
In Basin City wimmelt es nur so von korrupten Cops mit gebrochenen Herzen, sexy Huren und verzweifelte Wachleute. Die einen suchen Rache, die anderen Erlösung, manche auch beides. Die Story dreht sich eigentlich um die ganze Stadt und ihre verlorenen Seelen. Einer der Hauptpersonen ist Marv (Mickey Rourke), ein sehr starker Kämpfer und Schläger, der wohl in einem falschen Zeitalter geboren ist, er würde besser in eine Gladiatorenarena passen als in einer solchen Stadt. Er wird als Monster bezeichnet. Er fühlt sich verloren und alleine. Keiner versteht ihn so richtig, er tröstet sich in einer billigen Kneipe, voller Huren und Alkohol, den Schmerz weg . Bis eines Tages Goldie (Jaime King), eine Prostituierte, mit ihm schläft. Er fühlt sich wie im siebten Himmel, als er jedoch mit einem mächtigen Kater aufwacht und Goldie tot ist, schwört er demjenigen Rache, der sie tötete. Damit beginnt das grosse Töten des Marv.
Eine weitere Person ist Hartigan (Bruce Willis), der ein ehrlicher Cop (einer der wenigen in Basin City) ist, seine letzte Stunde als Cop ist nun gekommen. Der Arzt hat es ihm verordnet, da er große Herzbeschwerden hat. Er hat eine Frau, würde jedoch gerne seinen Beruf weiterhin ausführen. Nun will er in letzter Stunde noch dieses 11-jährige Mädchen retten, doch sein integranter Partner (Michael Madsen) möchte keinen Ärger. Da der Entführer nicht unbekannt ist - der einzige Sohn (Nick Stahl) des Senators, dem einflussreichsten Mann Sin Citys. Als Hartigan dann das Mädchen gerettet hat und den Entführer erschossen hat, wird er von Kugeln erfasst. Sein Partner hat ihn niedergeschossen. Der Tod scheint ihm sicher, jedoch gibt es eine Überraschung.
Dann kommt die Geschichte des Dwight (Clive Owen), er ist mit Shellie (Brittany Murphy) zusammen und schläft mit ihr. Als ihr Ex-Lover Jackie Boy (Benicio Del Toro) an der Tür klopft und Einlass fordert, wird sie ihm diesen Wunsch zunächst mächtig. währenddessen macht sich Dwight fertig um ihn fertig zu machen. Als Jackie herein kommt mit seiner Truppe schlägt er Shellie und geht danach ins Bad, da wird er von Dwight überrascht. Dwight mischt ihn in der Toilette auf. Daraufhin verlässt Jackie Shellie`s Wohnung, doch Dwight folgt ihn, um ihn kalt zu machen. Auf dieser Jagd trifft er in der Altstadt, wo die Huren ihr Gebiet haben, eine alte Bekannte. Die Jagd auf Jackie endet mit einem Massaker, wo es ein Dutzend Tote geben wird.
Ich selbst habe die Comics bisher nicht gelesen. Der Stil des Comics wurde eins zu eins übernommen und so fühlt es sich auch an. Wenn ein Charakter zum Beispiel irgendwo hinunter springt, bleibt der Hintergrund der gleiche nur die Person bewegt sich hinunter. Außerdem ist der Regen auch sehr Comic like. Der komplette Hintergrund ist ja am PC entstanden, das merkt man dem Film in keinstere Weise an. Die Atmosphäre ist so dicht, alles ist düster. Wer es noch nicht weiss, der Film ist hauptsächlich schwarz - weiß, nur bestimmte Dinge sind in Farbe wie z.B. die Schuhe des Dwight oder die Tablettendose von Marv. Der Stil ist einfach atemberaubend, es gab kaum einen so stylischen und atmosphärischen Film. Rodriguez (Regiessuer des Filmes) ist ein weiterer Coup gelungen, er hat einen sehr starken Cast (siehe Bruce Willis, Jessica Alba, Brittany Murphy, Clive Owen, Del Toro und Mickey Rourke). Alle spielen herausragend. Besonders gut gefallen mir Clive Owen, Benicio Del Toro, Bruce Willis und Mickey Rourke). Bei den Frauen dominieren Jessica Alba und Brittany Murphy.
Die Story hört sich ja schon ziemlich brutal an, was sich im Film deutlich bemerkbar macht. Es gibt zig Tote und es fliegen viele Körperteile durch die Gegend. Das Blut fließt in Strömen und es gibt auch eine Hinrichtung, hier und dar eine Folter Szene. Jedoch wird es durch das schwarz weise etwas gemindert. Hinzu kommt noch die Freizügigkeit der Frauen, die teilweise oben ohne voll anzusehen ist. Das ist wird den meisten Männern gefallen

Nun komme ich zu den wenigeren guten Sachen. Ich finde die Musik hätte besser die Stimmung untermalen können, mir fehlten gänzlichen Höhen bei wichtigen Szenen. Die Musik war bei weitem nicht schlecht, aber bis auf in der letzten Szene im Film, gab es keine starken Momente der Musik. Zu lasch würde ich sagen. Ein weiterer Punkt wäre die Story, sie ist sehr atmosphärisch für die Grundstimmung der Stadt auch passend, nur leider fehlt etwas. Irgendwie wirkt das Puzzle nicht komplett. Was vielleicht besser wäre, wenn man die verschieden Geschichten zusammen führen würde. Das würden den Comic-Fans aber wahrscheinlich nicht passen. Vielleicht liegt es daran, dass es nicht eine Hauptperson gibt und die Geschichte nicht auf eine Person ausgelegt ist. Da freue ich mich schon auf die DvD - Edition, dort möchte Rodriguez ein Feature ermöglichen, die alle Geschichten einzeln abspielt.
Sin City ist ein sehr guter Film, aber kein Meisterwerk. Das liegt teils an der etwas zu belanglosen Musik und zum Teil an dem Einzelstorysystem (Es wurden ja 3 Comicbänder verfilmt). Dagegen gefällt mir die Atmosphäre sehr, ich habe kaum einen dichteren Film gesehen als diesen. Die Sprüche der Charaktere kommen gut, die Charaktere sind auch super. Der Cast könnte nicht besser sein und der Stil ist einzigartig.