Requiem
Gäääääääähn.
Der Film hat mich zu keiner Sekunde in seinen Bann gezogen. Die Hauptdarstellerin hat klasse gespielt, aber trotzdem habe ich nie wirklich mit ihr gefühlt. Zu oberflächlich bleiben sämtliche Charaktere.
Von technischer Seite her fand ich den Film furchtbar. Den Film optisch oder akustisch ansprechend wiederzugeben war den Machern hier wohl nicht sehr wichtig. Ist ja leider oft so bei deutschen Filmen. Das und der fehlende Mut eine Geschichte mal unkonventionell zu erzählen (oder, Gott behüte, gar eine unkonventionelle Geschichte zu erzählen) sind einige der Gründe warum ich dem deutschen Kino eher abgeneigt bin
Requiem – ein langweiliger Film. Aber auch die perfekte Möglichkeit mal wieder meinen Ärger über das deutsche Kino auszumotzen.
Das Medium Film bietet extrem viele Möglichkeiten welche weit über das normale Geschichtenerzählen hinausgehen. Viele deutsche Filmemacher weigern sich aber anscheinend diese Möglichkeiten zu nutzen. So auch Requiem. Technisch ist der Film so dermaßen langweilig dass es mich fast wütend gemacht hat. Klar, wenn man eine gute Geschichte zu erzählen hat, braucht man keine „Spielereien“ blabla. Ich find aber gerade so etwas macht eine gute Geschichte noch besser, ja bereichert sie. Eine gute Geschichte alleine bekomm ich auch in einem Buch.
Ein schönes Beispiel war z.B. der kürzlich gesehene „Die Wolke“. Eine spannende Idee, tolle technische Umsetzung und storytechnisch auch mal eine Dimension erreicht, die über das leben einer lesbischen Schriftstellerin in den 40iger Jahren hinausgeht.
Requiem hingegen verzichtet auf all so was und es wird gelabert, gelabert und gelabert… 90% davon langweiliges Gequatsche. Statt etwas durch Bilder oder Musik auszudrücken hält die wackelige Handkamera auf die Protagonisten und zeigt sie bei Belanglosen. Subtil ist hier wohl nicht erwünscht.
Nicht falsch verstehen, ich brauche nicht unbedingt schmückendes Beiwerk um einen Film gut zu finden, aber im Falle von Requiem hat es mich wirklich gestört weil die Geschichte durchaus Potential für mehr bietet. Mein Gott da hat mir ja selbst „Der Exorzismus der Emily Rose“ besser gefallen. Peinlich eigentlich
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Genrevielfalt ist für deutsche Filme ein Fremdwort. In Deutschland bekommen wir ein Drama nach dem anderen (vorzugsweise irgendwas im oder um den zweiten Weltkrieg) hier und da mal eine Komödie über die ehemalige DDR, vielleicht auch mal Slasher oder ne billige Komödie nach geklautem Hollywood Prinzip. Aber was neues, was wirklich spannendes was es nicht schon mal gab... Fehlanzeige.
Also ne… deutsches Kino, nicht ganz so verhasst wie das französische (obwohl die sich ja wenigstens noch was trauen), aber ich bleib in Zukunft doch lieber bei den Amis oder noch besser bei den Asiaten
Natürlich gibt es Ausnahmen (Tom Tykwer). Viele mögen Filme wohl auch so..ich jedenfalls nicht!
Abschließendes Wort zu Requiem: Stinklangweilig
3 von 10