moment ergeben. Geht in Ordnung, auch wenn ein etwas glamouröserer Abschluss der Blade Reihe drin gewesen wäre.
Alone in the Dark
Dagegen ist Blade III Shakespeare. Dieser Film ist wirklich so schlecht wie allerorts kolportiert wird. Abgesehen davon, dass er nichts mit dem Spiel zu tun hat und der Titel mangels alone und dark etwas irreführend ist, lässt sich AitD anfänglich wie passable Videothekenware an. Was sich nach ca 15 Minuten dann auf der Leinwand abspielt lässt sich nur so erklären. Uwe Boll hat einen maximal zehnjährigen Sohn, der ganz doll auf Groschenromane des Bastei-Lübbe Verlags steht. Der schreibt in seiner kindlichen Einfältigkeit ein Drehbuch, dass Papa dann talentfrei verfilmt, während Junior danebensteht und Anweisungen gibt.
Ähnlich schaurige Dialoge findet man wohl nur in Bolls eigenem Oeuvre. Die Inzenierung der Action ist vollständig diletantisch. Die Entfaltung der Story, in ihrer ganzen Schlichtheit, wirr und konfus. Es wird kein Stereotyp und keine noch so abgedrochschene Wendung ausgelassen.
Ob der Film sich jedoch zu einer ähnlichen Partybombe für Trashfans entwickelt bleibt abzuwarten. Dafür fehlt ihm wohl der naive Charme von HotD.
AitD ist jedenfalls an retardiertem Einfallsreichtum und menschenmöglichster Dummheit nicht zu überbieten.
Ein durch und durch unterhaltsamer Franco. Entspannt und locker leicht zoomt sich der Spanier durch mediterane Sets und über schöne Frauen(körper) und bietet seine Interpretation einer de Sade Geschichte. Unterstützt wird das von einem gefälligen Lounge Soundtrack und einem schön zuzuschauenden Darstellerensemble. Viel Spaß dank geringer Leerlaufquote.
the Machinist
Bales physische Tour de Force Performance schmerzt beim Zuschauen und ist sicher die größte Attraktion dieses kleinen, düsteren, lynchesken Mysterythrillers. Ansonsten faszinieren die monochrom bis stahlgrauen Bilder und der Noir Touch. Die Auflösung war mir zu eindeutig und absehbar. Da wäre mir etwas vages, surreal böses lieber gewesen.
Der Tod in Venedig
Vielleicht ist Thomas Manns Novelle ja nuancierter. Aber über weite Strecken hat man das Gefühl, dass hier der Regisseur seinen Fetisch befriedigt und sich voyeuristisch an adolescenten Jungen ergötzt. Schwül und schwülstig ist hier jedenfalls Programm ohne das viel anderes passiert, als das Aschenbach Tadzio anschmachtet und sich angesichts seiner Jugend als wertlos, unterlegen und chancenlos empfindet.
Schön fotografiert und musikalisch untermalt ist das allemal und entfaltet vor allem gegen Ende einen surrealen Sog. Aschenbachs Delirium in den Pestilenz verseuchten Gassen Venedigs entschädigt für die ein oder andere lange Minute zuvor.
Bad Guy
Kim Ki-Duk muss seine Mitmenschen hassen. Wie sonst könnte er derart düster und mitleidslos seine amour fou inszenieren.
Ein anmutiges junges Mädchen wird durch einen Trick von einem stummen, brutalen Zuhälter zur Prostitution gezwungen und erlebt dieses Schicksal mit all seinen Tiefen. Sie ist völlig isoliert, ohne Chance auf Flucht und wird geschlagen, gedemütigt, vergewaltigt und verletzt; immer unter dem wachsamen und paradoxerweise liebenden Auge des stummen Zuhälters. Irgendwann entwickelt sich eine masochistische Liebesbeziehung zwischen den beiden. Sie entfliehen dem Bordell schließlich in einem Lastwagen, auf dessen Ladefläche sich eine Matratze befindet, auf der sie auf ihrer Reise in eine gemeinsame Zukunft weiter Freier empfängt und Er weiter den Zuhälter gibt. Ein wahrlich misantrophischer Film!
Tamala 2010
Minimalistischer Anime, der anfangs wie ein dreckiger, gemeiner Bastard aus Underground Comic und Sci Fi Noir daherkommt und irgendwann in esoterischen Blödsinn abdriftet. In den Momenten, in denen die teilweise faszinierenden schwarz-weiß Szenarien mit der Musik verschmelzen, reißt er mit oder lässt einem aufgrund des pechschwarzen, absurden Humors grinsen. In seinen besten Momenten wähnt man sich in den Träumen eines Heroinjunkies, derart far out ist das Gebotene. Wäre da nicht das esoterische Klimmbimm der zweiten Filmhälfte, das Bemühen dem ganzen einen größeren Sinn zu geben, wäre es sicher eine kleine Perle geworden.
Saw
Der Anfang ist vielversprechend. Die perfiden Tötungsmaschinierien und das zynische Spiel des Killer reißen mit. Wenn der Film dann in immer konventionellere Bahnen abdriftet und den Machern Mut und Ideen ausgehen wirds etwas ermüdend und nach dem schwachem Ende zuckt man dann nur die Achseln und sagt sich: Der nächste bitte.
Ziemlich verbesserungswürdig auch die schauspielerischen Leistungen. Eine derart amateurhafte Katastrophenleistung wie die des Arztes hab ich schon lange nicht mehr in einem professionellem Film gesehen.
Prozac Nation
Da ging mir jetzt jedes Verständnis für die von Christina Ricci verkörperte problembehaftete Harvard Studentin ab. So etwas hysterisches und irrationales ist mir lange nicht mehr untergekommen. Statt den teueren Psychaterstunden hätte man ihren ständig gegen ihre Mitmenschen gerichteten Selbsthass mal mit einer anständigen Tracht Prügel beikommen können. Dazu noch die kleinmädchenhaften Kalenderspruchweisheiten "We live in a Prozac Nation". Nö mir reichts.
Joint Security Area
Klasse. Alleine für die "Spuckszene" am Grenzstreifen schon sein Geld wert
Monster AG
knuddelig
51st State
kurzweilig, lustig, temporeich
My Sassy Girl
Der heilige Gral der RomComs? - Vielleicht. MSG ist komisch, phantasievoll, ungestüm und charmant. Allerdings mit seinen gut 130 Minuten viel zu lang. Einige Episoden, wie beispielsweise die mit dem Militär im Freizeitpark, wären als Deleted Scenes besser aufgehoben gewesen. So gerät das Ganze teilweise etwas zäh. Ein wenig differenzierter hätten die Protagonisten auch ausfallen können, schließlich stützt sich der Film ausschließlich auf sie.
Blade Trinity
Wie auch die ersten beiden Teile sehr unterhaltsam. Allerdings mit erstaunlichen Schwächen im Bereich der Action. Die Szenen sind ohne Gefühl für Dynamik oder Übersicht geschnitten und stehen hinter den ersten beiden Teilen weit zurück. Mit Ryan Reynolds gibts noch nen lustigen Sidekick dazu, der auch die besten Lines in den Mund gelegt bekommt, Jessica Biel hingegen bleibt leider ziemlich blass. Ebenso der Obervampir, den man mit dem Abspann schon vergessen hat. Die Story verschenkt leider ironisches Potential. Der ironiefreie und humorlose Blade in den öffentlichen Medien und Institutionen hätte sicher noch den ein oder anderen amüsanten Moment ergeben. Geht in Ordnung, auch wenn ein etwas glamouröserer Abschluss der Blade Reihe drin gewesen wäre.
Alone in the Dark
Dagegen ist Blade III Shakespeare. Dieser Film ist wirklich so schlecht wie allerorts kolportiert wird. Abgesehen davon, dass er nichts mit dem Spiel zu tun hat und der Titel mangels alone und dark etwas irreführend ist, lässt sich AitD anfänglich wie passable Videothekenware an. Was sich nach ca 15 Minuten dann auf der Leinwand abspielt lässt sich nur so erklären. Uwe Boll hat einen maximal zehnjährigen Sohn, der ganz doll auf Groschenromane des Bastei-Lübbe Verlags steht. Der schreibt in seiner kindlichen Einfältigkeit ein Drehbuch, dass Papa dann talentfrei verfilmt, während Junior danebensteht und Anweisungen gibt.
Ähnlich schaurige Dialoge findet man wohl nur in Bolls eigenem Oeuvre. Die Inzenierung der Action ist vollständig diletantisch. Die Entfaltung der Story, in ihrer ganzen Schlichtheit, wirr und konfus. Es wird kein Stereotyp und keine noch so abgedrochschene Wendung ausgelassen.
Ob der Film sich jedoch zu einer ähnlichen Partybombe für Trashfans entwickelt bleibt abzuwarten. Dafür fehlt ihm wohl der naive Charme von HotD.
AitD ist jedenfalls an retardiertem Einfallsreichtum und menschenmöglichster Dummheit nicht zu überbieten.
Besucher die dieses Thema lesen: 1
Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0